Hersteller_Korg
Test
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19.12.2014

Praxis

Sound

Die folgenden Klangbeispiele sind meistens Performances, also Kombinationen von Einzelsounds, oft mit Style-Begleitung. Die Piano-Fraktion bietet gute Qualität und eine große Auswahl an akustischen und elektrischen Sounds:

Der Orgel-Bereich bietet eine große Vielfalt an gesampelten Hammond- und Sakralorgeln:

Das nächste Hörbeispiel „Drawbars“ wurde mit der Zugriegelsimulation des „Le“ erstellt. Wählt man den Einzelsound „Drawbar“ auf der ersten Seite der Orgelsounds, so erscheinen auf dem Display die Zugriegel, die direkt auf dem Touchscreen gezogen werden können. Einstellungen der Zugriegelorgel können in einer Performance abgespeichert werden. Die virtuelle Hammond ist zwar vielfältig einstellbar und es macht Spaß, sie zu bedienen, der Klang ist aber wieder einmal etwas zu brav. Will man mehr „Dreck“, sollte man paradoxerweise eher in den gesampelten Orgel-Presets stöbern. 

Die Strings und Chöre bieten auch große Vielfalt. Zu den String Bells fiel mir sofort ein Song ein, der genau diesen Sound braucht: 

Die Bläser- und Orchestersounds überzeugen auf ganzer Linie:

Die Gitarren und Synthies sind guter Durchschnitt:

Styles

Und wie klingen die Styles im neuen Pa3X Le? Im Vergleich zum Pa3X recht ähnlich, jedoch nicht ganz so hochwertig wie beim Flaggschiff, was auf die nicht so leistungsfähige Effekt-Sektion zurückzuführen ist. Hier einige Beispiele:

Auch moderne Styles liegen dem „Le“:

Bei den Styles gibt es insgesamt wenig zu kritisieren, es fiel mir nur auf, dass die Umschaltung von einer Variation zur nächsten manchmal etwas unsauber geschieht. Im Augenblick des Drucks auf die neue Variations-Taste hört man gelegentlich plötzliche Klangänderungen, die ich als störend empfinde.

Hier noch ein Beispiel, bei dem die Verwendung der Pads zusätzlich zu den acht Spuren des Arrangers einen sehr dynamischen Aufbau der Begleitung ermöglicht:

Voice Processor

Der Voice Processor von TC Helicon ist schnell einsetzbar und klingt gut. Er ist aber nicht so leistungsfähig wie beim Pa3X. So gibt’s beim „Le“ nur 3-stimmigen Chor (Pa3X: 4-stimmig) und auch den beliebten Hardtune-Effekt sucht man vergeblich. Hier zwei Audio-Beispiele: ein klassischer Satzgesang und ein Gag.

Bedienung

Beim Einschalten des Pa3X Le braucht man etwas Geduld: Das Hochfahren dauert ganze 51 Sekunden! Das kann bei einem kurzen Stromausfall auf der Bühne schon mal zu langen Gesichtern führen. Aber wenn der „Le“ dann einmal startklar ist, macht das Arbeiten mit dieser Workstation wirklich Spaß. Hier muss man Korg ein Kompliment machen. Das TouchView-Display des „Le“ ist mit 800x480 Pixeln und 7“ Diagonale besser als beim Pa3X. Damit geht die Anwahl auch von kleinen Reglern oder Pull-Down-Menüs gut von der Hand und man kann auf einige Hardware-Taster und Fader gut verzichten. Im Grunde hat man auf redundante Bedienelemente verzichtet, das heißt, es gibt jetzt weniger Wege, die zum selben Ziel führen. Das Bedienfeld ist dadurch übersichtlicher geworden. Der zuweisbare Drehregler auf der linken Seite steuert beispielsweise standardmäßig die Lautstärke der Voice-Processor-Harmoniestimmen. Beim Pa3X ist dafür ein separater Drehregler in der „Mic Setting“-Sektion vorhanden.

Die Menüführung des „Le“ ist wie bei allen Geräten der Pa-Serie vorbildlich. Gerade die Möglichkeiten des Songbooks im Zusammenspiel mit der Suchfunktion sind großartig. Die Datenspeicherung erfolgt auf einem internen SSD-Chip, die Größe dieses Speichers konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Sollte dieser Speicher nicht ausreichen, kann natürlich ein größeres Speichermedium an den USB-Port angeschlossen werden.

Erweiterung Musikant

Man kann den Pa3X Le, genau wie den Pa3X auch, in einen Musikanten verwandeln. Diese Speichererweiterung für Alleinunterhalter und Entertainer aus dem deutschsprachigen Raum bietet 500 zusätzliche Songbook-Einträge, 200 Styles, neun Drumkits, 160 zusätzliche User Sounds, 250 Performances, 210 Pad-Phrasen und spezielle PCM-Samples. Die Musikant Micro-SD-Speicherkarte kostet ca. 200 € und wird in einen kleinen Schacht an der Gehäuse-Rückseite eingebaut. Die erforderliche Software lädt man von der Korg-Homepage herunter und los geht’s. Beispiele für die enthaltenen Styles und Sounds findet ihr im Testbericht zum Pa3X Musikant

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