Bass
Test
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01.06.2011

EBS Fafner II Topteil Test

Transistor-Top

Drachenpower für den Basser

Intro

Ein bekanntes Sprichwort meint, dass man nur eine einzige Chance habe, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Und auch Psychologen behaupten, dass die ersten 30 Sekunden darüber entscheiden, welche Meinung sich ein Mensch von seinem Gegenüber bildet. Übertragen auf unser Genre bedeutet dies, dass bei einer Live-Show der Anfang ohne Zweifel einer der wichtigsten Momente des Abends ist, denn er stellt die Weichen für die Grundstimmung im Publikum und für den weiteren Verlauf der Darbietung.

Als Anfang der 90er Jahre auf der Frankfurter Musikmesse eine kleine Firma erstmals in Deutschland ihre Produkte vorstellte, fiel umgehend deren einprägsames Design in‘s Auge. Das Marketing stimmte: Man wollte unbedingt wissen, was es mit diesen Kisten mit weißem Schriftzug und dem „blauen Band der Sympathie“ auf grauem Untergrund auf sich hatte. Und der Auskunft mangelte es nicht an Selbstbewußtsein: „Das beste Bass-Equipment der Welt! EBS! Schweden!“

EBS war die junge Firma der beiden schwedischen Bassisten Bo Engberg und Mats Kristoffersson, die sich das Ziel gesetzt hatten, ihre Bassverstärker und Effektgeräte auf dem heiß umkämpften Weltmarkt zu etablieren. Dabei lautete die Prämisse, dass die Geräte auf höchstem Qualitätsniveau im eigenen Land gefertigt werden sollten. Über 20 Jahre später wissen wir, dass es EBS tatsächlich geschafft hat, zu einer festen Größe in der Bassistenwelt heranzureifen, zu einem Global Player in unserem kleinen, aber liebevollen Business voller verrückter Enthusiasten.

Der Fafner war 1995 das erste EBS-Hybrid-Topteil mit Röhrenvorstufe und 600 Watt Mosfet-Endstufe. Der Name entstammt der nordischen Mythologie und gehört zu einem Drachen, der einen kostbaren Goldschatz hütete. 2010 erhielt der „Hüter des Goldes“ ein komplettes Facelifting mit radikal erneuertem Vorstufendesign und wurde auf der NAMM mit Lobeshymnen überschüttet. Die Ankunft des neuen Fafner II beim Handel ließ allerdings bis Dezember 2010 auf sich warten. Wir haben ihn nun unter die Lupe genommen und wollen herausfinden, wie viel Feuer in diesem Drachen tatsächlich steckt.

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