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11.01.2017

Interview und Gear-Chat: Marco Möller

Ein Gespräch mit dem facettenreichen Schlagzeuger aus dem Norden

Mit innovativen Grooves, geschmackvollen Sounds und einer beeindruckenden Musikalität glänzt Marco Möller schon seit geraumer Zeit bei einigen der größten Acts der deutschen Musikszene. So war er in den vergangenen Jahren mit Ina Müller und Santiano permanent unterwegs und durch sein perkussives Spiel auch die ideale Ergänzung als zweiter Schlagzeuger auf der MTV Unplugged Tour von Revolverheld.

Doch nicht nur als Live-Drummer ist Marco gefragt. Seine außergewöhnlich kreative Herangehensweise ans Drumming bereichert Studioproduktionen von Andreas Bourani, Bosse, Johannes Oerding, Boy und vielen mehr. Wir trafen den sympathischen Norddeutschen in seinem Hamburger Studio zu einem interessanten Gespräch über seinen Werdegang, den Alltag als Sideman, Wege zum perfekten Drumsound und seine Ziele für die Zukunft.

Marco, du bist ein gefragter Live- und Studio-Drummer. Wo und wann fing das alles für dich an?

Ich komme aus einer kleinen Gemeinde namens Heikendorf, in der Nähe von Kiel. Seit ich denken kann, hat mich das Trommeln fasziniert. Es gibt sogar noch Fotos, auf denen ich als ganz kleiner Junge mit Kochlöffeln spiele. Meine Eltern haben mir dann jedoch kein Schlagzeug, sondern eine Heimorgel geschenkt, ein billiges Teil mit sieben Sounds, auf dem ich dann mit einem Finger Lieder nachgespielt habe. Irgendwann entdeckte ich die Schalter, mit denen man verschiedene Rhythmen abspielen konnte und fand das natürlich viel interessanter. Später haben meine Eltern mir ein besseres Keyboard von Yamaha besorgt, auf dem man mit den Tasten einzelne Rhythmusinstrumente spielen konnte. Ich habe dann angefangen, mir Grooves von Songs rauszuhören und sie mit den Fingern auf dem Keyboard nachgespielt. Mit der Aufnahmefunktion habe ich so Stück für Stück meine Lieblingssongs nachgebaut, erst den Groove und anschließend Bass und Melodie intuitiv nachgespielt. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war ich völlig vom Virus Musik infiziert, bin aber damals noch gar nicht auf die Idee gekommen, mich selbst ans Schlagzeug zu setzen. In der sechsten Klasse konnte man an meiner Schule dann ein sogenanntes Neigungsfach belegen, bei dem ich gemeinsam mit älteren Schülern Musik machen durfte. Als der eigentliche Schlagzeuger einen vorgegebenen Rhythmus nicht spielen konnte, wollte ich das mal probieren. Ich habe mich also ans Schlagzeug gesetzt, und irgendwie hat das direkt geklappt. Auf einmal war ich dort der Schlagzeuger, und von diesem Zeitpunkt an hat sich alles entwickelt. Mit meiner ersten Band habe ich Punkrock gespielt, jedes Wochenende geprobt und mit den Jungs Songs gecovert. Richtig Unterricht habe ich dann erst fünf Jahre später genommen.

Oft ist es ja so, dass man Probleme mit der Handhaltung und der Technik hat, wenn man so lange autodidaktisch gelernt hat. War das bei dir auch so?

Ich habe mit 14 Jahren an der Rock & Pop Schule in Kiel Unterricht genommen, und Tim Engel, der damalige Schlagzeuglehrer, brachte mir in insgesamt vier Jahren sehr viel bei. Natürlich haben wir uns zu Beginn erstmal intensiv den Themen Technik, Rudiments und Orchestrierung gewidmet, aber wir haben auch verschiedene Grooves für unterschiedliche Musikstile und Konzepte für Fills erarbeitet. Tim war es auch, der mir damals den Impuls gab, mich beim Popkurs zu bewerben. Er schlug mir vor, in Hamburg Erfahrungen zu sammeln und zu gucken, ob ich professionell Musik machen will. Außerdem habe ich während dieser Zeit mit einer Popband in Kiel gespielt. Wir hatten einen Plattenvertrag, und auch der A&R der Plattenfirma versuchte, mich für den Popkurs und den Standort Hamburg zu begeistern. Also entschied ich mich für den Kurs und habe es nicht bereut, denn das war eine tolle Spielwiese für mich. Viele der anderen Musiker studierten bereits oder waren sogar schon fertig. Das hat mich alles natürlich total motiviert, und ich bin dann zwischen den beiden Phasen des Kurses nach Hamburg gezogen. Im Rahmen des Popkurses hatte ich dann bei Udo Dahmen, Jost Nickel und Curt Cress hervorragenden Unterricht, der mich extrem weitergebracht hat.

War für dich denn der Weg als Sideman für andere Künstler schon damals klar, oder hattest du nach dem Popkurs ein eigenes Projekt?

Mir war eigentlich ziemlich früh klar, dass ich gar nicht unbedingt mit einer festen Band oder als eigenständiger Künstler meinen Weg gehen will. Ich wollte schon immer im Rahmen der Musik von Songwritern kreativ werden und dazu beitragen, deren Visionen zu verwirklichen. In meinem Popkurs-Jahrgang waren viele, die heute sehr aktiv in der deutschen Musikszene sind. Das waren beispielsweise Sonja Glass von Boy oder Jakob Sinn und Johannes Strate von Revolverheld. Es ist schon interessant, wie sich Jahre später die Wege immer wieder kreuzten und ich dann mit vielen wieder Musik gemacht habe. Für beide Boy-Alben habe ich ein bisschen Drums und Percussion aufgenommen, war bei Johannes Strates Soloprojekt dabei und in letzter Zeit viel mit Revolverheld als zweiter Schlagzeuger bei der MTV Unplugged Tour unterwegs.

Konntest du denn mit dem Umzug nach Hamburg direkt von der Musik leben?

Nein, nicht direkt. Ich hatte das große Glück, dass meine Eltern mich unterstützt haben. Zwischenzeitlich hatte ich in Kiel sieben Bands, weil ich so viel wie möglich spielen wollte und habe dadurch natürlich die Schule total schleifen lassen. Folglich habe ich in der zwölften Klasse die Schule abgebrochen, weil ich lieber früher in die Musikszene eintauchen und mehr lernen wollte, als weiter die Schulbank zu drücken. Meine Eltern haben das akzeptiert und mich auf meinem Weg unterstützt, wofür ich ihnen sehr dankbar bin. Nachdem ich dann in Hamburg angekommen war, fingen hier und da kleine Jobs an, die ich oft mit Sonja Glass am Bass als Rhythmusgruppe gespielt habe. Meine erste wirkliche Tour war dann mit „Der Junge mit der Gitarre“. Danach habe ich einfach weiterhin alles gespielt, was sich ergeben hat, wodurch sehr viele Kontakte zustande kamen. Der erste kleine Hit war „Explain“ von Asher Lane, bei dessen Albumproduktion ich auch weiter Erfahrungen im Studio sammeln konnte. Diese Produktion war für mich auch eine Art Schlüsselmoment, weil ich mich dort zum ersten Mal richtig mit Drumsound im Studio beschäftigt habe. Danach bin ich tief in die Materie eingetaucht und habe mit ein paar Mikrofonen im Proberaum versucht, die Drumsounds meiner Lieblingstrommler auf verschiedenen Songs nachzustellen. Natürlich hatte ich nicht im Ansatz das technische Equipment eines großen Studios, aber man hört ja auch mit wenigen Mikros recht schnell, wie sich ein Drumsound im Studio anhört. Gleichzeitig war das natürlich auch eine super Möglichkeit, sich und sein Spiel zu analysieren, genau die Grooves auszuchecken und zu lernen, wie man möglichst aufnahmedienlich spielt und die interne Dynamik im Griff hat. Eigentlich war das auch die Fortführung der Art und Weise, wie ich damals mit Musik am Keyboard begonnen habe.

War das auch der Startpunkt für deine Studiokarriere?

Zumindest was das eigene Aufnehmen angeht, ja. Ich habe dann in vielen verschiedenen Projekten gespielt und natürlich auch mit den jeweiligen Künstlern aufgenommen. Der Hamburger Produzent Franz Plasa hat mich immer wieder in das Home Studio eingeladen, nachdem wir mit der Künstlerin Mia Diekow und dem Produzenten Philipp Schwär dort Drums aufgenommen hatten. Ich hatte vorher schonmal mit einer anderen Band im Home Drums eingespielt und war natürlich sehr beeindruckt von Franz und der Studiokulisse mit großem Aufnahmeraum und mächtigem Pult. Mit Franz aufzunehmen, ist immer eine tolle Herausforderung. Er geht oft Wege, die am Anfang für mich völlig neu waren. Beispielsweise mikrofoniert er manchmal das Set nur mit ganz wenigen Mikrofonen, komprimiert die Raummikros sehr stark und lässt einen dann mit diesem Sound auf den Ohren einen Song einspielen. Dadurch verändert man natürlich sein Spiel, und er erschafft damit einen ungewöhnlichen Drumsound. Ich wurde durch diese Arbeitsweise auch nochmal in meiner Einstellung bestärkt, dass es keine Regeln für Orchestrierungen und Sounds gibt. Bei Anna Depenbusch habe ich beispielsweise mit einer Schreibmaschine einen Sound erzeugt, den sonst eine Snare erfüllen würde.

Ist deine Experimentierfreudigkeit mittlerweile eine grundsätzliche Einstellung, wie du an Songs im Studio rangehst?

Nicht zwingend. Es gibt ja oft auch Produktionen, bei denen ein Beat gebaut wurde, den man dann als Schlagzeuger mit einem menschlichen Feel nachspielen soll. Bei vielen Songs ist ein normaler Drumset Sound auch super. Nachdem das Grundgerüst eingespielt ist, biete ich aber oft noch Overdubs mit Percussion oder irgendwelchen Sounds an. Die Herangehensweise hängt aber völlig vom Song ab. Mal baue ich einen Loop aus irgendwelchen Dingen, und mal spiele ich einfach „nur“ Drumset. Das hängt ja oft auch vom Zeitplan ab. Wenn es darum geht, an einem Tag sechs Songs einzuspielen, sind den Experimenten und Setup-Veränderungen natürlich Grenzen gesetzt. Wenn ich allerdings Zeit habe und einen Song in meinem Studio aufnehme, experimentiere ich viel herum. Grundsätzlich habe ich gerne mein Equipment bei Sessions dabei. Ich weiß dann einfach, welche Snare welchen Sound macht und dass ich eine Tasche voller verschiedenster Percussion-Instrumente dabei habe, auf die ich zurückgreifen kann. Ich bevorzuge es übrigens auch, die Songs am Tag der Aufnahme das erste Mal zu hören, damit ich dem Impuls der spontanen Inspiration folgen kann. Dann überlege ich mir, welches Setup ich benutze. Vielleicht ist es eine Bassdrum ohne Resonanzfell, Toms mit Tüchern drauf oder eine kleine Jungle Snare, die einen speziellen Sound macht. Ich stelle mir also nach dem ersten Hören den Sound vor und versuche ihn mit meinen Instrumenten, die ich alle sehr gut kenne, bestmöglich umzusetzen. 

Insbesondere im Studio verliebt man sich ja schnell mal in einen Sound oder Groove und die Art und Weise, wie man einen Part des Songs spielt. Hältst du an Sounds oder Grooves im Studio fest, oder bist du generell völlig flexibel?

Ich schlage natürlich erstmal einen Groove in einem Sound vor, der mir passend erscheint. Trotzdem gehe ich aber immer auf Wünsche oder Vorschläge ein, weil ja gerade die Zusammenarbeit sehr inspirierend ist. Ich würde nie sagen, dass etwas falsch ist oder man es so oder so machen muss. Es ist ja gerade das Tolle, dass es keine Regeln gibt. Ich habe auch mal verschiedene Takes eines Songs mit unterschiedlichen Snares aufgenommen, mich total in einen Sound verliebt, der dann jedoch für die finale Version nicht verwendet wurde. Aus heutiger Sicht finde ich aber den Snaresound, der es am Ende geworden ist, tatsächlich viel passender. Es ist aber auch spannend, wenn Produzenten oder Künstler eine ganz klare Vorstellung haben und man die dann gemeinsam umsetzt. Für den Song „Hotel“ von Boy sollte ich beispielsweise den Song nur mit Bassdrum, Snare und Floortom spielen.

Wie viele deiner Einspielungen nimmst du in deinem eigenen Studio auf?

Ich denke, von der Studioarbeit, die ich insgesamt mache, sind es mittlerweile etwa fünfzig Prozent. Ich war aber in den letzten anderthalb Jahren viel mit Revolverheld, Santiano und Ina Müller unterwegs und werde auch in der kommenden Zeit wieder ausgiebig auf Tour sein, was die Studiozeit natürlich ein bisschen einschränkt. Bei Ina Müller ist das aber sehr komfortabel, da sie immer drei Tage am Stück an den Wochenenden spielt und ich dadurch innerhalb der Woche Zeit für andere Projekte habe. Das passt zum Beispiel hervorragend für die Santiano Tour, weil wir dann die Woche über proben können.

Überschneiden sich bei deinen Engagements für Revolverheld, Santiano, Ina Müller und den Aufzeichnungen zu Inas Nacht nicht unglaublich viele Termine?

Das klappte bisher eigentlich ziemlich gut. Bis auf drei, vier Santiano-Gigs und ein paar Revolverheld-Shows konnte ich alles spielen. Die Revolverheld MTV Unplugged Tour kam als letztes, hat sich aber super eingefügt. Ina Müller hat 2016 mit ihren Live-Konzerten eine Pause gemacht, und jetzt, wo es mit der Unplugged Tour vorbei ist, startet sie wieder. Ich bin sehr dankbar, in diesen drei Bands spielen zu dürfen undfreue mich, dass das dann terminlich auch so gut geklappt hat. Trotzdem ist das auch immer ganz schön viel Organisationsarbeit. Gigs spielen, Songs für verschiedene Produktionen raushören, Setups zusammenstellen und die ganzen Termine koordinieren ist wirklich nicht ohne. Das ist zwar ein Luxusproblem, aber kann natürlich auch echt anstrengend werden.

Wenn du angefragt wirst und schon ein Konzert im Kalender stehen hast, zählt für dich dann immer die erste Anfrage?

Ja, normalerweise ist das das Dogma. Allerdings gibt es  auch Situationen, in denen man das mal anders handhabt. Ich spiele beispielsweise bei der Techno-Marching Band „Meute“. Eigentlich war das nur ein Projekt, das wir alle aus Lust und Laune gemacht haben. Dann ging auf einmal das YouTube-Video ziemlich viral ab, und wie aus dem Nichts kamen 70-80 Anfragen für Gigs herein, von denen ich aber nur rund 25 spielen konnte. Dort gibt es aber einen Pool an Musikern, die man fragen kann, weshalb man dann auch mal einen Termin abgeben kann, den man vorher schon zugesagt hatte. Bei größeren Acts wie Ina oder Revolverheld ist aber eine feste Zusage natürlich verbindlich. Ich versuche generell, sehr früh Zeiträume rauszufinden, damit ich alles unter einen Hut bekomme. Oft sind es dann eher die spontanen Sachen, die vielleicht mal nicht klappen.

Du spielst Drums der Edelschmiede Craviotto. Wie kam es dazu?

Meine Helden sind Trommler wie Steve Jordan, Jim Keltner und besonders auch Matt Chamberlain. Neben dem spielerischen Aspekt war mir immer auch der Klang der Drums wichtig. Irgendwann hatte ich die Craviotto Snares mal getestet, war sofort begeistert und habe die Firma anschließend einfach mal kontaktiert. Joe Kenny, der damals Artist Relations Manager war, hat sich direkt gemeldet und war an einer Zusammenarbeit interessiert. Das erste Set, das heute bei mir im Studio steht, ist aus wunderschönen Walnuss-Kesseln in den Größen 22“ x 14“, 13“ x 9“ und 16“ x 14“.

In deinem reichhaltigen Arsenal an Trommeln finden sich neben Vintage Snares auch alte Ludwig Sets. Was macht für dich diese alten Drums so besonders, und wann genau nutzt du sie?

Ich versuche, bei jeder Trommel die besonderen Stärken oder den einzigartigen Charakter mit einer Fellkombination, der Stimmung und teilweise auch spezieller Dämpfung herauszukitzeln. Wenn ich mir dann einen speziellen Sound vorstelle, greife ich zu der jeweiligen Trommel oder dem Drumset und habe schon mal den Grundcharakter des Drumsounds. Ich kategorisiere das aber nicht nach Marken, sondern nach Sounds. Wenn ich einen schrulligen, pappigen Sixties-Sound möchte, habe ich eine kleine, alte Sonor Bassdrum mit Kalbsfellen, die diesen Vibe hervorragend bedient. Den typischen tiefen, nassen Snaresound erreiche ich am besten mit meiner Craviotto Walnuss Snare mit Holzreifen. Dafür klebe ich einen dicken Dämpfungsring auf das Coated Emperor Fell, stimme sie tief und ziehe den Teppich relativ straff an, da er dann wie ein Gate funktioniert. Mit der Trick-Abhebung kann man an der Snare dadurch ziemlich genau die Länge des Sounds einstellen. Auf einem Ludwig Set habe ich die Resonanzfelle abgenommen und Ziegenfelle aufgezogen, die sofort einen ungewöhnlichen Drumsound produzieren. Das ist ein bisschen wie bei Gitarristen, die spezielle Effektgeräte für besondere Sounds haben. Es kann also sein, dass ich bei einer Session fünf Bassdrums mit dabei habe und nur die Bassdrum auswechsle, statt das komplette Set zu ändern, dies aber den Charakter des Drumsounds wesentlich ändert. Oft ist im Studio ja auch die Zeit knapp, und da komplett Felle zu wechseln, nur um einen Sound zu probieren, funktioniert einfach nicht.

Welche Snares benutzt du besonders häufig?

Der Südtiroler Trommelbauer Adrian Kirchler hat in Zusammenarbeit mit Craviotto tolle Metallsnares gebaut. Ich spiele für einen kompakten Snaresound oft eine 14“ x 5,5“ Snare mit einer außergewöhnlichen Kesselkombination aus Kupfer und Messing, mit der ich viele musikalische Situationen bedienen kann. Darüber hinaus habe ich viele verschiedene Trommeln, die jeweils einen bestimmten Charakter repräsentieren. Deshalb habe ich bei Aufnahme-Sessions schon so zwischen zehn und zwölf Snares dabei, weil ja jeder Raum auch immer anders klingt und seinen Teil zum Sound beiträgt. Es passiert auch immer wieder, dass eine Snare in meinem Raum einen hervorragenden Sound macht und im selben Tuning in einem anderen Raum völlig anders klingt. Ich habe aber eine Craviotto Cherry Snare, mit der ich besonders viel live unterwegs bin, weil sie sich im mittleren Tuning gut durchsetzt und trotzdem noch viel Low End hat. Die hat mir bei Revolverheld, Santiano und Ina Müller wirklich tolle Dienste geleistet.

Hast du besondere Ziele für deine Karriere, oder lässt du erstmal alles auf dich zukommen?

Ich bin zunächst einmal unglaublich glücklich und dankbar, das alles erleben zu dürfen. Manchmal sitze ich bei Bands wie Revolverheld, Santiano oder Ina Müller im Tourbus und muss mich regelrecht zwicken, um zu begreifen, dass ich meinen Traum lebe. Ich hoffe natürlich, dass das noch möglichst lange so weitergeht. Parallel strecke ich aber meine Fühler immer nach neuen Herausforderungen aus. Mit der Marching Band „Meute“ werden wir im nächsten Jahr wohl viel außerhalb von Deutschland spielen, und gleichzeitig habe ich auch mit Leuten aus Amerika Kontakt. Ich denke nicht, dass da morgen direkt etwas kommt, aber ich finde es schön, einen Austausch zu haben und auch mal mit Leuten Musik zu machen, die einen ganz anderen Hintergrund haben. Ich mache mir da aber keinen Druck, sondern schaue einfach, was passiert.

Vielen Dank für's Gespräch!

  • Marcos Equipment
  • Drumset: Craviotto Walnut
  • 22“ x 14“ Bassdrum
  • 13“ x 9“ Tom
  • 16“ x 14“ Floortom
  • Snare: 14“ x 5,5“ Craviotto Masters Metal Series Brass Copper Snare
  • Gong Drum: 20“ DW Design Pancake Gong Drum
  • Becken: Istanbul Agop
  • 14“ Agop Signature Hi-Hat
  • 19“ Mel Lewis Crash Ride
  • 26“ Agop Signature Ride
  • 20“ Mantra Crash

Marco Möllers Website: www.marco-moeller.de

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