Hersteller_Electro-Harmonix Gitarre
Test
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25.02.2013

Electro-Harmonix 44 Magnum und 22 Caliber Test

E-Gitarren-Amp im Pedalformat

Scharfe Waffen

Electro Harmonix 44 Magnum und 22 Caliber Pedal-Amps für Gitarre im bonedo-Test - Während der Bassist schon länger ein 800 Watt Topteil locker im Rucksack mit sich trägt, will diese Technologie bei uns Gitarristen noch nicht so richtig Einzug halten. Seit Jahrzehnten wird alles, was mit Elektronik zu tun hat, immer kleiner und leistungsfähiger, aber wir sind nach wie vor in unsere massigen  Röhrenboliden vernarrt. Zugegeben, den einen oder anderen neidischen Blick auf die Kollegen der Tieftonfraktion gibt es schon, und den geheimen Wunsch, dass es zumindest zu den Proben mit der Schlepperei ein Ende hat, kann kaum einer verleugnen.

Für genau solche Einsatzbereiche, für die man eigentlich nur Pedalboard und Instrument braucht, hat Mike Matthews, seines Zeichens  Electro Harmonix Mastermind, zwei kleine Teile mit extrem großem Sound geschaffen. Dabei handelt es sich um Amps im Pedalformat mit 22 und 44 Watt Leistung, scharfe Waffen mit den Namen 22 Caliber und 44 Magnum. Aber was leisten die beiden und können sie vielleicht sogar über den Proberaum hinaus beeindrucken?

Details

4,5 Gramm pro Watt

Wenn das keine Ansage ist: Ein Amp, der gerade einmal so viel wiegt wie sein Netzteil, nämlich ganze 200 Gramm! Die beiden Kraftwerke in Pedalform sind absolut identisch in Form und Ausstattung, lediglich in der Leistung unterscheiden sie sich. Entsprechend ihrer Namen leistet der 22 Caliber 22 Watt und der 44 Magnum das Doppelte. Sie kommen in dem gleichen Standard-Druckgussgehäuse mit den vier rutschfesten Gummifüßen, in dem auch die Masse der übrigen kleinen EHX-Pedale beheimatet ist (65 x 110 x 50 mm B x T x H). Es ist unlackiert und lediglich die Oberseite trägt einen farbigen Aufkleber mit der Beschriftung für die Bedienelemente. Mit diesen Gehäusen von der Stange kann natürlich viel Geld in der Produktion gespart werden, was sich im Laden in einem recht niedriger Preis niederschlägt. Der 22 Caliber liegt deutlich unter der Hunderter-Grenze, der große Bruder unter 150 Euro. Am Preis gibt's also nichts zu meckern.

Nicht falsch verkabeln!

Die Eingangsbuchse befindet sich wie üblich an der rechten Seite, der Ausgang links. Wichtig: Bei Letzterem handelt es sich um einen Lautsprecherausgang, an den eine Box mit 8-16 Ω gehört, und keinesfalls der Eingang eines Gitarrenverstärkers! Die beiden Testkandidaten sind Power Amps, die den Vorverstärker komplett überfahren würden.

Volume-Regler und Bright/Normal-Switch

Damit unsere kleinen Kisten auch das leisten können, was sie vorgeben, bringen sie ihre eigene Stromversorgung mit, denn 9 Volt reichen hier nicht aus. So verlangt der 44 Magnum nach 24 Volt und der 22 Caliber wird von einem 18 Volt Adapter gespeist. Selbstverständlich ist das jeweilige Netzteil im Lieferumfang enthalten und den entsprechenden Anschluss findet man an der Front. Die Power Amps kommen mit zwei Bedienelementen aus, einem Volume-Regler und einem Schalter, der die Klangfarbe von ´Normal´ auf ´Bright´ wechselt. In der Mitte finden wir außerdem die Kontroll-LED, die den Betriebsstatus anzeigt. Sobald das Gerät an die Stromzufuhr angeschlossen wird, ist es eingeschaltet, einen separaten Schalter hat man sich gespart, aber der ist auch nicht nötig. Man sollte allerdings die Verbindung zum Lautsprecher vor dem Einschalten sicherstellen.

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