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21.05.2021

Denon Professional DN-202 Bundle Test

Funkstreckensystem

Kabellose Funkübertragung von Denon

Je älter man wird, desto mehr freut man sich über jedes Kabel, das man nicht notwendigerweise verlegen muss. Zudem gibt es auch Locations, wo man die Kabelwege nicht frei wählen kann, weil ein Notausgang oder andere Hindernisse im Weg sind. Was tun, wenn man weiter entfernte Boxen mit Signal versorgen möchte? Die Firma Denon Professional hat mit dem DN-202 Bundle eine passende Antwort parat!

Das Bundle besteht aus einem Sender DN-202WT und dem Empfänger DN-202WR. Mit diesen Geräten funkt die Summe vom DJ-Pult oder FoH-Mixer an entfernt stehende Aktivboxen, Ampracks oder andere Abnehmer. Mittlerweile gibt es eine recht große Auswahl solcher Stereosender. Wie die meisten so nutzt auch das Denon-Bundle den anmeldefreien 2.4-GHz-Bereich für die Audioübertragung. Dort tummeln sich je nach Umgebung auch andere Gerätschaften, was im ungünstigsten Fall die Übertragung stören kann.

Ob sich das in der tatsächlichen Funk-Performance niederschlägt, testen wir im Praxisteil. Das kompakte Funkset geht im Bundle (Sender + Empfänger) für gerade mal 245,– Euro über die Ladentheke. Stellt sich die Frage: Ein gutes Angebot oder doch das Geld in lange NF-Kabel investieren?

Details

Sender und Empfänger kommen in schlichten, separaten Kartons. Der Lieferumfang für beide Geräte ist identisch: die Hardware, ein gedrucktes Manual in mehreren Sprachen und ein externes Steckernetzteil. Die Antennen sind nicht wie bei manchen Produkten von Mitbewerbern annehmbar. Schaumstoff- oder Styroporecken zum Transportschutz benötigt die Hardware nicht. Als ich die Hardware aus den Kartons berge, wird schnell klar, in puncto Robustheit lässt Denon bei dem DN-202 Bundle nichts anbrennen. Schauen wir uns zunächst den Sender an.

Denon DN-202WT

Das Gehäuse des Senders Denon DN-202WT entspricht in Größe und Gewicht einer DI-Box. Es ist komplett aus Stahl gefertigt und lackiert in der Tontechnikertrendfarbe „matt-schwarz“. Es liegen zwar keinen Rack-Winkel für einen Einbau bei, dafür verfügt das Gehäuse über Montageleisten, mit denen sich die Hardware an einer Wand oder anderen Punkten festschrauben lässt. Ideal für eine Installation. Die Bedienelemente sind klar getrennt. Die Vorderseite gehört vollständig der Signalverwaltung. Den Anfang machen die nicht abschraubbare Antenne und die Pair-Taste samt der dazugehörigen Status-LED. Die Pair-Taste stellt die Verbindung zum Empfänger Denon DN-202WR her. Rechts daneben befindet sich ein Taster, der das Eingangssignal von Stereo auf Dual-Mono umschaltet.

Zwei Peak-LEDs (L/R) zeigen an, falls der Sender mit einem zu hohem Eingangssignal angefahren wird. Sehr gut! Letztes Ausstattungsdetail der Vorderseite ist die Netzteilbuchse. Der Stecker sitzt zwar recht fest, lässt sich aber weder verriegeln noch bietet das Gehäuse eine Zugentlastung. Schade. Kommen wir zur Rückseite. Diese ist exklusiv reserviert für die zu sendenden Audiosignale. Der Anwender hat die Wahl zwischen zwei symmetrischen XLR-Buchsen oder zwei unsymmetrischen 6.3-mm-Klinkenbuchsen.

Denon DN-202WR

Es dürfte kaum überraschen, dass der Empfänger Denon DN-202WR in weiten Teilen identisch mit dem Denon-Sender ist. Die Unterschiede sind schnell aufgezählt. Anstelle das Mono/Stereo-Tasters des Senders sitzt beim Empfänger ein Volume/Level-Poti, das die Ausgangslautstärke regelt. Von „aus“ bis 0 dB“ reicht der Regelweg. Damit ist klar, dass der DN-202WR das ankommende Signal nicht verstärken, sondern nur abschwächen kann. Somit sollte man stets ein Auge darauf haben, dass der Sender stets mit genügend Pegel angefahren wird. Natürlich sind die XLR-Buchsen in der Male-Variante ausgeführt, ansonsten ist die Ausstattung identisch mit dem Denon DN-202WT.

2.4 GHz oder 5.8 GHz?

Wie bereits in der Einleitung beschrieben, so funkt das Denon Bundle im 2.4-GHz-Bereich. Das bietet Vor- und Nachteile. Der 5.8-GHz-Bereich bietet eine höhere Bandbreite, verfügt aber auch über eine geringere Reichweite. Faustformel: Je höher die Frequenz, desto kürzer die Reichweite. Dafür ist der 5.8-GHz-Bereich weniger anfällig für Störungen, da sich hier in der Regel wesentlich wenigere Gerätschafften tummeln als im 2.4-GHz-Bereich. Dieser schafft es dagegen auch mal durch eine Trockenbauwand zu funken, während die Durchdringung von Objekten mit 5.8 GHz deutlich schwächer ist. Einen eindeutigen Siegerbereich kann man demnach nicht ausmachen.

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