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Test
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20.02.2020

J. Rockett Audio Designs APE Preamp / Boost Test

Preamp/Boost Pedal

Charakter-Spieler

Das J. Rockett Audio Designs APE Pedal stellt sich als zusätzlicher Klangfärber für Delay-Pedale und als charakterstarker Preamp/Boost vor. Das APE im Namen steht dabei für Analog Preamp Experiment. Vorbild für das Klangideal des APE ist der Preamp und die analoge Schaltung des legendären Echoplex EP3 Tape Delays.
Auch andere Hersteller widmeten sich schon der Nachbildung des Echoplex Delays und des Preamps, darunter Dunlop mit dem Echoplex Preamp- und dem Echoplex Delay Pedal oder Catalinbread mit dem Belle Epoch Deluxe und dem Belle Epoch Pre. Mit der Möglichkeit, externe Delay-Pedale einzuschleifen und zu färben, geht das J. Rockett Audio Designs APE aber einen etwas anderen Weg. Wie das funktioniert, erfahrt ihr im Test.

Details

Lieferumfang/Gehäuse

Wie gewohnt, wird auch das J. Rockett Audio Designs APE Pedal in einem Pappkarton geliefert, der außerdem ein kleines Kärtchen mit einer kurzen Einführung bereithält. Bei der ersten Begutachtung bin ich wirklich erstaunt von der Haptik des Gerätes. Das 108 x 76 x 48 mm (L x B x H) große APE Pedal ist gebaut wie ein Panzer, wirkt äußerst robust und bringt dementsprechend satte 496 g auf die Waage.

Anschlüsse und Bedienelemente

Sowohl Ein- und Ausgang als auch der Anschluss für ein 9V-Netzteil, das nicht Teil des Lieferumfangs ist, befinden sich an der Stirnseite. Die Stromaufnahme des Pedals wird vom Hersteller mit 39 mA angegeben. Wie beim Vorbild läuft das Gerät mit 22,5 Volt, kann aber dank eines internen Wandlers mit einem Standard-9V-Netzteil betrieben werden. Auch wenn im beigelegten Kärtchen von Batteriebetrieb die Rede ist, ist dieser nicht möglich.

An der rechten und linken Seite findet der Anwender Send- und Return-Buchsen zum Einschleifen externer Effektpedale. In erster Linie vorgesehen sind hier Digital-Delay-Pedale, denen mehr Leben eingehaucht werden soll. Der Hersteller regt dennoch im Manual auf seiner Website an, diese Option beispielsweise auch mit Overdrive-Pedalen auszuprobieren. Auf der Pedal-Oberseite befinden sich lediglich drei Potis, die mit Mix, Repeats und Rec beschriftet wurden und je nach Einsatz unterschiedliche Funktionen übernehmen. Der rechte Fußschalter aktiviert das Pedal, der linke den Einschleifweg und gleichzeitig auch die zusätzlich färbende Boost-Sektion.

Funktionsweise

J. Rockett Audio Designs hatte bei der Entwicklung des Pedals gleich mehrere Ideen im Hinterkopf. Zunächst kann das Pedal als Färber und Booster im Signalweg dienen. Um das Signal zu boosten, wird der Loop des Gerätes ohne die Einbindung externer Pedale hinzugenommen. Aktiviert man das Pedal über den On/Off-Fußschalter, hat dies schon einen dezenten Einfluss auf den Sound. Mehr dazu gleich im Praxisteil. Sobald der Loop aktiv ist, kümmert sich das Mix-Poti um den Ausgangspegel des Signals. Das Rec-Poti sorgt für eine zusätzliche Gain-Struktur inklusive Sättigung und Boost und generiert außerdem einen Treble-Boost.

Schleift man ein externes Delay-Pedal ein, ist es wichtig, dessen Wiederholungen auf das Minimum einzustellen, da es sonst zu einem phasigen Delay-Sound kommt. Um das Originalsignal auszublenden, sollte das externe Delay außerdem über eine Mix-Funktion verfügen. Die Wiederholungen werden anschließend am APE-Pedal über das Repeats-Poti gesteuert, Mix regelt den Anteil des Delays am Signal. Über das Rec-Poti lässt sich das Delay außerdem zusätzlich sättigen und verzerren.

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