Hersteller_Meinl Cajon_Addon
Test
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08.04.2015

Praxis

Wenn man sich das erste Mal mit Besen oder Sticks auf das Cajon setzt, fällt schnell auf, dass man eine andere Haltung und Spieltechnik braucht als am Schlagzeug. Ein weiterer grundlegender Unterschied ist, dass wir oft alle unsere Sounds auf dieser einen Oberfläche spielen und nicht unbedingt noch eine Bassdrum und Hi-Hat daneben stehen haben. Das verlangt spezielle Anforderungen an die Besen und Sticks, die wir benutzen.

Die Cajon Besen bieten vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Die Precision Cajon Brushes lassen sich sehr kontrolliert spielen und eignen sich auch gut zum Spiel mit einem Brush und einer freien Hand. Mit dem Besen lassen sich dann wunderbar Hi-Hat Patterns spielen, während die andere Hand für die Akzente zuständig ist. Das könnt ihr hier anhören.

 

Mit den Retractable Cajon Brushes lassen sich Besen-Patterns direkt von der Snare aufs Cajon übertragen. Das funktioniert je nach Schlagfläche des Instruments unterschiedlich gut. Bei sehr glatten Frontplatten ist es ziemlich leise, hat das Instrument aber eine rauere Oberfläche, werden die Sounds präsenter und durchsetzungsfähiger. Leider ist es mit den Retractable Brushes schwierig, tiefe Akzente zu spielen, denn das Gewicht der Besen reicht nicht aus, um den Basston des Cajons zu aktivieren. Möchte man also das ganze Frequenzspektrum abdecken, wird entweder eine freie Hand oder eine extra Bassdrum benötigt. Um diese Einschränkung zu umgehen, benutze ich mit meinen Besen oft die Handballen für Bässe. Das kann man sich hier im ersten Video meines bonedo Workshops anschauen.  

Leider funktioniert das mit der vorliegenden Meinl Ausführung nur bedingt, was am harten Kunststoffgriff liegt. Schade, dass hier kein Gummi verwendet wurde – ich suche immer noch einen Besen für das Cajon, der die Vorteile von Plastikborsten mit der Flexibilität von Jazz Besen mit gummiertem Griff kombiniert.

Die Classic Cajon Brushes ermöglichen es durch das hohe Gewicht und die Weichheit des Bündels, auch tiefe Akzente zu spielen. Ist die Spieltechnik erst einmal angepasst, kann das Cajon Bassdrum, Hi-Hat und Snare ersetzen. Im folgenden hört ihr zwei Groove-Beispiele:

Die Bamboo Sticks laden zum kombinieren mit anderen Trommeln ein

Wegen der Leichtigkeit der Bamboo Sticks macht es Sinn, wie bei den leichten Cajon Brushes, das Cajon entweder mit anderen Trommeln wie einer Bassdrum zu kombinieren oder mit einem Besen und einer freien Hand zu spielen.

BCMS1 und BMS1 fühlen sich für mich zum Verwechseln ähnlich an. Durch den kürzeren Griff des BCMS1 hat man aber mehr Flexibilität, mit den Gummiringen das Bündel zu verändern. Die Möglichkeiten des BMS1 sind durch den langen Griff hier etwas eingeschränkter. Gut gefällt mir der optimierte Schwerpunkt des BMS3, der zu einem kontrollierten Rebound führt.

Der Bass klingt mit den Sticks nicht so eindrucksvoll ...

...besser klingt es, wenn man mit einem Stick und einer freien Hand spielt:

Für die BCMS1 und die BMS2 Ruten gibt es die folgenden Hörbeispiele:

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