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Test
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02.10.2017

Mackie MR524 Test

Aktiver Nahfeldmonitor

Die neue, kleine MR!

Die Mackie-MR-Serie steht seit Jahren für hohe Qualität bei kleinen Preis. Und da macht auch die neueste MK4-Auflage keinen Unterschied! Den Namenszusatz für „vierte Generation“ gibt es aber nicht im Produktnamen zu finden, denn es wird von vorn gezählt. Darf ich vorstellen? Die „neuen“ Monitore Mackie MR524, MR624 und MR824 sowie der passende Subwoofer MRS10. Die letzteren beiden großen Boliden habe ich erst vor kurzem getestet und für äußerst gut befunden. Die Frage des Tages lautet somit: Was kann die kleinste aller drei MR-Boxen?

Details

Die MR-Familie

Der Mackie MR524 ist ein aktiver Nahfeldmonitor und Teil der MR-Budget-Serie des amerikanischen Herstellers. Es gibt noch zwei weitere Größen (MR624 und MR824) deren Woofer-Größe sich durchaus aus dem Namen ableiten lässt. Unser Testkandidat verfügt über einen 5,25-Zoll-Polypropylen-Woofer und ist einzeln für einen Straßenpreis von EUR 149,- erhältlich.

Hochwertige Verarbeitung, tolle Optik

Das schwarze, intern versteifte Bassreflexgehäuse misst 28,2 x 18,0 x 22,1 cm und wiegt 4,6 kg. Der Bassport befindet sich hinten und ist rund. Die hochwertig verarbeitete Box besteht aus foliertem 12mm-MDF und wurde mit einem optisch äußerst gefälligen MDF-Frontbaffel versehen. Dieses bietet ein „logarithmisch geformten“ Waveguide für den Hochtöner, wodurch der 1-Zoll-Neodym-Tweeter besser an das Gehäuse angekoppelt und der Sweetspot größer wird sowie ganz allgemein auch weniger Verfärbungen durch Rückwürfe am Gehäuse entstehen.

Biamped Design

Die Frequenzweiche trennt aktiv mit 24 dB/Okt bei 2 kHz und bietet für Woofer und Tweeter getrennte Endstufen. An 4 Ohm Last stellen die Endstufen dabei 30 Watt am Tieftöner sowie 20 Watt bei 6 Ohm am Hochtöner zur Verfügung. Die Peakwerte sind doppelt so hoch. 

Damit leisten die kleinen Boxen im Paar einen maximalen SPL von 108 dB auf einem Meter Abstand. Angaben zur dabei auftretenden Verzerrung fehlen, dafür fallen die Angaben zum Übertragungsverlauf besonders detailliert aus: 57 Hz bis 20 kHz für -3 dB Eckpunkte und 45 Hz bis 20 kHZ bei -10 dB.

Alle Anschlüsse, Bass- und Höhenfilter

Auf der Rückseite gibt es alle wichtigen Anschlüsse zu vermelden: XLR, 6,35 mm TRS („große Klinke“) und auch RCA („Cinch“). Dazu gesellen sich ein Level-Poti sowie zwei Filter – das eine für die Höhen (0, +2, -2 dB @ 3 kHz) und das andere für den Bass (0, -2 dB, -4 dB). Letzteres heißt hier allerdings Acoustic Space, weil es den Druckstau durch zu wand- oder ecknahe Platzierungen kompensiert. Warum man den konkreten Frequenzeinsatz verschweigt, ist mir schleierhaft. Für die Größe, Preisklasse und die Zielgruppe sind die vorhandenen Filtermöglichkeiten aber vollkommen ausreichend.

Der IEC-Kaltgeräteanschluss ist nur mit fixen Spannungen kompatibel und eine Box nimmt im Leerlauf rund 11 Watt auf. Einen Stand-by oder einen Frontschalter gibt es leider nicht. Dafür sind alle anderen wichtigen Schutzmechanismen am Start: thermischer Schutz für die Endstufen, ein „Overexcursion Filter“ (sprich Low Cut) zur Auslenkungsbegrenzung des Woofers sowie eine magnetische Schirmung.

Lieferumfang

Im Karton findet sich nur ein passendes Stromkabel, ein Quickstart-Guide sowie ein Satz Filzgleiter. Ein detailliertes Handbuch gib es nur online und auch nur in englische Sprache.

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