Gitarre Hersteller_Blackstar
Test
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19.03.2019

Praxis

Für die Aufnahmen habe ich ein SM57 vor dem Combo platziert und mit einem Tube-Tech-Preamp verstärkt. Von dort geht das Signal ohne Umwege direkt in meinen Wandler.

Im ersten Beispiel kommt eine Fender Telecaster, im zweiten eine Gibson Les Paul zum Einsatz, sämtliche Regler des Amps stehen dabei in der Mittelstellung. Lediglich den Master-Regler habe ich bei allen folgenden Aufnahmen in die 11-Uhr-Stellung gedreht.

Der Studio 10 6L6 liefert einen warmen, punchy Cleansound mit leichten Zerr-Anleihen. Alle Attacks werden direkt gewandelt und verleihen dem Sound eine knackigen Note. Auch der Hall gefällt mir gut, da er sich im Klangbild nicht nach vorne drängelt.

Weiter geht es mit dem Tone-Regler. Den drehe ich pro Durchgang von der Minimal- über die Mittel- hin zur Maximalstellung.

Wie erwartet, regelt das Tone-Poti die Höhen herunter, beziehungsweise hoch. Auch in den Extremeinstellungen kommt ein mehr als brauchbarer Sound zustande, sodass sich der Klang im wahrsten Sinne zurechtbiegen lässt.

Wie sich der Gain-Regler im Klang bemerkbar macht, zeigt das nächste Beispiel. Dafür habe ich den Reverb-Regler auf 9 Uhr gedreht und verstelle das Gain-Poti pro Durchgang von 9 Uhr über 12 Uhr und 15 Uhr hin zur Maximalstellung. Als Gitarre kommt weiterhin die Telecaster zum Einsatz.

Der Amp liefert eine recht breite Palette an knackigen Crunchsounds, die mit einem ausgeprägten Höhenbild aufwarten können und sich damit deutlich in Szene setzen. Die Attacks bleiben dabei immer klar im Vordergrund, womit ein akzentuiertes Rhythmusspiel ermöglicht wird.

Als nächstes kommt der Reverb-Regler an die Reihe. Auch ihn drehe ich von 9 Uhr auf 12 Uhr und 15 Uhr hin zur Maximalstellung. Den Gain-Regler habe ich wieder in die Mittelstellung gedreht.

Wie bereits erwähnt, macht der Reverb einen mehr als brauchbaren Eindruck auf mich und hüllt den Sound auf unaufdringliche Weise ein.

Ich aktiviere nun den Boost und spiele wieder erst die Telecaster, dann die Les Paul. Dabei zeigen bis auf den Master alle weiteren Potis auf 12 Uhr.

Die Klangcharakteristiken beider Gitarren werden für meinen Geschmack deutlich wiedergegeben und können mit einem knackigen, direkten Sound punkten. Der Studio 10 6L6 liefert einen frischen, modernen Rocksound mit genügend Strahlkraft in den Höhen.

Natürlich möchte ich auch mit aktiviertem Boost herausfinden, wie sich der Tone-Regler macht. Dazu drehe ich ihn ebenfalls von der Minimal- über die Mittel- hin zur Maximalstellung. Als Gitarre kommt wie im vorherigen Beispiel die Les Paul zum Einsatz.

Auch hier macht er einen sehr guten Job und lässt sich auch in den Extremeinstellungen gut einsetzen.

Es folgt der Gain-Regler. Das Reverb-Poti steht dabei wieder auf 9 Uhr und ich spiele den Gain bei 9 Uhr, 12 Uhr, 15 Uhr und Maximalstellung mit der Les Paul an.

Der Combo deckt mit dem aktivierten Boost ein breites Feld an Crunch- und High-Gain-Sounds ab, die wesentlich fetter und größer klingen, als der kleine Verstärker vermuten lässt. Sehr beeindruckend! Auch hier kommen die Attacks wunderbar zur Geltung und lassen selbst in der Vollgas-Einstellung keinen verwaschenen Sound entstehen.

Ich drehe wieder alle Regler auf 12 Uhr und schultere nun meine Cyan Hellcaster Baritongitarre.

Der Blackstar Combo hat auch mit der tieferen Stimmung keine Probleme und geht auf das dynamische Spiel souverän ein. Die tiefen Frequenzen werden knackig und direkt übertragen.

Bevor es in Richtung Fazit geht, möchte ich herausfinden, wie der frequenzkorrigierte Ausgang klingt. Dafür verwende ich wieder die Les Paul.

Was ich zu hören bekomme, gefällt mir leider gar nicht, und hat auch nichts mit dem Sound zu tun, den der Speaker entlässt. Ganz im Gegenteil gibt es hier einen harschen, undynamischen Klang.

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