Test
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10.04.2017

Praxis

Die Medium Crashes in 16“, 18“ und 20“

Was mir beim ersten Anspielen der drei Crashes direkt gut gefällt, ist die gelungene tonale Abstimmung untereinander. Das 16er Crash (980 Gramm) klingt hell, glockig und frisch, das 18er (1352 Gramm) hat einen etwas runderen und zupackenden Charakter, auch das 20er Medium Crash (1925 Gramm) reiht sich gut ein, durch seinen satten Gewichtsunterschied von fast 600 Gramm gegenüber dem 18er Crash bedarf es aber einer deutlich größeren Schlagenergie, um in Wallung zu kommen und den vollen Crash-Sound zu entfalten. Dafür eignet es sich aber auch sehr gut als Crash-Ride. Die beiden 16er und 18er Crashes sprechen bei Kantenschlägen wesentlich spritziger an, auch wenn man deutlich merkt, dass sie vor allem in höheren Lautstärken ihr volles Potential ausschöpfen. Dabei sind alle drei aber ausreichend flexibel, so dass sie nicht nur in Heavy-Rock Gefilden gut zu gebrauchen sind. Unter den klaren Sounds schwebt auch ein dunkler Unterton, dadurch klingen die Becken zwar durchsetzungsstark, aber nicht schrill oder penetrant. Für den leisen Unplugged Gig würde ich mir dennoch andere Becken auf die Stative hängen.

Die beiden Medium Rides in 20 und 22 Zoll

Klar, hell und perlig klingt das 20“ Medium Ride. Die durchsetzungsfähige, aber harmonische Glocke tönt gut abgesetzt über dem Body, der mit sehr guter Stickdefinition überzeugen kann. Ein klassisches Allround-Ride für Rock-Pop-Gefilde, das auch gut zu der 14“ Hi-Hat und den kleineren Crashes im Satz passt. Für Crash/Ride-Passagen muss man allerdings schon ziemlich hinlangen, hier macht das 20er Medium Crash den eindeutig besseren Job. Das 22er Medium Ride ist wesentlich tiefer im Pitch, ein dunkler Ton schwingt stets gut hörbar im Gesamtklang mit. Die Glocke ist präsent und integriert, aber keine Megabell, wie sie bestimmte Metaldrummer favorisieren. Ich denke, dass dieses Becken sehr interessant für alle Classic-Rock und Stoner-Drummer ist, denn es geht klar in Richtung der großen Paiste 2002 oder Giant Beat Becken. 

Die 14“ und 15“ Medium Hi-Hats

Die kleinere 14“ Pure Alloy Medium Hi-Hat klingt hell, ist sehr präsent und auch etwas scharf bei geöffnetem Spiel. Für beide Hi-Hats gilt, dass sie aufgrund der relativ leichten Top-Becken sensibel ansprechen, aber auch genügend „Fleisch“ haben, um satte Tschick-Sounds mit dem Fuß erklingen zu lassen. Das 15“ Modell klingt für meinen Geschmack noch etwas ausgewogener, besonders bei geöffnetem Spiel integrieren sich die Becken besser in den Mix und stechen nicht so stark heraus. 

Die Becken im Set

Ich habe euch die drei Medium Crash-Becken einmal mit der 14“ Medium Hi-Hat und dem 20“ Medium Ride im Set aufgenommen.

Hier könnt ihr euch anhören, wie die Pure Alloy Crashes mit der 15“ Medium Hi-Hat und dem 22“ Medium Ride klingen.

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