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Test
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21.02.2018

Electro Harmonix Deluxe Memory Man TapTempo (TT) 550 und 1100 Test

Analoger Delay-Effekt

An die Eimer, fertig, los!

Electro Harmonix ist bekannt für seine vielen analogen Bodentreter. Der Memory Man ist dabei ein klassisches Eimer-Ketten-Delay, wobei es das in zwei ziemlich identischen Ausführungen gibt, welche sich eben nur in der maximalen Delay-Zeit und damit dem Preis unterscheiden.

Allgemeines

Das Electro Harmonix, kurz EHX, Deluxe Memory Man TT1100 und TT550 sind sogenannte Delay-Boden-Effektgeräte, ursprünglich für Gitarristen gedacht und damit auch nur mono. Das heißt aber nicht, dass man sie nicht auch mit Synths und anderen alternativen Quellen verbinden könnte. 

Das TT in den Namen steht übrigens für Tap-Tempo und legt nahe, dass das Tempo auch eingeklopft bzw. -getreten werden kann – recht praktisch bei einem Delay. Die Ziffern im Namen wiederum verraten die maximale Delay-Zeit, welche jeweils 550 ms und 1100 ms beträgt. Letztere ist für ein analoges Delay durchaus bemerkenswert – und erklärt auch den deutlichen Preisunterschied von 270 zu 390 Euro.

Hochwertige Verarbeitung

Beide Modelle stecken in einer robusten Metallhülle, haben vier Taster und sechs Potis. Die Drehregler sind recht groß, greifen sich vorzüglich und bieten auch ausreichend Platz untereinander. Die Pedale sind damit auch verhältnismäßig groß (120 x 145 x 64 mm) und mit 600 Gramm auch entsprechend schwer.

Klassische Parameter

Die Pedale verfügen über die klassischen Parameter, als da wären – von rechts nach links – DELAY-(Time), (Delay)-FEEDBACK, (Modulation)-DEPTH, (Modulation)-RATE, GAIN und BLEND. 

Mit der Delay-Time wird der Abstand der Wiederholungen eingestellt, mit dem Feedback die Anzahl der Wiederholungen. Der Modulation-Depth stellt ein, wie stark das Delay moduliert wird, die Rate wiederum bestimmt die Schnelligkeit. Es findet hier aber keine Modulation der Tonhöhe, sondern der Delay-Zeit statt!Mit Gain wird die Eingangslautstärke angepasst und mit Blend wird das Delay dem trockenen Signal hinzugemischt. Ein ganz traditionelles Delay eben.

TAP-TEMPO und -DIVIDE verleihen dem Ganzen allerdings einen modernen Touch und machen das präzise Syncen leichter. Der EXP-MODE Taster wiederum legt die Funktion eines eventuell angeschlossenen Expression-Pedals fest.

Üppige Anschlüsse

Jedes der Pedale hat einen Ausgang und auch einen Eingang. Letzterer ist dank seiner hohen Aussteuerung-Reserven auch für heißere Signale wie die von einem Synth geeignet, ohne dass das Pedal überfahren wird. Weiterhin findet sich ein Anschluss für ein externes Expression-Pedal, um Echtzeitkontrolle über Blend, Rate, Depth, Feedback der Delay zu erhalten – also im Prinzip über alle verfügbaren Parameter. 

Hinzu kommt ein recht seltener Send/Return-Verbund, sodass noch weitere Effekte in den Delay-Loop gehängt werden können – beispielsweise bietet sich hier ein zusätzlicher Pitch-Effekt an: So wird dann jede einzelne Wiederholung des Delays mit jeder Wiederholung erneut gepitcht.

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