Gitarre Hersteller_Jackson
Test
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11.04.2019

Praxis

Schon trocken angespielt zeigt sich die RRX 24 schwingungsfreudig und lässt sich aufgrund der vorbildlichen Werkseinstellung ganz hervorragend bespielen. Der Compound Neck liegt in allen Lagen sehr gut in der Hand und ermöglicht ein komfortables, ermüdungsfreies Agieren - Bendigs etc. gehen wie von selbst von der Hand. Die Saiten schwingen zudem lang und gleichmäßig aus und besitzen eine Menge "Draht" im Sound.

Für die folgenden Audiofiles verwende ich einen EVH 5150 Amp, den ich an eine mit Vintage 30 Speakern bestückte 2x12" Box anschließe und diese mit einem SM 57 abnehme. Natürlich bleiben die aufgenommenen Beispiele klanglich unbearbeitet.

Los geht es mit dem cleanen Kanal des Amps, dabei spiele ich, wie bei den meisten folgenden Beispielen, alle drei Stellungen des Pickup-Wahlschalters, beginnend mit dem Hals-Humbucker.

Die RRX24 verfügt über einen massiven Output, sodass ich den Gain-Regler des Amps deutlich zurücknehmen musste, um einen cleanen Sound zu erhalten. Dieser zeigt sich in allen drei Positionen traditionell: Der Hals-Pickup tönt warm mit deutlichen Tiefmitten, in der Zwischenstellung stratelt es ein wenig und der Kollege am Steg liefert den bekannten dicken Mittensound. Allerdings fällt das frische Höhenbild aller drei Pickups auf, das die Attacks schön hervorhebt.

Ich bleibe im cleanen Kanal und spiele nun eine Strumming-Figur, wobei ich wieder die drei Pickup-Schaltungen anspiele.

Hier fällt deutlich auf, wie sich das eben erwähnte Höhenbild in Szene setzt und für frischen Wind im Sound sorgt. Sehr schön.

Ich schalte nun in den Crunch-Kanal des Amps, wobei wie immer alle Regler in der Mittelstellung verweilen.

Und siehe da, hier fühlt sich unsere zackige Testgitarre pudelwohl und liefert einen fetten Heavy-Sound. Dabei fällt auf, dass sich alle drei Positionen des Pickup-Wahlschalters sehr gut zum Riffen eignen. Selbst der Hals-Humbucker, der in dieser Disziplin sonst eher selten verwendet wird, hinterlässt einen ausgesprochen positiven Eindruck. Die Attacks kommen deutlich zur Geltung, was für ein akzentuiertes Spiel natürlich wichtig ist. Selbstbewusst geht die RRX24 ans Werk und drückt breite Rock- und Heavy-Sounds aus dem Amp.

Ich behalte die Einstellungen am Amp bei, spiele jetzt aber eine abgedämpfte Rhythmusfigur, die ich gegen Ende öffne.

Die Achtel werden fett wiedergegeben, ohne zu verwaschen. Natürlich hat der Steg-Humbucker hier die Nase weiter vorne und zeigt sich breit in den Attacks, was wiederum für einen authentischen Sound sorgt. Das erweiterte Höhenbild ist hier natürlich ein klarer Vorteil, da der Sound schön frisch bleibt und sich gut durchsetzt. Ich spiele im selben Kanal nun eine Single-Note-Figur in den tiefen Lagen und schalte auch hier ausgehend vom Hals durch alle drei Pickup-Positionen.

Alle Töne werden akkurat wiedergeben und auch hier fällt auf, dass der Hals-Humbucker nicht hinterherhinkt, sondern vollwertig einsetzbar ist.

Ich schalte nun in den nächsthöheren Gang am Amp und spiele den Steg-Pickup an.

Es ist eine wahre Freude, mit der RRX24 Heavy-Riffs in den Amp zu pumpen! Das Resultat ist fett und druckvoll, tight in den Bässen und offen in den Höhen. Dabei zeigen sich die Mitten ausgewogen. Wer einen "scooped"-Sound bevorzugt, muss lediglich die Mitten am Amp herunterdrehen; für meinen Geschmack aber ist der Sound sehr ausgewogen.

Es folgt ein kleines Songbeispiel. Die aufgenommenen Gitarren habe ich auch hier nicht im Klang bearbeitet.

Auch im Bandkontext liefert die RRX24 kompromisslos ab und zeigt sich als wahres Arbeitstier. Dank der tollen Werkseinstellung hat das Einspielen großen Spaß gemacht.

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