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Test
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23.11.2021

Modal Electronics SKULPTsynth SE Test

Virtuell-analoger Desktop-Synthesizer

Weniger Kunst und mehr für´s Geld!

Vor zwei Jahren hatten wir den Craftsynth 2.0 und den „alten“ Skulpt unter die Lupe genommen, den Modal Electronics jetzt als SKULPTsynth SE neu aufgelegt hat. Dabei wurde der Preis nach unten und die Qualität nach oben geschraubt! Zeit für eine Bestandsaufnahme!

Details

Mobiler Desktop-Synth

Der SKULPTsynth SE ist ein subtraktiver Mono-Synthesizer mit einer virtuell-analogen Klangerzeugung, dessen beide Oszillatoren auch vierstimmig gespielt werden können. Bei einer Größe von 255 x 135 x 68 mm und einem Gewicht von 0,6 kg ist der ‚SE‘ kompakt, aber nicht fummelig.

Hinsichtlich seiner Maße ist der kleine Synth gut mit Bedienelementen ausgestattet:  Er bietet 14 Encoder, 13 Taster sowie eine kleine berührungsempfindliche Klaviatur mit 16 Tasten. Die LEDs der Klaviatur dienen außerdem der Visualisierung der Encoder-Werte; und eine MPE-Steuerung ist ebenfalls vorgesehen.

Optionale mit Steuerung Plugin/App

Wie alle Modal Synths kann der SKULPTsynth SE zusätzlich mit der ModalApp bedient und programmiert werden, darunter Mac, iOS, Windows und Android Varianten sowie das VST3/AU-Plugin. Alle Editoren sind kostenlos, das Plugin ermöglicht darüber hinaus komplexe Automationen in der DAW.

Aus alt mach bisschen neu

Der „SKULPTsynth SE“ ist der Nachfolger des „SKULPTsynthesizer“. Auffälligste Neuerung sind die weiße Touch-Klaviatur, die „straighte“ Beschriftung sowie die jetzt glatten Potikappen. Der alte Skulpt war mit der sonderbar-schrägen Schrift zwar künstlerisch sicherlich wertvoller aber auch deutlich schlechter zu lesen.  

Das Gehäuse wurde laut Hersteller jetzt ebenfalls stabiler und selbstverständlich wurden neue Presets aufgespielt. Überprüfen konnte ich jedoch beides nicht. An der Engine hat sich indes nichts geändert, sodass Presets austauschbar bleiben und Units gekoppelt werden können, um die Polyphonie zu erhöhen.

Mit Strom versorgt wird der Synthesizer entweder über Batterien oder per Micro-USB, was auch MIDI liefert. Die Tonausgabe erfolgt stets analog auf Miniklinke, sowohl über den Kopfhöreranschluss als auch über den separaten Stereo-Ausgang. Einen Sync-In und Sync-Out gibt es außerdem auf Miniklinke, den MIDI I/O sogar mit richtigen DIN-Buchsen. Alles Wesentliche dürfte damit an Bord sein.

Morph, Morph, Morph

Die Klangerzeugung basiert auf zwei mischbaren Wellenform-Generatoren bzw. Oszillatoren. Diese können stufenlos von Sinus hin zu Sägezahn über Dreieck bis hin zu Rechteck „gemorpht“ werden. Der erste OSC kennt außerdem PWM, der zweite OSC zusätzlich ein filterbares Rauschen. Oszillator 2 lässt sich relativ tunen und beide Oszillatoren können sich untereinander steuern, darunter FM und Ringmodulation.

Die Werbung und das Handbuch sprechen laut von bis zu 32 Oszillatoren. Allerdings erreicht man diese nur über den Spread-Parameter, der eher einfache „detuned Unison“ bzw. (Chord)-Stack-Effekte erzielt. Mono (1*32), Duo (2*16) und Poly (4*8) Playmodes sind möglich.

Das sich anschließende „digital-analoge“ 2-Pol-Resonanzfilter ist ebenfalls morphbar von Tief-, über Band-, zu Hochpass. Modulation, Filter und Amp kennen je einen ADSR-Envelope, allesamt in der Depth von -64 bis +64 anpassbar und damit invertierbar. Zwei LFOs und eine Modulations-Matrix kommen hinzu. Abgerundet wird das Ganze durch Distortion- und Delay-Effekte. Beide LFOs und das Delay können Tempo-synchronisiert werden.

Ferner stehen ein Arpeggiator sowie ein Step-Sequenzer zu Seite, der bis zu 256 Noten und vier Automationen mit einer Länge von bis zu 8 Bars = 64 Steps aufnehmen kann. Spätestens an dieser Stelle möchte man aber sicherlich die ModalApp verwenden, wenn auch die meisten Features mit reichlich Shift-Funktionen am Gerät erreichbar sind.

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