Test
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23.07.2018

Millenium 12“ True Stroke Practice Pad Test

Practice Pad

T-Bounce

Das Musikhaus Thomann hat mit seiner Hausmarke Millenium zahlreiche Produkte für Drummer im Sortiment, die dank großer Stückzahlen und Direktimport zu vergleichsweise günstigen Preisen unters Volk gebracht werden. Neben der populären Gruppe der elektronischen Drumsets gibt es unter anderem auch Drum Hardware und diverse Zubehörteile im Portfolio. Die neueste Ergänzung ist das True Stroke Practice Pad, das wir uns im Folgenden etwas näher anschauen wollen.

Details & Praxis

Kommt mir bekannt vor, ist mein erster Gedanke, nachdem ich das Pad aus seiner Kartonverpackung nebst Styropor-Ummantelung entnommen habe. Das True Stroke Pad hat mit dem vor einiger Zeit getesteten Millenium Metronom Pad einiges gemeinsam, nur dass bei diesem Pad keine zusätzliche Technik integriert wurde. Wir haben es also mit einer ganz klassischen Einspielhilfe zu tun, wie sie in der Machart auch von bekannten Herstellern wie Evans HQ, Ahead oder Vic Firth angeboten wird. Was mir am True Stroke Pad direkt gefällt, ist der nicht vorhandene chemische Geruch, der bei vielen neuen Konkurrenzprodukten eine ganze Zeit lang in die Riechorgane entweicht.

 

Die achteckige Spielfläche misst an der längsten Seite komfortable 28,2 Zentimeter und ist knapp sechs Millimeter stark. Die Basis des Pads ist eine braun lackierte Holzfaserkernplatte, soweit greift das Millenium Pad also auf bewährte Konzepte zurück. Auf der Unterseite ist eine ganzflächig verklebte, relativ weiche und rutschfeste Beschichtung aufgebracht. In der Mitte findet sich ein 8-Millimeter Gewinde, damit das Pad nicht nur auf Trommeln oder Tischplatten gelegt werden kann, sondern auch auf einem handelsüblichen Beckenständer Platz findet. Normalerweise findet man so ein Gewinde bei anderen Herstellern nur an kleineren (Reise-)Pads.

Im Spieltest gibt sich das Pad (fast) keine Blöße

Beim ersten Versuch, auf einem Snare-Stativ montiert, kann das Pad direkt überzeugen. Mit seinem mittelharten, sehr angenehmen Rebound bietet es eine gute Artikulation und eignet sich hervorragend als Übe- und Einspiel-Pad. Bedingt durch die Gummi-Spielfläche ist das Signal klar hörbar, aber nicht penetrant laut – was erfahrungsgemäß für den Einsatz in den eigenen vier Wänden nicht ganz unerheblich ist. Auch auf einer Tischplatte aufgelegt, rutscht das Pad beim Spielen nicht hin und her. Nur die Montage auf einem Beckenstativ erweist sich als schwierig. Das Innengewinde hat keine Begrenzung, dadurch dreht sich das Gewinde des Beckenstativs von unten in das Gummi der Spielfläche, wodurch diese beschädigt werden könnte. Laut Thomann arbeitet man an einer Lösung für die zukünftigen Produktlieferungen. Außerdem bekommt die rutschfeste Unterseite des True Stroke Pads bei etwas ruppigerem Umgang, zum Beispiel beim Transport zwischen Drum Hardware, schnell Macken, hier hat Evans mit seinen HQ Pads eine wesentlich kratzfestere Lösung entwickelt. 

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