Bass Workshop_Folge
Workshop
7
22.07.2015

Die Tricks der Studiobassisten #6: Slap 1 Bass-Workshop / Mark King-Style

Crashkurs Bass - Slap-Basslines online lernen

Workshopreihe: „Die Tricks der Studiobassisten“

Wie ihr inzwischen mitbekommen habt, ist unser Produzent noch etwas unschlüssig, welche Stilistik er genau für seine Akkordfolge haben möchte, daher machen wir gerade so mit dem Anbieten verschiedenster Stilistiken weiter und widmen uns nun der für den Bass so beliebten Slaptechnik.

Dafür habe ich zwei Workshopeinheiten vorgesehen und beginne mit einer Slapline im Stile von Mark King. King hat mit seinem sehr eigenen Stil und Sound seit den 1980er-Jahren ganze Generationen von Bassisten geprägt - wer seinen Namen noch nicht gehört hat, dem sei unbedingt empfohlen, sich Kings Band LEVEL 42 anzuhören! Meine Basslinie habe ich übrigens im Prinzip von deren Song "Hot Water" vom "True Colours"-Album aus dem Jahr 1984 adaptiert.

Die Akkordfolge sieht hierbei folgendermaßen aus:

| C | Am | Fmaj7 | Dm7 | G7 |

Ein paar Erklärungen zur Notation sind hierbei noch wichtig:

Die gekreuzten Notenköpfe sind sogenannte "Deadnotes". Dabei wird mit der Schlaghand normal gespielt (bzw. in diesem Falle geslappt) und dabei mit der Greifhand abgedämpft. Wichtig ist, möglichst viele Finger der Greifhand zu verwenden, um das Entstehen von Flageolett-Tönen zu vermeiden.

"T" steht für "thumb" (= Daumen), also einer geslappten Note, und "P" steht für "plug" oder "pop", also dem Anreißen der Saiten mit dem Zeige- oder Mittelfinger der Schlaghand.

"HO" bedeutet "Hammer-On", wobei man einen Ton anspielt und den nächsten nur mit dem Finger der Greifhand erzeugt, indem der Finger auf die Saite hämmert - Schnellkraft ist hier übrigens entscheidender als Druck!

"PO" bedeutet "Pull-Off" - hier passiert genau das Gegenteil: Ich spiele den ersten Ton an und den nächsten ziehe ich wieder nur mit dem Finger der Greifhand ab.

Eine Besonderheit verbirgt sich beim letzten Ton (D) im vierten Takt: das ist ein quasi freier "LH", also ein "Left-Hand-Hammer-On", der gespielt wird, ohne vorher einen anderen Ton mit der Schlaghand angespielt zu haben. In der Tabulatur seht ihr, wo ich dabei die Töne setze.

Um an den typischen Mark King-Sound einigermaßen heranzukommen, verwende ich meinen Marleaux Consat 5 NT , der mit seinem Hifi-artigen Sound etwas mehr in diese Richtung geht als ein Jazz Bass. Ich verwende beide Tonabnehmer mit einem Mittencut bei 1 kHz, einem Bassboost bei 80 Hz und einem Trebleboost bei 10 kHz.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Grooven und Experimentieren!

Euer SAMY

 

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