Bass Hersteller_Markbass
Test
7
18.06.2010

Praxis

Ich habe die Markbass Pedal-Controller-Software beim Riverbero-Test ja schon sehr positiv hervorgehoben und kann an dieser Stelle nur wiederholen, dass sich Flexibilität und Nutzwert der Pedale durch die sehr gut funktionierende und durchdachte Software ungemein erhöhen.

Da ich die Installation bereits beim vorherigen Test durchgeführt habe, muss ich jetzt nur noch den Super Synth per USB mit dem Rechner verbinden, die Software starten, den Synth/Octaver-Tab wählen und mit „Connect“ verbinden, und das Ganze funktioniert auch hier reibungslos.
Werfen wir nun einen Blick auf die Oberfläche der Software und die zusätzlichen Parameter. Auf der linken Seite finden wir den Taster mit dem zwischen Synth und Octaver umgeschaltet wird. Außerdem parken hier die drei Regler Cutoff, Level und Tone, also die dem Pedal entsprechenden Potis.

Um Zugriff auf die weiteren Parameter zu haben, muss der Tonregler ganz links auf „User“ stehen. Denn nur die User-Presets können verändert werden. Im Synth-Mode gibt es in diesem Setting rechts zwei zusätzlich Felder, die angewählt werden können: Dynamics und Oscillators. Auf der Dynamics-Page warten jede Menge Regler, die ich hier nicht im Einzelnen durchgehen möchte. Die angebotenen Parameter reichen von „Note on/off Level“ zur Bestimmung des Tracking-Zeitpunktes über allerhand Filter-Einstellungen bis zu Envelope-Controls inklusive Portamento-Regler.

Auf der Oszillator-Seite können die drei zur Verfügung stehenden Oszillatoren wie bei einem einfachen Synth nach Belieben getunt werden; zusammen mit den Filtereinstellungen sind wirklich unzählige Soundvariationen möglich, die den Super Synth extrem flexibel machen.

Im Oktaver-Modus sieht es schon etwas übersichtlicher aus. Hier findet man im Wesentlichen die der Hardware entsprechenden Eingriffsmöglichkeiten und einen zusätzlichen Regler für zwei Oktaven unter dem trockenen Signal.

Sämtliche selbst erstellte Sounds können anschließend mit der Presetverwaltung im unteren Bereich der Software wahlweise auf dem Computer abgespeichert oder eben direkt auf die User-Plätze des Pedals geschickt werden. Ich bin von der Software wirklich begeistert. Sie ist übersichtlich gestaltet und funktioniert tadellos. Wer dennoch Hilfe benötigt, der findet links unten einen Help-Button, der eine ausführliche Anleitung und Beschreibung aller Parameter auf den Bildschirm zaubert.


Aber nicht nur die Software arbeitet hervorragend, auch das Pedal überrascht mich positiv. Zugegebenermaßen war ich bis dato ziemlich abgetörnt von der Arbeitsweise manch anderer Synthie-Pedale. Töne werden falsch oder gar nicht erkannt, der Sound bricht ab. Ganz anders beim Super Synth: Die Töne sind sofort da und es gibt so gut wie keine Fehlinterpretationen der Tönhöhen, das Triggerverhalten ist wirklich sehr gut. Man sollte lediglich aufpassen, dass immer nur der gespielte Ton schwingt und keine Obertöne oder Leerseiten die Tonhöhenerkennung beeinflussen können.

Das Tracking ist also schon mal perfekt. Und wie sieht es mit dem Sound aus? Nun, auch in dieser Hinsicht leistet sich das Markbass-Pedal keine Schwächen. Fette Synthie-Basslinien, die wirklich nach analogen Bass-Synthie und nicht nach gefilterter Bassgitarre klingen, sind für den Super Synth kein Problem. Außerdem ergibt die Möglichkeit, auf unzählige Parameter mittels der Pedal-Controller-Software einwirken zu können, eine ungeheuer breite Soundpalette. Die Factory-Presets bieten dabei einen guten Überblick über die Möglichkeiten des Super Synth. Damit ihr einen Eindruck vom hervorragenden Sound des Pedals bekommt, habe ich drei Presets ausgewählt.

3 / 4
.

Verwandte Artikel

User Kommentare