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Test
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20.09.2016

Markbass Little Mark 800 15th Anniversary Test

800 Watt starkes Basstopteil

Eine ziemlich laute Geburtstagstorte!

Die italienische Verstärkerschmiede Markbass feiert dieses Jahr ihren 15. Jahrestag mit einer limitierten Sonderserie ihrer erfolgreichsten Topteile. Die "15th Anniversary"-Amps basieren technisch zwar auf den Standardmodellen und sind mit den gleichen Features ausgestattet, Markbass hat für ihre Jubiläums-Amps jedoch coole neue Frontplatten-Designs entworfen.

Weil der kometenhafte Aufstieg von Markbass 2001 mit dem kompakten Leichtbau-Amp "Little Mark II" begann, haben wir uns für diesen bonedo-Test ein 15th Anniversary-Modell aus der beliebten Little-Mark-Serie ausgesucht. Auf dem Prüfstand steht ein brandneuer Markbass 15th Anniversary Little Mark 800, der mit satten 800 Watt Leistung und einer äußerst flexiblen EQ-Sektion gegen die große Konkurrenz im Micro-Top-Segment antritt.

Details

An der Bauform der Little-Mark-Tops hat sich über die Jahre nichts verändert, und so verfügt auch der Anniversary LM800 über die kompakten und transportfreundlichen Ausmaße von 27,6 x 25 x 8,3 cm. Das schwarze Metallgehäuse ist außerordentlich stabil aufgebaut und sämtliche Komponenten des in Indonesien gefertigten Amps wurden sorgfältig verarbeitet. Auf der Waage macht sich das leistungsstarke Top mit gerade mal 2,9 kg bemerkbar und verursacht damit wirklich keinen nennenswerten Transportaufwand.

Wie in der Einleitung bereits erwähnt, unterscheiden sich die Anniversary-Modelle lediglich hinsichtlich der Optik von den regulären Modellen. Mein Testkandidat aus der limitierten Serie besitzt eine Frontplatte aus Kunststoff, die das Markbass-typische schwarz-gelbe Design zwar aufnimmt, aber insgesamt etwas dezenter gestaltet ist als die knallige Front der Little-Mark-Standardmodelle. Außerdem prangt natürlich ein großer "Markbass 15th Anniversary"-Schriftzug auf dem neu designten Bedienfeld der limitierten Serie.

Das Regler-Set des Anniversary LM800 bietet genau die Features, die wir von den normalen Little-Mark Amps bereits kennen. Ganz links sitzen die Eingänge des Amps: eine Standardklinke und ein symmetrischer XLR-Eingang stehen für die Verbindung mit dem Bass zur Verfügung. Darauf folgen der Gain-Regler und eine Clip-LED zum Einpegeln des Eingangssignals. Mittig auf der Front finden wir die den Vierband-Equalizer mit Reglern für Bässe, Tiefmitten, Hochmitten und Höhen und selbstverständlich die beiden Markbass-typischen Filter VLE und VPF. Das Kürzel "VLE" steht für "Vintage Loudspeaker Emulation" - der entsprechende Regler senkt die Höhen ähnlich einer passiven Tonblende bei Bässen. "VPF" ist die Abkürzung für "Variable Pre-Shape Filter" - mit diesem Filter können die Mitten bei ca. 380 Hz für Hifi-mäßige Scoop-Sounds zunehmend ausgedünnt werden.

Über dem VPF-Regler sitzt schließlich der Master-Regler für die Endlautstärke des 15th Anniversary LM800 und, rechts versetzt, ein Line-Out-Regler, mit dem die Lautstärke des XLR-Ausgangs justiert werden kann. Damit sind wir schon auf der Rückseite des Tops, wo wir den bereits erwähnten XLR-Ausgang (inklusive Pre/Post EQ- und Groundlift-Schalter ) und auch alle restlichen Anschlussmöglichkeiten finden. Zum Einschleifen von externen Effekten steht ein Loop mit den üblichen Send- und Return-Klinkenbuchsen zur Verfügung, eine weitere Klinke mit der Bezeichnung "Tuner-Out" dient zum Anschluss eines Stimmgerätes.

Zur Verbindung mit den Boxen wurde der Amp mit einer Klinkenbuchse und einer modernen Speakon/Klinke-Kombibuchse ausgestattet. Wer die volle Leistung von 800 Watt abzapfen will, sollte darauf achten, dass die Gesamtimpedanz der Boxenkombination 4 Ohm beträgt. An einer 8-Ohm-Box liefert die von Markbass entwickelte Class-D-Endstufe (MPT - Markbass Proprietary Technology) aber immer noch stattliche 500 Watt Leistung.

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