Gitarre Hersteller_Electro-Harmonix
Test
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21.09.2020

Praxis

Für den Praxischeck hängt das Oceans 12 zunächst im Stereo FX-Loop meines Line 6 HX Stomp Amp-Modelers. Die Gitarre meiner Wahl ist eine Stratocaster. Wir starten mit einer Bestandsaufnahme der verfügbaren 12 Reverb-Modi. Das Pre-Delay-Poti drehe ich dafür komplett zurück, alle anderen Potis zeigen auf 12 Uhr. Nur im Dyna- und Auto-Inf-Mode passe ich die Einstellungen an, um den Effekt besser hörbar zu machen. Für einen besseren Überblick zu allen im Test verwendeten Einstellungen lohnt es sich, das Video zu schauen.

Wie man gut hören kann, bietet das Pedal viele Klangfarben und Schattierungen und sorgt mit diversen Modulationen für atmosphärische Sounds. Was die Klangqualität anbetrifft, können mich dennoch einige Modi nicht so recht überzeugen. So wirkt die Spring-Reverb-Simulation beispielsweise nicht besonders authentisch. Dafür ist die Oktaver- und Shimmer-Fraktion wiederum sehr gelungen und setzt mehrstimmige Spielweisen sauber um. Sobald man anfängt, zwei Reverb-Algorithmen miteinander zu kombinieren, spielt die angesprochene Kritik zur Authentizität einzelner Modi aber nur noch eine untergeordnete Rolle. Denn wie sich schnell zeigt, lassen sich hier wirklich interessante und eindrucksvolle Klangwolken erschaffen. Ähnlich wie beim EHX Grand Canyon fällt auch beim Oceans 12 die Bedienung etwas fummelig aus. Auf der Bühne dürften die Einstellungen zudem eher schlecht abzulesen sein. Da der angewählte Reverb aber dauerhaft blinkt, behält man aber ansonsten beim Bearbeiten stets den Überblick.

Hier kommen ein paar Eindrücke mit unterschiedlichen Effektkombinationen, Gitarren- und Amp-Einstellungen.

Leider haben wir Gitarristen in unserem musikalischen Alltag eher selten die Möglichkeit, in Stereo "aufzutrumpfen". Selbstverständlich kann man das Pedal aber auch in einem einfachen Mono-Setup einsetzen. Auch wenn die Option, zwei Räume miteinander zu kombinieren, hier weniger imposant wirkt, lassen sich in diesem Setting ebenfalls spannende Sounds kreieren. Zum Abschluss sollen ein paar weitere Beispiele in Mono nicht fehlen.

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