Gitarre Hersteller_EMMA_Electronic
Test
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20.09.2013

Emma DB-1 DiscumBOBulator Test

Envelope Filtereffekt für E-Gitarre/Bass

Top-Bob!

Der Emma DiscumBOBulator im bonedo-Test - Und wieder einmal hat sich ein Effektgerät des kreativen Herstellers Emma aus unserem Nachbarland Dänemark im bonedo-Testlabor eingefunden. Diverse seiner Geschwister gaben sich bereits die Ehre, und bei ihnen haben wir gelernt, dass nicht nur die Namensgebung mit zur kreativsten in der Branche gehört, sondern sich auch die inneren Werte durchaus sehen lassen können.

Diesmal haben wir ein Envelope-Filter zu Besuch, der auf den Namen DiscumBOBulator hört. Diese Effektgattung, die auch unter dem Namen Funk-Machine oder Auto-Wah bekannt ist, erzeugt eine Art Wah-Effekt, der über die Anschlagsstärke der Gitarre gesteuert wird. Man kann also quaken und funken, ohne die berühmte Wah-Wade zu strapazieren. Wie funky der DiscumBOBulator quakt, werdet ihr im folgenden Test erfahren.

Details

Gehäuse/Optik

Wie die anderen Emma-Pedale ist auch der DiscumBOBulator in einem schlichten Standard-Druckgussgehäuse der Größe B mit den Maßen 94 x 124 x 49 mm (B x T x H) zu Hause. Das Gehäuse ist unlackiert, lediglich die Oberseite ist inklusive Beschriftung orangefarben beklebt und beherbergt wie gewohnt die benötigten Regler und Schalter. Die Ausstattung beim Envelope-Filter ist recht überschaubar, drei schwarze Regler, ein Kippschalter, die Status-LED und der obligatorische Fußschalter stehen für den Funkysound zur Verfügung. Regler und Schalter sind von guter Qualität und man kann schon vorab eine lange Lebensdauer prognostizieren, auch bei hartem Bühneneinsatz. Der DiscumBOBulator ist wie alle anderen Emmas mit einem "Untrue-Bypass" ausgestattet, einer hochwertigen Buffer Bypass-Schaltung, die auch bei längeren Kabelwegen das Signal stabil hält.

Die Stromversorgung läuft entweder über ein Standard 9V-Netzteil oder über eine 9V-Batterie, die im Inneren des Gehäuses platziert wird. Zum Wechsel muss allerdings die Bodenplatte abgeschraubt werden, was leider etwas umständlich ist und beim Gig kostbare Zeit raubt. Die Buchse für ein Netzteil findet man an der Front zwischen Ein- und Ausgangsbuchse. Neben der Kurzbeschreibung mit vier Einstellvorschlägen befindet sich in der Verpackung auch noch eine große Gummifläche für die Unterseite, die man nach Bedarf aufkleben kann, um dem Pedal stabilen Halt auf glatten Oberflächen zu geben. Wenn man das gute Stück ins Pedalboard schraubt, ist die Gummierung selbstverständlich nicht notwendig.

Bedienung

Der Name unseres Kandidaten leitet sich wohl aus dem englischen Begriff ´discombobulated´ ab, der mit verwirrt oder durcheinander übersetzt wird. Laut Hersteller erzeugt das Pedal auch einen "Bob-Sound", und damit war der Name DiscumBOBulator mit großem BOB eindeutig gerechtfertigt. Zum Einstellen des Sounds stehen drei Regler zur Verfügung: Mit Sensitivity wird die Stärke des Signals justiert, das entscheidend ist, um den Filtereffekt zu triggern. Width regelt die Bandbreite des Filters und mit Attack wird eingestellt, wie schnell der Filter reagieren soll. Für die kürzeste Reaktionszeit muss der Regler auf Rechtsanschlag stehen.

Mit dem kleinen Kippschalter kann der Filtermodus zwischen Up und Down gewählt werden. Das ist prinzipiell mit einer Wah-Pedalbewegung zu vergleichen, nimmt man Up, wird das Pedal praktisch nach unten gedrückt, der Klang wird höher, deshalb die Bezeichnung Up. Bei Down ist genau das Gegenteil der Fall. Da in unserem Fall hören besser ist als lesen, wollen wir den Bob jetzt aus dem Sack lassen und uns in die Praxis stürzen.

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