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Test
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17.07.2009

M-Audio Xponent Test

M-Audio Xponent - Rendezvous mit Joe Blink

In Zeiten, in denen Musik-Download-Portale, Creative-Commons-Lizenzen und somit auch Musik in MP3, AAC und weiteren Formaten einen stetig zunehmenden Einfluss auf das Konsumverhalten ausüben, versetzt es niemanden in Erstaunen, dass der Markt für digitale Vinyl-Systeme und MIDI-Controller gleichermaßen an Relevanz für die Künstler und folglich auch für die Industrie gewinnt. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn schließlich bringt das digitale DJ-Dasein auch einige Annehmlichkeiten mit sich. Der DIGI-Jay hat in der Regel neben einem weitaus größeren, weil leichteren, Songarchiv zusätzliche Möglichkeiten zur Klangmanipulation an Bord. Davon kann der Turntablist oftmals nur träumen, es sei denn, er schleppt neben den gewichtigen Plattenkoffern noch diverse Effektgeräte und Sampler zu seinem Set. Um den Anforderungen der auflegenden Zunft  gerecht zu werden, haben die Hersteller von DJ-Equipment mehrere Lösungen im Programm. Auch M-Audio bietet unterschiedliche DJ-Controller für individuelle Ansprüche und Geldbeutel an. Neben dem 100-Euro-Einsteigergerät "Xsession" samt Torq-LE und dem DVS "Connectiv" für 300 Euro ist das kunterbunt im Takt blinkende all-in-one-System „Xponent“ für eine UVP von 800 Euro erhältlich. Es verfügt über ein integriertes Audio-Interface und wird mit  SynchroScience Torq, der hauseigenen DJ-Software zum Mixen digitaler Musikdateien, geliefert. Torq läuft ausschließlich mit den zuvor genannten M-Audio Geräten, ein Betrieb mit Produkten von Fremdherstellern ist momentan nicht möglich.

 

Manche Situationen, die bei einem digitalen Vinyl-System zum Haare-raufen führen (falls etwa die gerade benötigten Timecodes oder Ersatznadeln nicht im Plattenladen um die Ecke erhältlich sind) werden beim vorliegenden Testkandidaten garantiert nicht eintreten. Er soll schließlich als kompletter Ersatz für ein Plattenspieler- oder CDJ-Set dienen. Infolgedessen wird mit Torq auch gleich eine speziell abgestimmte Software mitgeliefert, deren Features zu einem großen Teil hardwareseitig zugänglich sind. Lediglich auf eine Samplerzone und Recordingknöpfe hat man verzichtet. Dennoch werden die meisten Jukebox-Djs und Non-Electros viele dieser Zusatzfunktionen nicht benötigen und sind daher unter Umständen mit einem einfacheren Gerät des gleichen Herstellers wie Xsession besser beraten. Dies gilt vor allem wenn die Songs lediglich abgespielt werden, weitere Manipulationen nicht vorgesehen sind und Taster statt Jogdials ausreichen. Für alle anderen Interessierten, egal ob erfahrene Kanzelkünstler(innen) oder ambitionierte Neulinge, versuchen wir in diesem Artikel aufzuzeigen, ob Xponent in der Lage ist, seinem Anspruch als bedingungsloses Ersatzsystem gerecht zu werden. Ein für alle Mal Schluss mit Scheiben, Nadeln und Systemen oder eher Schluss mit lustig?

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