Test
5
03.04.2019

Praxis

Beim Einbau macht es sich positiv bemerkbar, dass die Anschlussbuchsen etwa 1,5 HE vertieft zum Mixer Abschluss finden. Das spart Höhe im Rack ein und man hat  bei einem Horizontal- oder Schlitteneinbau im Kombirack gut Platz für Kabel. Und davon kann man wirklich viele stecken. Ich verbinde den Testkandidaten also mit ein paar Zuspielern und dem Soundsystem. DAP-Audio hat beispielsweise mit dem TCD-100BT einen Rack-Player im Sortiment, der satte drei Playouts (Bluetooth, Tuner und CD-Out) sein Eigen nennt, womit man natürlich schon ein paar Fliegen mit einer Klappe schlagen kann.

Da die Gain-Regelung dazu noch (bis 10 dB Boost) hinten statt oben stattfinden muss, läuft man nicht so schnell Gefahr, dass versehentlich oder aber von technisch weniger versierten Personen etwas verstellt wird. Das Ausgangssignal, welches über eine Monoschaltung verfügt, kann hinten um plus/minus 10 dB variiert werden.

Das Mischfeld offeriert pro Kanal zwei Schalterstellungen. Channel 1, 2 und 5 haben wie auf dem Backpanel-Bild zu sehen, allerdings nur einen rückseitigen Stereo-Cinch-Input. Kanal 1 und 2 sind folglich zum Einspielen von USB-Port 1 und 2 bestimmt. An Kanal 5 liegt der Aux-Eingang an. Hier gibt es noch eine Taste, um den Pegel beim Anschluss schwächerer Smartphones oder MP3-Player anzuheben.

Über die rückseitigen Encoder kann auch gleich für die Displays am Pult eingestellt werden, was genau an dem Kanal anliegt. Mögliche Einstellungen sind CD 1, CD 2, TUNER, DVD, TV, BEAMER, PC1, PC2, DJ, AREA 2, AUX 1, AUX 2 – damit hat DAP schon reichlich viel abgedeckt, was man auf der Piste oder lokal benötigen könnte und damit ginge eine mögliche Einweisung Dritter auch leichter vonstatten. Das ist natürlich auch von Vorteil, wenn man eine bestimmte Quelle in eine bestimmte Zone senden möchte. Ändern lassen sich die Labels indes nicht.

Im Gegensatz zu manchem Konkurrenten weist der DAP-Audio keine dedizierten PFL-Vorhörtaster pro Kanal auf. Stattdessen gibt es einen Channel Select-Regler, mit dem sich die Einzelkanäle und der Master A und B auf den Kopfhörer schicken lassen, der über eine 6,3 mm Klinkenbuchse Anschluss findet. Der Kopfhörerausgang liefert ein transparentes und lautes Signal.

Für die Klanganpassung ist beim DAP-Audio ein +/-12 dB Dreiband-EQ, der bei 80 Hz, 1 kHz und 12 kHz ansetzt, verantwortlich. Beim Equalizing fällt mir dann auf, dass einige Knobs doch noch etwas schwergängiger sind als ihre Kommilitonen, das sollte sich im Laufe der Zeit aber eigentlich legen. Beim Pegelabgleich unterstützen einen in jedem Kanal zehnschrittige LED-Ketten (-24 / +12) . Dazu verbaut DAP-Audio für die Master-Outputs je zwei ampelfarbene, 15-schtittige, von -30 bis + 15 dB reichende Master-LED-Ketten. Die 60 mm langen Channelfader laufen leichtfüßig über die Leiterbahn, einen frei zuweisbaren Crossfader gibt es bei diesem Gerät nicht. Schade, er hätte nicht geschadet.

An den Mikrofonkanälen steht ebenfalls ein Dreibänder zur Verfügung, nur sind hier die Frequenzen anders gewählt, denn sie setzen bei 120 Hz, 800 Hz und 5 kHz an. Für die separat in der Lautstärke anpassbaren Mikrofonkanäle gibt es on-top eine Talkover-Schaltung, ein Reverb und natürlich den obligatorischen Einschaltknopf. Wer also als DJ, Moderator, Entertainer oder sonstiger Akteur etwas zu sagen hat, am DAP-Audio 7.2 soll es nicht liegen.

Jedes der anliegenden Signale kann entweder auf den Ausgang Master 1 oder Master 2 oder auch beide ausgespielt werden. Zwei Tippschalter legen das Routing fest. Die Tasten, die diese Aufgabe übernehmen, sind statusmeldend hell orange beleuchtet. Funktional. Allerdings sind mir die Kappen beim Anti-Fingerabdruck-Reinigen der Bedienoberfläche mit dem Tuch oftmals aus der Halterung gesprungen. Nicht so toll.

USB-Schnittstellen

Ein besonderes Highlight beim DAP-Audio 7.2 sind die beiden, je 2-In/2-Outs zur Verfügung stellenden, integrierten 48 kHz / 16 Bit USB-Schnittstellen. Damit lassen sich gleich zwei Computer anschließen. So kann einer beispielsweise fest installiert sein und ein weiterer Port für den Gast-DJ, Entertainer oder DJ-Teams mit je einem eigenen Rechner frei bleiben. Ein klein wenig wackelig ist der Steckkontakt allerdings. Außerdem könnten die Anschlüsse mit einer geeigneten DJ-Software zum Steuern von zwei DJ-Decks genutzt werden. Und natürlich kann man auch mit einem Computer das Summensignal mitschneiden, was im Test störfrei funktionierte.

2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare