Drummer_Sitz_Intermed
Test
4
01.03.2018

K&M 14030 „Grande“ Drum Hocker Test

Schlagzeughocker mit rundem Sitz

Grandios?

Anders als bei Becken, Snares oder Trommelsätzen dürften sich die Anforderungen der meisten Drummer an einen guten Sitz weitgehend gleichen. Er soll bequem sein, stabil gebaut und nicht zu teuer. Dementsprechend gut gefüllt ist das Produktsortiment der Musikalienhändler, wenn es um Schlagzeughocker im Preisbereich zwischen 100 und 150 Euro geht. Mit knappen 110 Euro darf der K&M Grande von der Papierform her als gutes Angebot gelten. 

Mit breiter Standbasis, großzügig dimensionierten Rohrdurchmessern und doppelstrebigen Beinen kann er es mit den Platzhirschen seiner Klasse allemal aufnehmen. Ob es sich auch gut drauf sitzt, lest ihr auf den folgenden Zeilen. 

Details & Praxis

Auf den ersten Blick präsentiert sich der Grande als ganz normaler Drum-Hocker mit runder Sitzfläche und doppelstrebigem Unterbau. Die genauere Inspektion zeigt jedoch einige – für K&M-Sitze typische – Unterschiede im Vergleich mit den meisten Modellen anderer Hersteller. Der augenfälligste ist der Mechanismus zur Verstellung der Sitzhöhe. Wo bei vielen Konkurrenten eine Kombination aus Flügelschraube und Drehspindel zum Einsatz kommt, verbaut K&M ein gerastertes Tauchrohr. 49 bis 69 Zentimeter beträgt der einstellbare Höhenbereich, fixierbar in 10-Millimeter-Schritten. 

Zur Verstellung der Höhe sind mehrere Handgriffe nötig

Das Justierprozedere sieht folgendermaßen aus: Zunächst wird ein grauer Schnellspannhebel aus Kunststoff gelöst, anschließend greift man mit einer Hand das Tauchrohr, mit der anderen einen Rastknopf. Diesen zieht man kräftig und bewegt anschließend das Tauchrohr in die gewünschte Höhe. Der Nachteil daran ist, dass man darauf achten muss, dass der Rastknopf auch tatsächlich einrastet, denn sonst gibt es beim ersten Platznehmen einen unschönen Ruck nach unten. Positiv zu bewerten ist hingegen, dass eine einmal eingestellte Höhe auch dann zuverlässig erhalten bleibt, wenn das Sitzteil gedreht wird. 

Mit eher sparsamer Polsterung kommt die Sitzfläche daher

Die Sitzfläche selbst ist mit etwa 33 Zentimetern Durchmesser normal dimensioniert, wobei die Polsterung weder besonders dick noch fest ausfällt. Als Verbindung zum Basisteil fungiert ein großer Kunststoffflansch, dessen Flügelschraube eine Drehbewegung des Sitzes zulässt. In der Praxis gefällt mir die Lösung gut, zumal die Drehung geräuscharm und damit Recording-freundlich vonstatten geht. Der Sitzkomfort des Grande hängt von zwei Faktoren ab, nämlich dem Körpergewicht und der Spieldauer. Mit meinen knapp 95 Kilogramm finde ich die Polsterung schlicht zu weich, es kommt das unangenehme Gefühl auf, mit den Knochen auf der Holzplatte zu sitzen. Nach einer Stunde Probe wechsele ich wieder auf meinen eigenen K&M Gomezz, der deutlich mehr Halt und Festigkeit bietet. Ein leichtgewichtigerer Schüler fühlt sich jedoch sehr wohl auf dem Grande. 

1 / 2
.

Verwandte Artikel

User Kommentare