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19.01.2017

NAMM 2017: Pioneer stellt analogen Monosynthesizer Toraiz AS-1 vor

Pioneers Zusammenarbeit mit Synthesizer-Legende Dave Smith trägt weitere Früchte. Nachdem der im August 2016 erschienene Toraiz SP-16 Hardware-Sampler bereits original Dave Smith Analog Filter an Bord hatte, führt die japanische DJ-Equipment-Company die Toraiz-Serie nun mit einem waschechten, analogen, monophonen Synthesizer fort. Rein optisch sieht der AS-1 ein wenig wie ein aufgepumpter Korg Monontron Pocket-Synth aus: die Tastatur ist ein Touchpad mit aufgedruckten Tasten, darüber findet sich eine Reihe mit sechs Reglern für Filter, Hüllkurve und LFO.

Aber damit hören die Ähnlichkeiten auch schon auf. Den inneren Werten nach soll der AS-1 ein zusammengedampfter Prophet-6 sein: im Produktvideo sagt Smith, dass der Monosynth die gleiche diskrete analoge Architektur einer Prophet-6-Stimme enthält: zwei spannungsgesteuerte Oszillatoren (VCO) mit stufenlos variierbaren Dreiecks-, Sägezahn- und Rechteckschwingungen. Es finden sich - wie schon auf dem Toraiz SP-16 - zwei spannungsgesteuerte Filter (VCF), ebenfalls vom Prophet-6: ein vierpoliger, resonierender Tiefpassfilter mit Fähigkeit zur Selbstoszillation und ein zweipoliger, resonierender Hochpassfilter.

Weitere Klangformungswerkzeuge sind ein VCA, zwei Hüllkurven und ein LFO. Dazu kommen Effekte aus dem Prophet 6 wie Delay, Distortion, Ringmodulator sowie Chorus und Phaser, die entweder parallel oder in Reihe genutzt werden können. Die digitale FX-Engine ist aber voll Bypass-fähig, wenn man den analogen Signalpfad nicht verlassen möchte.

Der AS-1 verfügt über einen 64-Step-Sequenzer, einen Arpeggiator, einen Touchstrip, 495 Presets und er ist trotz seiner kompakten Größe voll programmierbar. Dazu dienen ein OLED-Display und drei Endlosregler. Der AS-1 soll auch via dem Touchdisplay des SP-16 bedienbar und programmierbar sein. Beide Instrumente sollen in der DJ-Booth eine Einheit formen und kreativen DJs neue Ausdrucksmöglichkeiten an die Hand geben.

Daher steht auch der Performance-Charakter beim AS-1 ganz im Vordergrund. Die Regler greifen nur auf die wichtigsten Parameter zu, Die Bedienmöglichkeiten sind ganz aufs Live spielen ausgerichtet.

Die Touchpad-Tastatur scheint zwar nicht für filigrane Keyboard-Soli gemacht zu sein, aber zum Triggern von Arpeggios oder Spielen einfacher Melodien dürfte sie ihren Zweck erfüllen. Um Misstöne zu vermeiden wird der Musiker von 21 melodischen Skalen unterstützt.

Rückseitig verfügt der AS-1 über einen Stereoausgang in Klinkenform, einen Kopfhörerausgang, einen Trigger-Eingang für ein Fußpedal, MIDI in und Out/Thru sowie einen USB-Anschluss. Was fehlt ist ein Pro DJ Link-Anschluss, wie ihn der SP-16 hat. Zur Synchronisierung soll demzufolge der SP-16 dienen, wozu der Sampler seit System-Update 1.2 ja auch in der Lage ist.

Das Gehäuse des AS-1 besteht wie beim SP-16 aus einer gebürsteten Metall-Oberfläche mit Plastikseitenteilen und dürfte auch ähnlich leicht und robust wie der große Sample-Bruder sein. Man darf gespannt sein, ob Pioneer aus „Toraiz“ eine ganze Produktpalette performance-orientierter Musikinstrumente für DJ/Producer entwickeln wird. 

Pioneer DJ TORAIZ AS-1 soll ab März 2017 im Handel zu einem Preis von 549 Euro erhältlich sein.

Mehr Infos auf der Produktseite

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