Gitarre Hersteller_Boss
Test
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21.12.2017

Boss Katana Mini Test

Modeling Combo-Verstärker für E-Gitarre

Junior-Chef

Der Boss Katana Mini ist ein kleiner Combo-Amp für E-Gitarre des japanische Kult-Effektgeräteherstellers, der mit der Katana-Serie eine Reihe von Topteilen und Combos in unterschiedlichen Ausstattungs- und Leistungsklassen anbietet. Dabei handelt es sich um Transistorverstärker, die zumindest in den größeren Varianten mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis aufwarten können, wie unser Test von Katana 50 und Katana 100 zeigte.

Der Boss Katana Mini ist der Kleinste im Bunde und entsprechend kompakt, und weil er seine Energie auch aus Batterien beziehen kann, taugt er zumindest auf dem Papier nicht nur zum Üben zuhause, sondern will auch unterwegs genutzt werden. Der folgende Test wird zeigen, wozu er mit seinen 7 Watt imstande ist.

Details

Optik/Verarbeitung:

Das Gehäuse des Katana Mini besteht vollständig aus Kunststoff und vermittelt einen robusten Eindruck. Mit seinem Abmessungen von 230 mm x 116 mm x 181 mm und einem Gewicht von 1010 Gramm ohne Batterien fällt er ausgesprochen kompakt aus, also perfekt für die anvisierten Einsatzgebiete im heimischen Wohnzimmer oder für die steckdosenfreie Performance außerhalb. Dank eines starren Kunststoff-Tragegriffs an der Oberseite lässt er sich komfortabel transportieren und ruht, einmal abgestellt, auf vier kleinen Gummifüßen.

Die Rückseite des vollkommen in schwarz gehaltenen Gehäuses bietet einen Schnellverschluss zum Einlegen der sechs mitgelieferten AA-Batterien, die laut Hersteller einen Betrieb von runden sieben Stunden ermöglichen, mit 2.500 MA-starken Ni-MH-Akkus runde neun Stunden. Aber auch Netzteilbetrieb ist möglich, allerdings liegt kein Adapter im Karton bei. Der Katana begnügt sich aber mit einem Standard 9-Volt Gleichstrom-Netzteil, wie es auch von den allermeisten Effektpedalen verlangt wird, und das sollte sich in jedem halbwegs gutsortierten Musikerhaushalt finden. Die entsprechende Buchse ist ebenfalls an der Rückseite zu finden. Und wo wir gerade die Rückseite erkunden, entdecke ich noch einen Aux-In sowie einen Phones-Out, auf dem ein frequenzkorrigiertes Signal anliegt. Beide benötigen Stereo-Mini-Klinken.

Die Vorderseite ist schwarz bespannt, dahinter ein 1 x 4" Lautsprecher, der die sieben Watt der Endstufe an die Außenwelt weitergibt. Wird der Kopfhöreranschluss belegt, schaltet sich der Lautsprecher ab, was natürlich Sinn macht.

Die Bedienfläche des kleinen Combos befindet sich auf der Oberseite und bietet allerlei Regelmöglichkeiten. Los geht es mit der Eingangsbuchse auf der linken Seite, direkt daneben befindet sich der Gain-Regler, der, wie alle anderen Potis auch, einen griffigen Kunststoffknopf besitzt, der mit einem weißen Skalenstrich ein Ablesen der exakten Reglerstellung auch aus der Entfernung ermöglicht.

Die Lautstärke lässt sich mit dem Volume-Poti justieren und ein kleiner Kippschalter bietet die Anwahl dreier Amp-Charakteristiken, die mit Brown, Crunch und Clean beschriftet sind. Die Klangregelung aus einem analogen Dreiband-Equalizer justiert Bass, Middle und Treble. Zusätzlich hat man dem Katana Mini ein Delay spendiert, das sich mit Time und Level regeln lässt und ein Tape-Echo emulieren soll.

Alle Regler lassen sich ausgesprochen geschmeidig bedienen und ermöglichen ein präzises Anwählen. Fehlt eigentlich nur noch der Power-Schalter, der mit einer roten LED gekoppelt ist, die den aktiven Betriebszustand anzeigt.

Die Verarbeitung des in China gefertigten Verstärkers ist, wie von Boss nicht anders zu erwarten, ohne Fehl und Tadel.

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