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04.09.2014

Finhol Stompbox Converter Bundle Test

Stompbox mit Converter

Akustik-Groovegenerator

Das Finhol Stompbox Converter Bundle im bonedo-Test  -  Unter dem Namen Finhol verbirgt sich eine sogenannte Beteiligungsgesellschaft, die bereits seit 1993 auf verschiedenen Geschäftsfeldern aktiv ist. Unter anderem gehören dazu auch Musikinstrumente und Zubehör, die exklusiv über das Musikhaus Thomann in Burgebrach vertrieben werden. Dabei konzentriert man sich auf einige wenige Felder vor allem im Percussion-Bereich.

Dazu gehören auch Kickboxen, und die erleben in diesen Tagen einen regelrechten Boom – immer mehr Akustikgitarristen unterstützen ihren Groove mit einem solchen Kästchen. Die digitale Kick Box Mark III von Finhol bestand schon Anfang März 2014 ihren bonedo-Test mit Bravour. Deren beide Sounds Cajon Bass und Bass Drum bieten ein tragfähiges Fundament, auf dem man sich mit seiner Akustikgitarre austoben kann – genau richtig für die Minimalisten unter den Akustikspielern. Für ein breit gefächertes Repertoire (Folk, Latin usw.) und für eine kleine Band haben wir allerdings zusätzliche Sounds vermisst. Mit dem Stompbox Converter Bundle kam uns dann ein neues Tool ins Haus, das mit zehn verschiedenen digitalen Samplesounds eigentlich keine Wünsche mehr offenlassen sollte. 

Details

Das Finhol Stompbox Converter Bundle besteht – wie der Name schon verrät – aus einem digitalen Converter mit insgesamt zehn verschiedenen Sounds und einer analogen Stompbox, die als Trigger fungiert. Darüber hinaus ist auch ein unsymmetrisches Verbindungskabel im Lieferumfang enthalten, das die beiden Einheiten miteinander verbindet. 

Die Kickbox  Das Produkt macht insgesamt einen soliden Eindruck, das keilförmige Gehäuse besteht aus massivem Nussbaum. Eine an der Unterseite verleimte Antirutschmatte verleiht der Trampelkiste die nötige Bodenhaftung, die Trittfläche an der Oberseite soll die Nebengeräusche absorbieren, die mit dem Fuß (zwangsläufig) produziert werden. Die Kickbox kann in der preisgünstigen Basisversion auch ohne Batterie und Netzteil betrieben werden. Über den Ausgang (6,3 mm Klinkenbuchse) findet sie Anschluss an den Converter (s. u.). Unter der Trittfläche befindet sich eine dynamische Mikrofonkapsel als Sensor, die anschlagsdynamisch auf sämtliche Eingaben per Fuß, Stick oder Finger reagiert, der Umfang der Empfindlichkeit wird mit „Sens“ am Converter gesteuert. Auch dazu unten mehr. Die Konstruktion beruht auf einer neuartigen Mikrofonierungs- und Dämpfungstechnik, die der Hersteller als SMD-Technik (Sandwich Midfrequency Damping Technology) bezeichnet. Mit dieser Technologie soll außerdem ein besserer Bass erzielt werden.

Ein Nachteil der Kick Box Basic soll allerdings nicht verschwiegen werden: Das keilförmige Gehäuse sorgt mit seiner gewinkelten Fläche vor allem im Stehen für eine ungünstige Ergonomie und es stellen sich mit der Zeit Ermüdungserscheinungen ein. Die neue flache Trigger Kick Box verspricht hier Abhilfe.

Der Converter

Der Converter (ein digitaler Mikroprozessor) wird zwischen die Finhol Kickbox bzw. ein anderes gängiges Produkt (Shadow Stompin’ Box, Ellis, Logjam, Logarhythm, Petermann usw.) und die Übertragungsanlage geschaltet. An der linken Seite befindet sich die Eingangsbuchse, an der rechten der Monoausgang zum Amp. Ein Schalter wird nicht benötigt, denn der Converter schaltet sich automatisch ein, wenn beide Klinkeneingänge (6,3 mm) belegt sind. Für die Stromversorgung ist wahlweise eine 9V-Blockbatterie oder ein optionales Netzteil zuständig, das allerdings nicht zum Lieferumfang gehört. Der Wechsel der Batterie sollte (rechtzeitig) vor dem Auftritt erfolgen, denn das Lösen der vier Schrauben an der Unterseite nimmt Zeit in Anspruch. Leider wird ihr Status nicht (z. B. per LED) angezeigt, und der Converter geht ziemlich schnell in die Knie. 

Das robuste, quaderförmige Alugehäuse mit den Abmessungen (L) 110 x (B) 60 x (T) 30 mm erinnert auf den ersten Blick an einen herkömmlichen Bodentreter, dem der Schalter abhandengekommen ist. An dieser Stelle muss dann die externe Kickbox einspringen. Mit dem weißen Wahlschalter Sound (links) lassen sich zehn digitale Samplesounds auswählen. Der Dynamikumfang kann mit dem Regler Sens (rechts) komfortabel für Fuß/Sound individuell eingegrenzt werden. Steht der Regler ganz rechts, wird der Dynamikumfang vergrößert. Auch leichte Impulse der Stompbox werden nun zum Verstärker durchgelassen, aber eben auch verhältnismäßig leise übertragen. Steht er ganz links, wird der gleiche leichte Impuls viel lauter ausgegeben. Auf diese Weise können (ungewollte) Unregelmäßigkeiten, die sich beim Spielen mit dem Fuß ergeben, ausgeglichen werden. Soundmäßig hat der Converter einiges in petto. Mit Bassdrum, Hi-Hat und Snare bietet er ein kleines Drum-Set, das sich ein Trio teilen könnte, vorausgesetzt, es stehen drei Einheiten zur Verfügung. Die Bassdrum wird mit drei unterschiedlichen Samplesounds besonders vielseitig repräsentiert und Handclaps bieten sich als Alternative zur Snare an. Kleinpercussion lässt sich homogen in ein kleines Ensemble mit Stimmen, Akustikbass und Akustikgitarre einbinden, denn mit Cajon Bass, Cowbell, Tambourine und Cabasa hat der Hersteller die richtige Auswahl getroffen. Einzig die Claves könnte man vermissen. Schön, dass der Converter auch mit Konkurrenzprodukten kommuniziert und man den Sound gängiger Pickup-(Pattern 1) oder Mikrofon-Stompboxen (Pattern 2) durchreichen (s. o.) kann. Er reagiert übrigens sofort und ohne Zeitverzögerung auf Triggerimpulse.

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