E-Drum_Test_Entry_Millenium_MPS150X
Test
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05.10.2017

Millenium MPS-150X E-Drum Mesh Set Test

Elektronisches Schlagzeug

Viel Mesh für wenig Cash

Während E-Drumsets mit Mesh Heads noch vor wenigen Jahren aufgrund der hohen Preise einen Hauch von Luxus versprühten, ist dieses beliebte Feature, welches ein authentischeres Spielgefühl bewirken soll als das Trommeln auf Hartgummi-Pads, mittlerweile schon in der unteren Preisklasse zu haben. In diesem Bereich hat sich seit vielen Jahren die Marke Millenium fest etabliert und bietet nun mit dem Millenium MPS-150X E-Drum Mesh Set die Möglichkeit, unterhalb der 400 Euro-Grenze in die Welt der Mesh Head Sets einzutauchen.

Die äußeren Werte erscheinen also schon einmal recht vielversprechend, aber wie steht es um den Klang und nicht zuletzt das Dynamikverhalten, welches ja quasi den Prüfstein für sämtliche E-Drumsets darstellt, da es darüber entscheidet, wie authentisch der Klang tatsächlich rüberkommt. Hier ist das Ende der Fahnenstange selbst in den höheren Preisklassen noch nicht erreicht, andererseits gibt es auch unter den preisgünstigen Sets immer mal wieder welche, die sich durchaus hören lassen können. Ob das auch für das MPS-150X zutrefft, erfahrt ihr in unserem Test.

Details

Aluminium und Kunststoff sorgen für ein geringes Gewicht des Racks

Abgesehen vom Bassdrum Pad und den Pedalen sind sämtliche Komponenten des Millenium MPS-150X an einem hellgrauen, sehr leichten Aluminium-Rack befestigt, welches sich aus zwei senkrechten Standbeinen mit den dazu gehörigen Füßen, einer Querverbindung und zwei seitlichen Auslegearmen zusammensetzt. Zwei Beckenarme mit Galgenfunktion und der an der linken Seite angebrachte Halter für das Hi-Hat Pad komplettieren das Bild. Sowohl die Rack-Verbindungen als auch die Halteklammern für die Drumpads und das Modul sind aus Kunststoff gefertigt. An Werkzeug zum Zusammenbau des Racks ist lediglich ein Stimmschlüssel nötig, der im Lieferumfang enthalten ist. Selbstverständlich gehören zum Gesamtpaket auch ein Hi-Hat Controller, der in diesem Fall gänzlich aus Kunststoff gefertigt und dementsprechend sehr leicht ist, sowie ein einfaches Bassdrum-Pedal mit justierbarer Federspannung und Trittplatte aus Metall. 

Die Drumpads des MPS-150X Kits – übrigens allesamt Single Zone Versionen, also mit nicht mehr als einem Sound belegbar – sind mit schwarzen Mesh Heads sowie Metallspannreifen bestückt und mittels herkömmlicher Stimmschrauben in der Spannung regulierbar. Das Bassdrum Pad verfügt– wie auch die restlichen Drumpads – über ein Kunststoffgehäuse, welches in ein Metallgestell integriert ist. Unter der Spielfläche befindet sich eine spezielle Polsterung, die für einen natürlichen Rebound sorgen soll. Schraubdornen und ein Klettstreifen an der Unterseite sollen einen sicheren Stand auf Teppichböden gewährleisten. Die drei Tom Pads sowie das Snare Pad werden mit einer metallenen Halterung an den L-Armen der Rackklammern befestigt. Becken- und Hi-Hat Pads sind optisch identisch, allerdings verfügen die Cymbal Pads über eine Choke-Funktion, mit der der Sound nach dem Anschlagen abgestoppt werden kann. Die Gummispielflächen nehmen etwa die Hälfte der Gesamtfläche ein.

Das Modul fällt ultrakompakt und übersichtlich aus

Das kleine Modul, welches mittig zwischen den Racktom Pads installiert wird, verfügt über ein dreistelliges LED-Display und eine recht überschaubare Anzahl an Bedienelementen. Dazu gehören die Plus/Minus-Buttons unter dem Display, die Tasten für Click/Demo, Mode und Page – wobei die zuletzt genannten auch als Temporegler fungieren – sowie links die Start/Stop-Taste für die Patterns sowie der Lautstärkeregler. Auf der Gehäuserückseite finden wir den Ein/Aus-Schalter sowie den Großteil der Anschlüsse: USB, MIDI, Ein- und Ausgänge. Die 25-polige Buchse zum Anschluss der Pads befindet sich auf der Unterseite.

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