Test
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30.04.2019

Denon DN-350MP Test

19-Zoll-Multimediaplayer mit integriertem Mono-Verstärker

In Zeiten, in denen die CD immer mehr an Bedeutung verliert, ist es gar nicht mehr so abwegig, dass Hersteller in ihrer Hardware auf Laufwerke dafür verzichten. Denon Professional macht das zum Beispiel bei dem für diesen Test vorliegenden DN-350MP. Wo sonst ein CD-Laufwerk stecken würde, befindet sich hier der Platz für die Ablage von Smartphone, MP3-Spieler oder Festplatte. Die könnte über den integrierten USB-Port angeschlossen werden – natürlich geht auch ein USB-Stick, ansonsten gibt es Bluetooth und einen Aux für externe Klangquellen. Während das CD-Laufwerk „ausradiert“ wurde, ist ein Mono-Verstärker mit Euroblock-Anschlüssen in das 19-Zoll-Gerät eingebaut worden. Sehr praktisch für einfache Festinstallationen, denn auf weitere Hardware kann so unter Umständen verzichtet werden. 

Details

Verpackung und Lieferumfang

Fest verpackt im einfach gehaltenen Karton befindet sich der Denon DN-350MP. Schaumstoff sichert den Player vor Stößen und eine Folie vor Feuchtigkeit. Im Lieferumfang befindet sich das Gerät selbst, die zugehörige Fernbedienung, zwei Funkantennen für Bluetooth-Empfang (eine mit Verlängerung, eine ohne), zwei Rack-Montagewinkel (auch als Rack-Ohren bekannt), Euroblock-Anschlüsse für den internen Verstärker, ein Stereo-Cinch-Kabel, das Kaltgerätestromkabel und zu guter Letzt eine Anleitung, Sicherheitshinweise und Garantieinformationen.

Optischer Eindruck

Rack-Geräte haben ja genormte Größen, so ist das auch bei diesem Vertreter. Bei 19 Zoll ergibt sich eine Breite von 483 mm inklusive der montierten Rack-Ohren. Die Tiefe kann durchaus sehr unterschiedlich ausfallen, hier kommen moderate 347 mm zusammen. Die Höhe ist mit 44 mm bemessen, was einer Höheneinheit, also 1 HE, gleichkommt. Die Verarbeitung wirkt solide, was mit großer Sicherheit auch an dem verhältnismäßig hohen Gewicht von 4,1 kg liegt. Das wird nicht nur an dem in Schwarz lackierten Metallgehäuse liegen, sondern auch an den Komponenten im Inneren, speziell die Teile des Verstärkers.   

Frontseite

Gehen wir mal die Vorderseite der Reihe nach durch: Da sitzt zunächst einmal der Power-Schalter auf der linken Seite. Darüber freue ich mich bei Rack-Gerätschaften immer sehr, denn es ist einfach eine Unart, die auf der Rückseite zu verstauen. Da wo bei vielen anderen Playern jetzt das Laufwerk für CDs zu finden wäre, sehe ich hier eine „Bucht“ von ungefähr 120 mm Länge und 25 mm Höhe. Diese ist für das Verstauen eines Smartphones oder MP3-Players angelegt. Alternativ kann ich mir hier auch eine kleine USB-Festplatte vorstellen.

Rechts daneben entdecke ich ein paar Buttons und einen Push-Encoder. Zunächst „Pairing“ – zuständig für das Koppeln über Bluetooth (das entsprechende Symbol ist auf diesen kleinen Button gedruckt). Danach „Source“ für das Umschalten der Signalquelle. Dann folgen zwei Druckschalter für Vor- und Zurückspulen, ein Button für Stop und ein weiterer für Play/Pause. Der Push-Drehknopf ist für die Menüführung vorgesehen und wird darunter von dem „Menu“-Taster begleitet. Außerdem sehe ich in diesem Bereich unterhalb der Bedienelemente zwei USB-Ports. Der eine ist für Medien zuständig, der andere für das Aufladen von Smartphone und Konsorten. Weiterhin gibt es hier einen Aux-Eingang für 3,5 mm Stereo-Klinkenstecker.

Ein LC-Display mit blau leuchtender Schrift schließt die Front des DN-350MP ab. Von vorne betrachtet sieht alles sehr schick und hochwertig aus. Das liegt nicht nur an der Optik des gebürsteten, schwarz lackierten Metalls, sondern auch an dem „Feeling“ der fest sitzenden Bedienelemente. 

Rückseite und Anschlüsse

Da fange ich diesmal rechts an und spare mir den interessantesten Teil für den Schluss auf. Zunächst gibt es da die Buchse für das beiliegende Kaltgerätekabel. Dann folgt eine BNC-Buchse im, die für den Anschluss einer Antenne gedacht ist. Damit wird aber nicht Radio empfangen, sondern lediglich das Bluetooth-Signal. Für die Ausgänge sorgen Cinch-Buchsen und Anschlüsse für symmetrische XLR-Stecker. Jetzt wird es interessant, weil nicht unbedingt üblich: Für den eingebauten 60 Watt Mono-Verstärker gibt es einen Euroblock mit dem entsprechenden Verstärkerausgang für 4 Ohm, 70 V und 100 V. Ein Lautstärkeregler begleitet die Verstärkerabteilung, außerdem sitzt hier ein kleiner Switch, der den Amplifier ein- und ausschaltet. Damit jetzt keine Missverständnisse aufkommen: Über die Cinch-/XLR-Ausgänge kann man wie bei den meisten Mediaplayern üblich rausgehen, der Mono-Verstärker mit Euroblock ist speziell für feste Installationen in Galerien, Bistros und allen weiteren öffentlichen Räumen gedacht.

Oberseite, Unterseite

Jetzt guck ich mir mal kurz die Oberseite an. Da sehe ich zwei mal eine Reihe von Luftschlitzen  – die ersten direkt auf Höhe der Bedienelemente und dann am hinteren rechten Ende, wo der Verstärker sitzt. Die Unterseite ist eher unspektakulär. Füße sind nicht vorhanden, was bei einem Rack-Gerät nicht ungewöhnlich ist. Sonst gibt es hier außer weiteren Luftschlitzen nichts Aufregendes zu sehen. Bitte gehen Sie weiter!

Fernbedienung

Die Fernbedienung ist sehr übersichtlich gestaltet. Die Folientasten sind hier in sieben Reihen unterteilt und in insgesamt vier Blöcken zusammengefasst. Oben gibt es grundlegende Funktionen: Mute, Display und Time. Den nächsten Block nimmt die Auswahl für die drei Audio-Quellen ein. Mit neun Druckknöpfen ist die Abteilung zum Abspielen der umfangreichste Bereich. Neben den obligatorischen Buttons wie Play, Pause, Vor- und Zurück-Spulen beziehungsweise Skippen gibt es noch Repeat und Random zum Ändern der Abspielmodi. Die verbleibenden sechs Knöpfe navigieren durch die Ordner von verbundenen USB-Medien. Strom bekommt die schwarze Kunststoffbedienung über eine bereits installierte Knopfzelle, die mit einem Plastikstreifen bis zum Erstgebrauch vor Energieverlust gesichert ist. So schön flach, klein und überschaubar die Fernbedienung auch ist, richtig warm werde ich damit nicht. Warum, erkläre ich in dem jetzt folgenden Praxisteil.

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