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Test
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12.09.2016

Evans EMAD, EMAD2 und EMAD Heavyweight Bassdrum Felle Test

Bassdrum-Felle

Mehr Wumms für die Basstrommel

Satt, punchy und knackig soll sie klingen, die Bassdrum, Fußpauke, Buffe, Dicke Bertha oder wie auch immer wir die große Trommel nennen, die die Hosenbeine unserer Bandkollegen zum Flattern bringen soll. Dabei spielt der Durchmesser natürlich eine entscheidende Rolle, ebenso wie die Kesseltiefe, aber ein mindestens genau so wichtiger Faktor – und das trifft auch auf alle anderen Trommeln des Drumsets zu – sind die Felle. Gab es in früheren Zeiten lediglich simple einschichtige und zweilagige Varianten für die Bassdrum, so ist das Angebot heutzutage um ein Vielfaches gewachsen.      

Nicht weniger als 22 unterschiedliche Bassdrum-Felle hat alleine Evans als einer der beiden größten Fellhersteller im Programm, darunter die ewigen Klassiker Hydraulic Blue – mittlerweile auch in anderen Farben erhältlich –, die G1 und G2 Felle, die EQ2/3/4 und GMAD Felle, und als umfangreichste Linie die EMAD Varianten, erhältlich in ein- oder zweilagiger Ausführung und mit unterschiedlichen Oberflächen. Das charakteristische Merkmal, das alle Varianten vereint, ist der auf der Außenseite aufgebrachte Dämpfungsmechanismus, der verschiedene Klangabstufungen ermöglicht. Wir sind der Sache für euch auf den Grund gegangen.

Details

Zum Testen erhielt ich von der Meinl Distribution fünf 22“ EMAD (Externally Mounted Adjustable Damping) Varianten, darunter die einlagigen Versionen in transparent, schwarz (Onyx) und weiß sowie die doppellagigen EMAD Heavyweight und EMAD2 Felle. Es gibt noch ein weiteres EMAD Fell in der neuen Calftone Serie, das Bestandteil eines separaten Tests wird.

Der Clou der EMAD Felle liegt im variablen Dämpfungssystem

Alle EMAD Felle verfügen über das charakteristische, auf der Außenseite aufgeklebte schwarze Kunststoffprofil, in das jeweils zwei verschiedene sechs Millimeter starke Dämpfungsringe aus Schaumstoff mit zwei oder vier Zentimeter Breite absolut passgenau und ohne einen Millimeter Luft zwischen Ring und Fell eingeschoben werden können. Zwecks Erhöhung der Lebensdauer liegt jedem Fell ein aufklebbares EQ Patch bei, welches an der Aufschlagfläche des Schlägels für erhöhte Stabilität sorgt. Die U-förmigen und an der Außenseite nach innen abgewinkelten Aluringe, in denen die Felle mit Hilfe von Epoxidharz eingeklebt werden, sind an den Nahtstellen verlötet. Ein chromfarbener Klebestreifen dient dazu, die Nahtstelle zu kaschieren. Das alles sieht sehr sauber und ordentlich aus und bietet keinerlei Anlass zur Beanstandung. 

Hier kommt ein Video mit allen Modellen im direkten Vergleich:

 

Dank verschiedener Fellstärken gibt es für jeden Spielertypen das passende Fell

Die Kunststoffprofile zur Befestigung der Dämpfungsringe sind nicht direkt aufs Fell geklebt, sondern mit einer hauchdünnen, dämpfenden Unterlage versehen, welche der Entwicklung von Nebengeräuschen entgegen wirken soll. Alle vorliegenden Felle tragen übrigens den „Level 360“-Aufdruck, der auf eine besondere Form des Fellkragens hinweist, welche für einen besseren Kontakt zur Kesselgratung sorgen soll.

So viel zu den Gemeinsamkeiten, nun zu den Unterschieden. Kräftigster Vertreter der Testrunde ist das EMAD Heavyweight Fell, welches aus zwei transparenten Polyesterschichten mit jeweils 10 mil (0,254 Millimeter) Stärke aufgebaut ist. Ähnlich konstruiert ist das EMAD2 Fell, bei dem es allerdings die äußere Lage nur auf 7 mil (0,178 Millimeter) bringt. Das einlagige EMAD Fell in klarer Ausführung ist mit einer 10 mil Folie ausgestattet, ebenso wie die EMAD Felle in weiß und schwarz, die gekennzeichnet sind durch eine auf der Außenseite aufgetragene, leicht aufgeraute Beschichtung. Abgesehen von der Optik sind diese beiden Felle identisch aufgebaut. 

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