Gitarre
Test
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28.02.2018

Bose S1 Pro Test

Aktive Klein-PA mit Akku-Option

Aufstellen und losspielen

In der S1 Pro kombiniert die Firma Bose die tragbaren Lautsprecher ihrer Consumer-Linie mit den hauseigenen Pro-Audio-Produkten. Die äußerst handliche und nur sieben Kilogramm schwere  All-in-one-PA bietet einen Dreikanal-Mischer, einen Hall-Prozessor, Bluetooth-Streaming und den Bose-typischen ToneMatch-DSP für Mikrofone und Hi-Z-Instrumente. Wir sind auf die Performance des Winzlings gespannt.

Details

Im übersichtlichen 33 x 24,1 x 28,6 Zentimeter großen Polypropylen-Gehäuse befinden sich ein Sechs-Zoll-Basslautsprecher und die im Spatial-Dispersion-Verfahren angeordneten drei 2,25-Zoll -Hochtöner. Spatial Dispersion soll die optimale Verbreitung des Sounds im Raum gewährleisten und gleichzeitig Feedbacks bei der Mikrofonbenutzung vermeiden.

Unter dem stylishen Frontgitter leuchtet unten rechts dezent die blaue Betriebs-LED. Oben gibt es zwei Bassreflexöffnungen, die Hochtöner sind mittig vor dem Basslautsprecher angebracht. Die Box erlaubt vier Aufstellmöglichkeiten, für die jeweils ein optimiertes Master-EQ-Preset existiert. Die Presets werden automatisch aufgerufen. Vorgesehen sind die Aufstellung als Desktop, schräg auf dem Boden, seitlich abgelegt als klassischer Monitorwedge oder auf einem Boxenständer als PA.

Elektronik

Da Bose wie gewohnt kaum technische Daten veröffentlicht, können wir nur beschreiben, was wir sehen und im Praxistest später hören. Die großen Volume-Regler des Dreikanal-Mixers sind gut erreichbar an der linken Seite eingelassen und in der Mittelstellung gerastert. Wird die S1 Pro als Monitor verwendet, haben wir direkten Zugriff von oben auf die Regler. Pro Kanal informiert eine zweifarbige LED über anliegende Signale und Clipping.

Eingänge 1 und 2 besitzen Kombibuchsen für Mikrofon, Hi-Z und Line-Pegel. Für Hi-Z und Mikrofone lässt sich ein Preset des ToneMatch wählen, für Line-Signale ist es abgeschaltet. Ein Zweiband-EQ und ein Reverb runden das Programm ab. Der dritte Kanal kann über die Aux-Miniklinke oder per Bluetooth versorgt werden. Eine Klangregelung gibt es hier nicht. An der Klinkenbuchse des Line Outs lässt sich das gemischte, monosummierte Signal abgreifen.

Das Schaltnetzteil (Kaltgerätebuchse) verträgt Spannungen von 100 – 240V bei 50/60 Hz, die Leistungsaufnahme beziffert Bose mit 150 Watt. An die Schmelzsicherung kommen wir nur, wenn wir das Gehäuse öffnen. Neben den Positionen „An“ und „Aus“ gibt es am Netzschalter eine Schnell-Ladestellung für den optionalen 25-V-Lithium-Ionen-Akku. Er findet in einem Fach unter der Box Platz.

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