Test
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23.09.2018

British Drum Company Legend Schlagzeug Test

Dreiteiliger Kesselsatz

Premier League

Vor drei Jahren wurde die British Drum Company gegründet. Mit einer Mischung aus kompetenten Trommelbauern und trommelbegeisterten Investoren im Hintergrund macht man sich seitdem auf, Schlagzeugbau „Made in England“ im größeren Stil aus der Traufe zu heben. Neben der Fertigung der Kessel mittels Kaltpressen am Standort England sticht auch das eigenständige Hardware Design ins Auge. 

Alle angebotenen Modelle des bisher erfreulich übersichtlichen Katalogs sind durchweg in der oberen Preisklasse angesiedelt. Ob die Legend Kessel der internationalen Konkurrenz Paroli bieten können, erkunden wir jetzt

Details

Das Legend Set gibt es in insgesamt acht Konfiguration zu erstehen. Wir haben eine klassischen Dreiteiler mit 22“ x 16“ großer Bassdrum, einem 12“ x 08“ Tom und einem 16“ x 16“ großen Floortom für diesen Test erhalten. Die Legend Serie ist aber relativ breit aufgestellt, insgesamt stehen vier Bassdrums zwischen 18 und 24 Zoll zur Auswahl, alle jeweils 16 Zoll tief, dazu gibt es sechs Racktoms und drei Floortoms, zwei 14“ Snares und sogar drei Gong Drums, die allesamt auch einzeln dazu gekauft werden können. Damit sollte vom kleinen Jazz Set bis zur großen Progressive Metal Ballerburg allen Ansprüchen genüge getan werden. Seit nicht allzu langer Zeit bietet British Drum Company neben den bisherigen matt gebeizten Oberflächen und Furnieren auch vier Hochglanzlackierungen an. Unser Test-Set hat die Farbe Piccadilly White. Die makellose und sehr hochwertig ausgeführte Lackierung bezieht auch die Bassdrum-Spannreifen mit ein, nur die Außenkanten der Reifen sind naturbelassen, was in meinen Augen sehr schick wirkt.

Hardware im Art Deco Design

Alle Anbauteile an den Kesseln sind gummiunterlegt. Neben den im Art Deco Style gehaltenen Einzelspannböckchen sind die passend dazu designten Halterungen für die drei Floortom-Beine mitsamt Memory Clamps sowie die identisch gestaltete Halterung am kleinen Tom ein echter Hingucker. Beim Tomhalter handelt es sich um eine Standardklammer mit Kugelgelenk, die an einem Beckenständer befestigt wird. Die Bassdrum ist ungebohrt, aktuell sind aber Bassdrum-Kessel mit Aufnahmevorrichtung für einen Doppeltomhalter für die Legend Serie in Planung. Auf den Toms sind gewöhnliche, zweifach geflanschte Stahlspannreifen in 2,3 Millimeter Stärke montiert. 

Birkenkessel im Vintage Style

Werfen wir mal einen Blick unter die Haube, denn der lohnt sich absolut. British Drum Company verbaut bei der Legend Serie zehn Lagen skandinavische Birke. Die sechs Millimeter starken Kessel werden oben und unten von zwei Lagen Verstärkungsringen flankiert. Alle Kessel sind fein geschliffen und versiegelt und mit einem Papieretikett versehen, welches die Cold Pressed Shell Technology und den Produktionsstandort England bezeugt. Die Auflagekante für die Felle erfolgt sehr weit außen auf der Gratung und fällt dann in einem 45-Grad-Winkel nach innen ab. Dieses lässt einen lebendigen und obertonreichen Klangcharakter erwarten.

Bei der Befellung des Legend Sets gibt es keine Überraschungen. Wie auch schon beim vor einiger Zeit getesteten Lounge Set finden sich klare und beschichtete (Schlagseite) Remo Ambassador Felle auf den Toms. Die Bassdrum ist mit einem klaren Powerstroke 3 Fell und einem nicht vorgedämpften und ungelochten Ambassador Smooth White Resonanzfell bestückt. Sämtliche Felle tragen das British Drum Company Logo. Eine Sache wundert mich angesichts der Preisklasse dann aber doch ein wenig: Die Bassdrum hat keinen Spannreifenschutz im Lieferumfang. Abgesehen von der Tomhalterung, den drei Floortom-Beinen und einem Stimmschlüssel ist kein weiteres Zubehör im Karton zu finden.

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