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01.03.2021

Bose L1 Pro32 SUB1 Tonematch Bundle

Bose L1 Pro32 + SUB1 Portables Line Array System mit Bluetooth

The Tower Of Power

Mit dem L1 Pro32 SUB1 ToneMatch Bundle bietet die Firma Bose ein Komplettpaket, bestehend aus dem L1 Pro32 Line-Array System, dem aktiven SUB1 Subwoofer und dem digitalen T8S-ToneMatch Mixer. Portable Line-Array-Systeme oder auch Säulensysteme erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Vorbei sind die Zeiten, in denen mindestens ein Kleintransporter zur Beförderung der PA herhalten musste, um die Leute vor der Bühne her ordentlich durchzurütteln.

Mit zwei 480 Watt Class-D-Amps ausgestattet, verfügt das Flaggschiff der L1-Reihe trotz seiner kompakten Bauform über ausreichend Power. Durch die horizontale Abstrahlung von 180° soll das System einen absolut räumlichen Klang gewährleisten. In Verbindung mit dem digitalen Bose 8-Kanal-Mixer T8S-ToneMatch verspricht der Hersteller ein schnell einsatzbereites aktives System, das laut Bose den höchsten Schalldruckpegel auf Entfernung liefert, den es je bei einem L1-System gab. Ob Bose sein Versprechen halten kann, gilt es bei einem genauen Test zu klären.

Details

L1 Pro32

Der 13 kg schwere L1 Pro32 sowie der SUB1 kommen separat verpackt im Originalkarton des Herstellers. Da das System im Inneren noch mal separat durch Styropor bzw. Pappeinlagen geschützt ist, ist eine weitere Umverpackung nicht notwendig. Zum Lieferumfang gehören die zweigeteilte Säule, der Standfuß mit integriertem 3-Kanal-Mixer, ein Netzkabel und das spezielle Verbindungskabel zum Anschluss an den SUB1. Allen Komponenten liegt eine praktische Transporttasche bei. Neben einer knappen Kurzanleitung für die einzelnen Komponenten ist kein weiteres Zubehör enthalten.

Gehäuse und Anschlüsse L1 Pro32 SUB1

Insgesamt besteht das L1 Pro32 SUB1, abgesehen von den im Lieferumfang enthaltenen Kabeln, aus gerade einmal vier Komponenten: dem Standfuß, zwei Säulenteilen und natürlich dem SUB1. Der Standfuß des L1 Pro32, in dem der Mixer integriert ist, besteht aus einem aus Kunststoff gegossenen Gehäuse, das von der Form her ein wenig an ein Kiteboard erinnert. Auf der Oberseite des Standfußes befinden sich sämtliche Regler sowie die Ein- und Ausgänge des Mixers. Auf der Unterseite befinden sich Lüftungsschlitze und ein praktischer Tragegriff.

Das Gerät bietet insgesamt drei Eingänge. Die ersten zwei Kanäle verfügen über XLR/Klinke-Combo-Buchsen und eignen sich zum Anschluss von Mic-, Line- oder Instrumentensignalen. Die Auswahl erfolgt über den ToneMatch-Schalter, oberhalb der Eingangsbuchsen. Auch der Betrieb von Kondensatormikrofonen oder aktiven DI-Boxen ist aufgrund der zuschaltbaren 48 V Phantomspannung auf den ersten beiden Kanälen möglich. Kanal Nummer 3i verfügt, neben dem Bluetooth-Empfänger-Button, über einen 3,5 mm und einen 6,35 mm Stereoklinken-Auxillery-Eingang.

Oberhalb der Eingangsbuchsen befinden sich der Mute-Button und die beleuchteten Volume-Potis, die durch Druck zusätzlich den Zugriff auf die Parameter „Bass“ und „Treble“ gestatten. Auf den ersten beiden Kanälen wird auf diese Weise zusätzlich der Reverb-Anteil geregelt. Den aktuellen Wert zeigt der weiß beleuchtete LED-Kranz des Volume-Potis an. An der Peak-LED direkt unter dem Volume-Poti erkennt man durch grünes bzw. rotes Leuchten die Lautstärke des anliegenden Signals und wird somit vor Übersteuerung geschützt. Mit dem System-EQ Switch schaltet man eines von insgesamt drei fixen ToneMatch EQ-Presets mit den Bezeichnungen „Live“, „Music“ und „Speech“ für den Master-Ausgang ein bzw. aus. Neben einem XLR-Line-Ausgang befinden sich zu guter Letzt noch die CAT5-Buchse zum einfachen Verbinden mit dem T8S/T4S ToneMatch Mischpult und ein USB-C Anschluss, der aber lediglich für den Kundendienst der Firma Bose gedacht ist. Auf der Rückseite befindet sich der Anschluss für den SUB1 und der Netzanschluss.

L1 Pro32

Die Gehäuseteile der Säulen bestehen auf der Rückseite ebenfalls aus Kunststoff, doch die Lautsprecher auf der Front werden von stabilem Lochblech vor Beschädigungen geschützt. Im Inneren der Säulen befinden sich jeweils sechzehn 2 Zoll Articulated-Neodymium-Treiber. Beide Säulen zusammen ergeben also sage und schreibe 32 Lautsprecher. Die einzelnen Lautsprecher sind immer abwechselnd im 90° Winkel links bzw. rechts ausgerichtet und werden von einem 480 Watt Class-D-Amp versorgt. An Anschlüssen gibt es lediglich die Steckverbindungen zum Zusammensetzen der geraden Säulenteile und zum Integrieren in die Bodenplatte. Die Gesamtmaße der Säule inkl. Standfuß betragen 213,5 x 34,5 x 55 cm (H x B x T). 

SUB1

Im Vergleich zu den zahlreichen Treibern des L1 Pro32 kommt der aktive SUB1 mit einem 7 x 13 Zoll High-Excursion-RaceTrack-Treiber aus und bringt ein Gewicht von 16,1 kg auf die Waage. Die beiden Größen des Speakers ergeben sich übrigens durch die ovale Bauform. Wie beim L1 Pro32 kommt ein 480 Watt Class-D-Amp zum Einsatz. Das eigentliche 53 x 25 x 53 cm (H x B x T) große Gehäuse besteht aus Kunststoff. Der Lautsprecher des SUB1 wird ebenfalls durch stabiles Lochblech geschützt. Zwei Anschlüsse auf der Rückseite des SUB1 dienen zur Verbindung mit dem L1 Pro32 bzw. zum Anschluss eines weiteren SUB1.

Da die Stromversorgung des SUB1 ebenfalls über das hauseigene Kabel erfolgt, kommt der SUB1 in Verbindung mit dem L1 Pro32 ohne Netzanschluss aus. Soll der SUB1 mit anderen Tops betrieben werden, erfolgt die Stromversorgung über den Netzanschluss, der sich hinter einer Kunststoffabdeckung befindet. Außerdem befinden sich zwei Line-Ein-/Ausgänge an der Rückseite des SUB1, die jeweils mit einem zuschaltbarem LPF-Filter/HPF-Filter ausgestattet sind. Neben dem Phasenumkehrschalter und dem Einschaltknopf des SUBs befindet sich noch ein USB-C-Mini-Port. Die Gesamtlautstärke des Subwoofers wird über das Volume-Poti geregelt.

Auf der Oberseite bietet der SUB1 einen eingelassenen Tragegriff. Soll der SUB1 im Liegen betrieben werden, schützen die seitlich angebrachten Gummifüße vor einem Wegrutschen. Ein Gewinde zum Anbringen eines Bose S1 Pro PA oder anderen kompatiblen Lautsprechern ist auf der Seite des aktiven Woofers angebracht.

T8S-Tonematch

Der T8S-ToneMatch Mixer wird in einem stabilen Karton geliefert und ist 1,9 kg leicht. Die Oberseite des Mixers ist durch eine Schalenabdeckung geschützt, die mit Hilfe von recht starken Magneten befestigt ist. Diese Abdeckung kann auch als praktische Unterlage im Live-Betrieb genutzt werden. Wie ich zu meiner Schande gestehen muss, hätte ich ohne einen kurzen Blick in die Anleitung nicht gewusst, wie sich die Abdeckung öffnen lässt. Außer dem passenden Netzteil, das man wahlweise mit U.K. oder europäischen Netzstecker betreiben kann, sind ein kurzer Quickstart-Guide, die Anleitung zum Firmware-Upgrade sowie die üblichen Sicherheitshinweise im Lieferumfang enthalten. Eine Transporttasche sucht man leider vergeblich. Diese ist jedoch optional erhältlich.

Gehäuse und Anschlüsse T8S-ToneMatch

Bis auf den Kopfhörerausgang befinden sich alle Anschlüsse des T8S auf der Rückseite des Mixers. Die acht mit Phantompower ausgestatteten Hauptkanäle verfügen über XLR-Combo-Eingänge. Sie lassen sich mit Mikrofonen oder Instrumenten verbinden. Der Mixer verfügt über vier AUX-Sends und zwei AUX-Eingänge. Über die USB Typ-A Buchse kann man direkt Wave- und MP3-Dateien von einem USB-Laufwerk wiedergeben. Die USB Typ-B Buchse erlaubt den Anschluss eines Laptops. Auf diese Weise lässt sich der T8S als Stereo-Audiointerface nutzen.

Auf der Oberseite des Mixers befinden sich die acht Hauptkanäle. Jeder Kanal verfügt über einen Gain-Trim inkl. Peak-LED, einen Kanal-Mute und ein Volume-Poti. Mit Hilfe des Channel-Edit-Schalters wird der zu editierende Kanal ausgewählt. Die Parameterwahl erfolgt über das große Auswahlpoti. Unter dem Punkt „Pan“ und „Aux“ zum Einstellen der Panorama-Position bzw. des AUX-Pegels versteckt sich ebenfalls die Lautstärkeregelung der beiden AUX-Eingänge. Auch die Auswahl der verschiedenen Effekte wie „Delay“, „Reverb“, „Mod“ und „Compressor“ erfolgt über das Wahlpoti. Ein praktisches Gimmick ist der interne Gitarren-Tuner, der vor allem der Singer/Songwriter-Fraktion von Nutzen sein dürfte. Unter dem Punkt ToneMatch bietet der Mixer verschiedene EQ-Presets für diverse Instrumente und Mikrofontypen an. Außerdem ist an dieser Stelle der beim integrierten Mixer (des Standfußes) vermisste parametrische Equalizer zu finden 

Man gelangt zudem in die globalen Einstellungen des T8S, unter denen, neben diversen Einstellungen der Ein- und Ausgänge, auch das Speichermenü des T8S untergebracht ist. Eine genaue Einstellung der Parameter erfolgt über drei Dreh-Druck-Potis unterhalb des Displays. Ein weiteres Highlight, im wahrsten Sinne des Wortes, ist die Tatsache, dass fast alle Potis beleuchtet sind. Das sorgt dafür, dass selbst in dunklen Venues niemals die Übersicht verloren wird. Das Master-Volume-Poti und das weiß beleuchtete Pegel-Meter runden das Gesamtpaket ab.

pro snake CAT5e Kabel

Mit dem pro snake CAT5e liegt dem Bose L1 Pro32 SUB1 ToneMatch Bundle ein 2 m langes CAT5e-Kabel bei, das zur Verbindung des T8S ToneMatch mit dem Standfuß dient. Das blaue Kabel verfügt an beiden Seiten über RJ45-Stecker und macht einen robusten, roadtauglichen Eindruck.

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