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13.11.2019

Emvoice One: Ersetzt dieses Plug-in euren Lead Sänger?

Ihr sucht nach einem neuen Lead Sänger für eure Band? Dann checkt doch mal Emvoice One (wir berichteten schon einmal hier über die kostenlose Version). Der Entwickler verspricht: dieses Plug-in ist der realistischste Vocal Synthesizer der Welt! Und das will etwas heißen. Emvoice nutzt anstatt vorab aufgenommener Phrasen oder Physical Modelling echte Vocal Samples, die in einzelne Laute unterteilt wurden. Ist das vielleicht der Durchbruch der Vocal Synthese?

Emvoice One ist ein Vocal Synthesizer

Oh ihr armen Sänger! Jetzt wird es hart für euch. Denn jetzt gibt es mit Emvoice One laut Hersteller einen wirklich „echten“ Lead Sänger in Plug-in Form. Und der soll genau das singen, was ihr vorgebt. Natürlich in eurer ausgedachten Melodie. Das Plug-in ist sicherlich auch eine Erleichterung für Produzenten, die nicht auf die Schnelle auf einen Fundus professioneller Sänger zurückgreifen können. Aber ist es auch wirklich so gut?

Samples lernen singen

Eigentlich eine tolle Sache werden viele jetzt denken. Gesang in den eigenen Songs und ganz ohne Sänger-Akquise. Sehr schön! Leider seid ihr in der ersten Version des Plug-ins noch ziemlich eingeschränkt. Denn hier müsst ihr nämlich mit der weiblichen Stimme Lucy arbeiten. Die Technik dahinter ist sehr komplex. Hier wurden Aufnahmen der echten „Lucy“ auf die granulare Ebene herunter gebrochen. Diese werden dann live, zur vorgegebenen Tonhöhe und Timing passend in Gesangslinien gewandelt. Und das klingt wirklich erstaunlich gut.

Einen Haken hat das Ganze. Denn es spielt sich in einer Art Cloud ab. Also euer Studiorechner sollte mit dem Internet verbunden und euer Netz dementsprechend schnell sein. Das könnte sicherlich ein „No-go“-Kriterium für einige Interessenten sein. Wobei die meisten Audiorechner heutzutage sicherlich ständig im Netzwerk hängen. Wie findet ihr diese neue Technologie? Und würdet ihr das jetzt so einsetzen?

Preise und Daten

Emvoice One erhaltet ihr auf der Internetseite des Herstellers zum Preis von 200 US-Dollar (zuzüglich Steuern). Hier ist die erste Stimme „Lucy“ im Paket enthalten. Das Plug-in läuft auf macOS 10.13 oder höher und Windows als VST, VST3 und AU. Eine AAX-Version soll folgen. Eine eingeschränkte Demoversion sowie ein PDF-Benutzerhandbuch gibt es ebenso auf der Website des Herstellers.

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