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Test
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12.12.2016

Fender SQ Affinity HSS/Champion BSB Test

E-Gitarren Set mit E-Gitarre, Combo und Zubehör

Start mit Strat

Das Fender SQ Affinity HSS/Champion BSB Set richtet sich vornehmlich an angehende Gitarristen, die den Einstieg in das Gitarrenspielen direkt mit E-Gitarre und Verstärker wagen. Aber auch für diejenigen, die in erster Linie akustische Gitarre spielen und mit einer E-Gitarre in ein weiteres Genre vordringen möchten, ist dieses Starter-Pack eine Option. Der prall gefüllte Karton jedenfalls enthält alles, was man dazu benötigt.

Wie bei allen Starterpacks gilt auch hier, dass der geringe Preis natürlich seinen Teil zur Kaufentscheidung beitragen darf, aber die Qualität trotzdem nicht darunter leiden sollte. Ansonsten bleibt der Spaß nicht nur am Instrument, sondern vielfach auch am Musikmachen recht schnell auf der Strecke. Wir sind gespannt, wie es in dieser Hinsicht bei diesem Fender-Einsteigerset aussieht.

Details

Optik/Verarbeitung:

Neben der Gitarre und dem Verstärker hat Fender außerdem eine Lehr-DVD, ein ansteckbares Stimmgerät, ein Gigbag, zwei Inbusschlüssel zum Einstellen, eine zusätzliche Tremolofeder, Plektren und einen schwarzen Nylongurt beigelegt. Eine üppige Ausstattung, die keine Wünsche offenlässt.

Gitarre:

Bei der Fender Squier handelt es sich um Fenders Dauerbrenner, die Stratocaster oder kurz Strat. Die Gitarre bringt 3111 Gramm auf die Waage und besitzt einen Korpus aus Aghatis, einem Nadelholz, das überwiegend in Australien und Südostasien zu finden ist und bei günstigen Gitarren gern verwendet wird.

Der Korpus ist in Brown-Sunburst lackiert und mit Klarlack versiegelt und schmiegt sich mit seinen typischen Ausfräsungen an Vorder- und Rückseite an den Musiker an.

Auf dem dreilagigen, schwarzen Schlagbrett sind ein Humbucker und zwei Singlecoils eingeschraubt, geregelt werden sie mithilfe eines Volume- und zweier Tone-Regler, die passend zur Optik mit schwarzen, griffigen Kunststoffknöpfen versehen sind. Die bekannten fünf Pickup-Kombinationen werden mit dem entsprechenden Fünfwegschalter angewählt, der ergonomisch gut erreichbar an gewohnter Stelle platziert ist. Sämtliche Elektronik ist, wie bei einer Strat üblich, unter dem Schlagbrett zu finden.

Das mit sechs Schrauben am Korpus fixierte Tremolo liegt bei unserer Testkandidatin auf der Decke auf und ermöglicht nur mit der Bewegung nach unten ein Entspannen der Saiten. Auf Spannung gehalten wird das System mit drei Federn, die rückseitig im entsprechenden Fach zu finden sind. Der schwarze Plastikdeckel besitzt zudem eine Ausfräsung, um die Saiten in den Tremoloblock einfädeln zu können. Der mitgelieferte Tremoloarm wird übrigens eingeschraubt

Auch ein Gurt liegt bei, der an gewohnter Stelle an den Gurtpins befestigt wird, die zum Schutz vor Lackschäden mit Filz unterlegt wurden. Auch die Klinkenbuchse befindet sich wie üblich auf der Vorderseite der Gitarre.

Der Ahornhals ist mit vier Schrauben am Korpus befestigt und sitzt passgenau in der Halstasche. Er ist unlackiert, was ihm ein angenehmes Holzfeeling beschert, allerdings dunkelt er so natürlich auch recht schnell nach. Auf der Rückseite ist auch der sogenannte "Skunk Stripe" zu sehen, bei dem es sich um einen Streifen aus dunklerem Holz handelt, der die Ausfräsung des Halsstabs verschließt.

In das aufgeleimte Griffbrett wurden 21 Medium Jumbo Bünde eingesetzt, und weiße Punkteinlagen im Griffbrett und auch an der Halskante dienen der Orientierung. Die Saiten laufen über einen weißen, 41 mm breiten Kunststoffsattel in Richtung Mechaniken, die D, G, H und e-Saiten werden zudem mit Niederhalter auf die Höhe der Mechanikachsen heruntergedrückt, um die Reibung und somit die Verstimmung zu minimieren. Auch der offene Zugang zum Halsspannstab befindet sich hinter dem Sattel. Die Mechaniken sind allesamt geschlossen und wie auch die restliche Hardware des Instrumentes verchromt. Sie ermöglichen ein präzises Stimmen ohne besonderen Kraftaufwand. Dass die Gitarre eine Mensur von 648 mm besitzt, erklärt sich von selbst, denn dabei handelt es sich um klassischen Fender-Maße.

Die Verarbeitung ist insgesamt gut, grobe Schnitzer sind mir keine aufgefallen.

Verstärker:

Der kleine Combo hört auf den Namen Champion 20 und liefert, wie der Name bereits vermuten lässt, 20 Watt, die er aus einer Transistorendstufe bezieht. Dabei übernimmt ein 1 x 8" Speaker die Schallwandlung, der sich hinter einer silberfarbenen Lautsprecherbespannung versteckt. Transportfreundliche 5,4 Kilo fallen beim Tragen am Kunststoffgriff ins Gewicht, der Amp ist hinten offen und steht sicher auf vier Gummifüßen. Mit 326 x 350 x 191 mm (HxBxT) ist er auch in seinen Abmessungen ausgesprochen handlich. Als Bezug hat Fender schwarzes Vinyl gewählt, das an den Kanten von verchromten Schonern geschützt wird. Der Netzanschluss findet sich an der Rückseite, direkt daneben der An/Aus-Schalter. Während die Rückseite nicht mit weiteren Anschluss- oder Schaltmöglichkeiten aufwarten kann, zeigt sich die Bedienfläche an der Front relativ reichhaltig bestückt.

Los geht es ganz links mit Gain- und Volume-Poti. Deren Aufgabe dürfte allgemein bekannt sein, spannender wird es rechts daneben mit dem Voice-Poti. Mit diesem lassen sich vier verschiedenen Amp-Sektionen anwählen, die zudem jeweils mit drei Kanälen versehen sind. Angezeigt werden diese von drei unterschiedlichen LED-Farben - macht summa summarum zwölf (12!) Sounds. Das ist nicht von schlechten Eltern, aber natürlich werden sie sich im Praxistest auch in Sachen Klang und Leistung unserem strengen Ohr stellen müssen.

Bei den angebotenen Modeling-Amps handelt es sich um :

  • Tweed Bassmann (rot)
  • Tweed Deluxe (grün)
  • Tweed Champ (orange)
  • ´65 Twin- Amp (rot)
  • ´65 Deluxe (grün)
  • ´65 Princeton (orange)
  • 60s British (rot)
  • 70s British (grün)
  • 80s British (orange)
  • Super- Sonic (rot)
  • 90s Metal (grün)
  • 2000 Metal (orange)

Die Klangregelung wartet mit Bass und Treble auf, und ein FX Select Regler erlaubt Zugriff auf eine gut ausgestattete Effektsektion, die wie die Amp-Simulationen auch im nächst größeren Modell, dem Champion 40, zu finden ist:

  • Reverb & Chorus
  • Reverb Hall
  • Reverb Spring
  • Chorus Fast Sweep
  • Chorus Deep Sweep
  • Flanger
  • Delay Slapback
  • Delay Long
  • Delay & Reverb
  • Touch Wah
  • Vibrato
  • Tremolo

Alle Achtung! Mit dieser Ausstattung bleibt kaum ein Wunsch offen. Ein mit FX-Level beschriftetes Poti regelt das Mischungsverhältnis zwischen Direkt- und Effektsound. Damit die Delayzeiten und auch die Modulationsraten eingestellt werden können, steht zudem noch ein mit Tap bezeichneter Schalter bereit. Zwei Miniklinken-Buchsen für den Anschluss eines Audio-Players und eines Kopfhörers gehören ebenfalls zur Ausstattung. Einen Effekteinschleifweg sucht man vergeblich, was ich aber nicht weiter tragisch finde, denn der Combo ist ja reichlich mit Effekten bestückt. Die Verarbeitung der in Indonesien hergestellten Gitarre und des Amps ist gut und bietet keinerlei Anlass zur Kritik.

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