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Test
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05.12.2017

M-Audio BX8 D3 und BX5 D3 Test

Nahfeld-Studio-Monitore

Überdurchschnittlich günstige Abhöre mit durchschnittlichem Klang

M-Audio bietet zwei neue Versionen ihrer erfolgreichen Studioabhöre für unter 150 Euro das Stück an. Die BX-Serie der Firma M-Audio wurde überarbeitet und seit Sommer 2017 in den Preiskampf der untersten Budget-Liga der Studioboxen-Klasse geschickt. Kein anderer Studiomonitor mit einem 8 Zoll großen Tieftöner ist momentan so günstig zu haben wie der M-Audio MX8 D3. Zum bonedo-Test stellt er sich nun mit seinem kleinen Bruder – dem BX5 D3 – um herauszufinden, ob es die neusten Lautsprecher der renommierten Marke zum technischen K.o. oder vielleicht zum Champion schaffen.

Das heute unter dem Namen M-Audio geführte Unternehmen wurde Ende der 90er-Jahre unter dem Namen „Music Soft“ in Kalifornien gegründet. Dort entwickelte man zunächst MIDI-Software und stieg im Jahr 2000 mit der Delta-Soundkarte und dem Markenname M-Audio ins Hardware-Geschäft ein. Seit 2012 gehört M-Audio zu „inMusic“ und produziert neben Audiointerfaces, Masterkeyboards und Mikrofonen auch seit einigen Jahren eine Reihe an Kopfhörern und Boxen. 

Details

Class-A/B-Verstärker in BX5 D3 und BX8 D3

Die in den USA sehr erfolgreichen Vorgängermodelle BX8 D2 und BX5 D2 wurden überarbeitet und können nun unter der Namenserweiterung D3 ein paar Neuerungen aufweisen. Doch erst einmal der Reihe nach. Die BX8 D3 und die BX5 D3 sind beides aktive Zwei-Wege-Boxen, die für eine Aufstellung im Nahfeld ausgelegt sind. Sie bestehen wie die meisten Monitore aus MDF-Platten, also aus Holzspänen, die zu Platten gepresst werden und die dann mit einem optisch ansprechenden Material, in diesem Fall Vinyl, laminiert werden. Zum Lieferumfang gehören ein Stromkabel, ein Handbuch und ein dünnes Akustikschaum-Pad, das auch den anderen Abhören aus dem Hause M-Audio beiliegt. Gespeist werden die beiden Varianten mit Class-A/B-Verstärkern, wobei die BX5 mit 100 Watt und die BX8 mit 150 Watt Leistung versorgt werden.

Die Vorderseite

Die Front der Boxen wurde optisch in einem schönen Mix aus Schwarz und Graustufen gehalten. Es gibt keine Ecken oder scharfen Kanten, sodass das ganze Design organisch rund wirkt. Am auffälligsten ist der Tiefen-/Mittentöner. Dessen Membran besteht wie beim Vorgängermodel aus Kevlar und verspricht durch die Leichtheit des Materials eine außergewöhnliche gute Transientenwiedergabe bei gleichzeitig hoher Reißfestigkeit. Bei der BX8 D3 wurde ein Speaker mit einem Durchmesser von 8 Zoll und bei der BX5 D3 – man ahnt es bereits – einer mit 5 Zoll verbaut.

Auch am Hochtöner selbst wurde im Vergleich zu den älteren D2-Modellen nichts verändert. Seine Membran wurde Klang-vielversprechend aus Seide gefertigt und soll für einen seidigen Sound sorgen. Neu ist hier, dass die Hochtöner der D3-Modelle einen Waveguide, wie sonst eher erst bei teureren Boxen üblich, spendiert bekommen haben. Die Gehäuseform, die den Hochtöner umfasst, bewirkt eine stärker gerichtete Abstrahlung der Höhen, sodass man einen möglichst breiten Sweetspot und somit eine etwas größere Bewegungsfreiheit bei gleichbleibendem Klang erzielt als an einer planen Oberfläche. 

Ein kleines, pfiffiges Highlight ist – wie bereits bei der D2-Vorgängerversionen – die LED, die sich zwischen Hoch- und Tieftöner befindet. Dieses kleine Lämpchen leuchtet am hellsten, wenn man die Box genau mittig auf sich ausgerichtet hat. Bei leichtem Versatz wirkt ihr Leuchten bereits ein wenig dunkler, sodass man immer genau sehen kann, ob man sich im idealen Abhörwinkel befindet, beziehungsweise ob man die Box optimal auf sich ausgerichtet hat. Nach wie vor ein tolles, praktisches Feature.

Die Rückseite

Über allem thront eine Bassreflex-Öffnung, die der Box zu einem tieferen Frequenzgang verhilft und zur Wärmeabfuhr beiträgt. Anschluss-seitig und von der Ausstattung sind die Rückseiten der beiden Boxen-Modelle gleich. Es stehen ein symmetrischer XLR- und Klinken-Eingang zur Verfügung, wobei an die 6,35mm Klinkenbuchse sowohl symmetrische als auch unsymmetrische Kabel angeschlossen werden können. Neben dem stufenlosen Lautstärkeregler befindet sich ein 3-fach-Schalter namens „Acoustic Space“. Dahinter verbirgt sich ein Filter, das entweder auf „Flat“ – also ausgeschaltet – bleiben kann oder einen nicht genauer genannten Frequenzbereich um 2 oder 4 Dezibel im Pegel absenken kann. Dies soll die Platzierung der Box in der Nähe einer Wand oder gar einer Raumecke erleichtern und den somit oft auftretenden Problemen von Reflexionen der Wände mit einer Absenkung entgegenwirken. Der Vollständigkeit halber seien noch ein Powerschalter, der obligatorische Stromanschluss nebst Feinsicherungsmodul und ein Wahlschalter für 230 beziehungsweise 115 Volt erwähnt. Sowohl die BX5 D3 als auch die BX8 D3 verfügen über keinen Standby oder Energiesparmodus.

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