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22.11.2018

Fun Generation Eco Wood Compact, Case und Rack Serie Test

Transportcases und Racks

Rock ’n’ Roll Reisegruppe

Kaum ein anderes Land ist wirtschaftlich so stark vom Mittelstand geprägt, wie die Bundesrepublik. Kleine und mittlere Betriebe fertigen professionelle Produkte zum entsprechenden Preis. Das gilt auch für die zahlreichen Case-Bauer, von denen es erstaunlich viele in unseren Landen gibt. Sie versorgen Profimusiker und Touring-Betriebe mit perfekt angepassten Flightcases, Racks und Koffern. Auch für den Hobby- und Gelegenheitsmusiker ist eine Transportverpackung für das eigene Equipment eine sinnvolle Anschaffung. Doch oftmals steht der Preis für ein professionelles Case/Rack nicht in passender Relation zum Wert des eigenen Instrumentariums.

Damit auch der budgetorientierte Anwender sein Gear entsprechend beheimaten kann, bietet die Hausmarke „Fun Generation“ des Musikhauses Thomann diverse Transportkoffer und Racks zu günstigen Preisen an. Wir haben uns diese genauer angeschaut.

Details

Nicht wenige Anwender, die in Racks und Cases von Fun Generation zu investieren gedenken, werden wahrscheinlich ihr Equipment selbst von A nach B transportieren. Somit ist die Reise der „Hardware“ unter eigener Verantwortung, was die Testkandidaten deutlich weniger Stress und Belastung aussetzen sollte als im Vergleich zum professionellen Touring-Betrieb. Bei Letzterem werden Cases nicht selten von der Crew und den Local-Hands aus dem Sattelschlepper gezerrt und mit dem Feingefühl einer Abrissbirne zum Einsatzort delegiert.

Um diese Tortur auf Tour zu überstehen, sind professionelle Racks und Cases völlig überdimensioniert, was die verbauten Materialien betrifft. Das hat allerdings auch einen entscheidenden Nachteil: Das Gewicht und die Abmessungen nehmen teilweise schon groteske Dimensionen an, weshalb man die Transportbehausungen von Fun Generation als passenden Gegenentwurf zu den Touring Cases betrachten darf. Schauen wir uns zunächst die 19-Zoll-Racks der Thomann Hausmarke an.    

Fun Generation Eco Wood: Die 19-Zoll-Racks

Gleich sieben verschiedene 19-Zoll-Racks sind unter dem Fun Generation Label im Thomann Online-Shop gelistet. Diese lassen sich in zwei Kategorien unterscheiden. Der Anwender hat die Wahl zwischen der Fun Generation „Rack Eco Wood“ und den „Rack Eco Wood Compact“ Modellen. Diese verfügen bewusst nur über die geringe Nutztiefe von 33 Zentimetern. Das ist für die passende Unterbringung von Drahtlosempfängern oder 19-Zoll-Effektgeräten oftmals völlig ausreichend und verhindert, dass unnötig Platz im Band-Bus belegt wird.

Insgesamt drei dieser Compact-Racks werden angeboten. Die Größen reichen von 2 über 3 bis zu 4 Höheneinheiten. Die Preise sind mit 59,- Euro für das 2-HE-Rack und 79,- Euro für die 4-HE-Variante moderat gewählt. Wer deutlich mehr Nutztiefe benötigt, der greift alternativ zur normalen Version. Mit einer Nutztiefe von gleich 46 Zentimetern lassen sich auch tiefere 19-Zoll-Geräte bestens unterbringen.

Die tiefen „Eco Racks“ sind ebenfalls in 2-, 3-, 4-HE- und in einer 6-HE-Variante erhältlich. Was das Design und die Funktionalität betrifft, so sind „compact“ und „normale“ Versionen identisch, weshalb die folgenden Features sich in beiden Ausführungen wiederfinden lassen. Sämtliche Racks sind Double-Door-Racks. Das bedeutet, sie besitzen abnehmbare Deckel sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite. Als Verschluss kommen – vermutlich aus Kostengründen – keine Butterfly-Mechaniken zum Einsatz, vielmehr wurden durch die Bank Schnappverschlüsse verbaut. Die Rahmen sind mit schwarz lackierten 25-Millimeter-Aluminiumprofilen versehen. Kanten werden durch Kugelecken geschützt. Der Korpus besteht aus grau laminiertem Birkenmultiplex in einer Stärke von 4,4 Millimetern. Die Racks dienen nicht für gruppendynamische Prozesse, da sie nur über einen Koffergriff auf dem Frontdeckel verfügen, weshalb man das Case vorzugsweise allein trägt. Auf der Unterseite sind vier Kunststofffüße angebracht. Das Stapeln mehrerer Racks (ohne vorher die Deckel abnehmen zu müssen) ist somit problemlos möglich.

Ich nehme den Frontdeckel ab und bemerke, dass der Tragegriff von vier Schrauben und einem Flacheisen gehalten wird, was eine solide Konstruktion darstellt. Ebenfalls positiv sind zum einen die stufenlosen Rack-Schienen und die Tatsache, dass jedem Rack ein passender Schraubensatz beiliegt. Wie zu erwarten wurde der Preisklasse entsprechend auf zusätzliche rückseitige Schienen verzichtet. Auf den ersten Blick machen die Fun Generation Racks einen sympathischen Eindruck. Mal schauen, wie die Transportkoffer aus gleichem Hause aufgestellt sind.

Fun Generation Eco Wood: Die Koffer

Koffer eignen sich für den Transport von Equipment, das nicht im genormten 19-Zoll-Format entspricht. Im Grunde lässt sich alles Mögliche in den Fun Generation Koffern transportieren: Flaschenpfand, Merch-Artikel, Werkzeug oder Bühnenkabel. Universell einsetzbar! Fun Generation bietet unterschiedliche Modelle an, insgesamt notiert der Autor sechs an der Zahl, wobei es innerhalb der Fun Generation Eco Wood Cases zwei unterschiedliche Ausführungen gibt. Die Fun Generation Eco Wood Cases Nummer 4, 5 und 6 sind im bekannten Aktenkofferformat ausgeführt. Sprich, man legt diese auf die Rückseite und öffnet den Deckel wie bei einer Aktentasche. 

Die Fun Generation Eco Wood Cases 1, 2 und 3 sind dagegen eher Transportkisten. Diese stellt man auf den Boden und öffnet den Deckel. Letztere eigenen sich besser für größere Objekte, besonders das Eco Case Nummer 3 mit seinen Abmessungen von 67 x 37 x 42 Zentimetern. Allzu schwer sollten diese allerdings nicht sein, denn auch bei den Eco Wood Cases installierte Fun Generation nur einen Tragegriff. Ferner kommen auch hier die von den Racks bekannten Schnappverschlüsse zum Einsatz.

Im Inneren befinden sich logischerweise keine Rack-Schienen, dafür wurde der Holzkorpus mit schwarzem Nadelfilz ausgeschlagen, was Kratzer auf der Oberfläche des empfindlichen Equipments verhindert. Ansonsten ist die Ausstattung der Koffer im Grunde identisch mit den Eco Racks. Es wird das gleiche 4,4 Millimeter starke Multiplex in Kombination mit mattschwarz lackierten Aluminiumprofilen verwendet. Auf der Unterseite finden sich auch die vier bekannten Kunststofffüße wieder.

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