Gitarre Hersteller_Electro-Harmonix
Test
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14.08.2018

Electro Harmonix 95000 Performance Looper Test

Looper Pedal

XXL-Looper

Der Electro Harmonix 95000 Performance Looper bietet sechs Mono-Spuren sowie eine Stereo-Mixdown-Spur pro Loop und zählt damit zweifelsohne zu den aufwendigsten Looper-Pedalen, die sich momentan auf dem Markt tummeln. Aufgenommen wird das Material dabei auf einer Micro-SD-Karte, was bei den 16 GB des mitgelieferten Speichers einer Aufnahmezeit von 375 Minuten entspricht.

Ein erster Blick auf die Anschluss- und Kontrollmöglichkeiten des 95000 Performance Loopers verspricht ebenfalls einige Optionen. Der Preis für dieses Exemplar ist allerdings auch nicht von schlechten Eltern. Wir haben uns das Looper-Flaggschiff der New Yorker für euch genauer angeschaut.

Details

Design/Zubehör:

Electro Harmonix hat seinem Pedal eine mehrseitige, ausführliche und detailliert gestaltete Bedienungsanleitung im DIN-A4-Format beigelegt, in die es sich angesichts der vielen angebotenen Optionen definitiv lohnt, einen Blick zu werfen. Wie von EHX gewohnt, ist außerdem ein Netzteil im Lieferumfang enthalten. Die Stromaufnahme des Geräts liegt bei 400 mA. Der 95000 Performance Looper fällt bei seinem Funktionsumfang verständlicherweise etwas ausladender aus und kommt mit den Maßen von 320 x 150 x 65 mm. Dank seines Metallgehäuses macht das Gerät dabei einen stabilen und gut verarbeiteten Eindruck.

Anschlüsse:

Sämtliche Anschlüsse des Pedals sind an der Stirnseite untergebracht. Hier findet sich neben dem Netzteileingang auch der Micro-SD-Kartenslot, in dem bereits die mitgelieferte 16-GB-Karte steckt. Verbunden werden kann das Pedal außerdem auch per USB mit einem Rechner. Weiterhin können fast alle Funktionen des Pedals per MIDI gesteuert werden, was ohne Frage eine Besonderheit darstellt. Aber auch ein Expression-Pedalanschluss hat EHX diesem Looper spendiert.

Ausgegeben werden die Signale über einen Monitor und einen Kopfhörerausgang, sowie über zwei Ausgänge für Stereoanwendungen. Neben einem Aux In finden sich die beiden Kombibuchsen, die mit Mikrofonen, Line- und Instrumentensignalen bestückt werden können. Auch Kondensatormikrofone sind dank verfügbarer Phantomspeisung ebenfalls willkommen.

Bedienelemente und Funktionen:

Die Fußschalterleiste auf der Oberseite des Pedals wurde erfreulicherweise angewinkelt, sodass der Anwender nicht so schnell Gefahr läuft, mit dem Fuß versehentlich die weiteren Kontrolleinheiten zu berühren. Mit sechs Fußschaltern kann die jeweilige Spur angewählt (Track), eine Aufnahme rückgängig gemacht (Undo), die Aufnahme aktiviert und das Material gestoppt oder abgespielt werden. Außerdem lassen sich hier die gespeicherten Loop-Bänke abrufen. Und das übrigens auch beim Abspielen, was einen nahtlosen Übergang zwischen verschiedenen Loop-Szenarien ermöglicht.

Der komplette Loop wird auf einer Bank gelöscht, wenn man Undo- und Track-Button gemeinsam gedrückt hält. Hält man dagegen nur den Track-Button länger gedrückt, wird die jeweils aktivierte Mono-Spur gelöscht. Es ist dabei übrigens auch möglich, über beide Inputs eine Stereoaufnahme zu aktivieren. Außerdem lassen sich, wie bei einem einfachen Looper auch, mehrere Aufnahmen auf einem Track erstellen. Wie sich die Lautstärkeverhältnisse im aufgenommenen Material verhalten, kann ebenfalls konfiguriert werden.

Für die Eingangssignale, die einzelnen Spuren und auch für den Mixdown-Kanal steht je ein Volume-Fader zur Verfügung. Das direkte Ausgangssignal sowie die einzelnen sechs Mono-Tracks können außerdem mit einem Panning-Poti im Stereopanorama links und rechts verteilt werden. Die beiden Eingänge lassen sich zudem vorab in ihrer Eingangsempfindlichkeit justieren.

Auf Höhe des kleinen Displays zur Anzeige verschiedener Parameter wurden diverse Potis untergebracht, mit denen die Lautstärken des Metronoms, des Kopfhörers und Master-Levels gesteuert werden. Weiterhin lassen sich über ein Value-Poti Parameter anpassen, die mit dem Page-Button zuvor angewählt werden. Weitere Optionen, die das Pedal über diverse Buttons bietet, sind eine Reverse- und eine Quantisierungsfunktion, die das aufgenommene Material mit dem angewählten Clicktrack synchronisiert. Außerdem kann die Abspielgeschwindigkeit inklusive einer Tonhöhen-Range über zwei Oktaven eingestellt werden und Tap-Tempo sowie eine Punch-In/Out-Recordingfunktion stehen ebenfalls bereit. Hält man den Page-Schalter zudem länger gedrückt, lassen sich weitere Parameter in einem zweiten Untermenü anwählen. Hierzu zählen beispielsweise Optionen zum Clicktrack oder zur Abstimmung einer zusätzlichen Fade-Out-Funktion.

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