Gitarre Hersteller_Blackstar
Test
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27.10.2019

Blackstar amPlug2 Fly Guitar Test

Kopfhörerverstärker für E-Gitarre

Smarter Mitspieler

Beim Blackstar amPlug2 Fly Guitar handelt es sich um einen kompakten, kleinen dreikanaligen Kopfhörerverstärker, der mit integrierten Effekten und der von Blackstar-Verstärkern bekannten ISF-Schaltung ausgestattet ist.
Der kleine Kopfhörerverstärker im Amplug-Format, das man seit Jahren in diversen Variationen vor allem von Vox kennt, ist mit einem einstellbaren Klinkenstecker ausgestattet, sodass er direkt in der Klinkenbuchse der Gitarre Platz findet. Der attraktive Preis stimmt auf jeden Fall, und wenn der Sound dem entspricht, was der britische Hersteller verspricht, gibt es genügend Gründe, sich den kleinen Kopfhörer-Amp genauer anzuschauen.

Details

Der bis auf den Klinkenstecker vollständig aus Kunststoff bestehende Kopfhörerverstärker wird in einer Blisterverpackung geliefert und misst gerade einmal 86 x 38 x 31mm bei 40 Gramm Gewicht. Besagter Klinkenstecker lässt sich in unterschiedlichen Winkeln positionieren, was den Einsatz bei verschiedenen Gitarrentypen erheblich erleichtert, auch beispielsweise bei Strats oder ähnlichen, die ihre Klinkenbuchse auf der Decke haben.
Optisch wie namentlich sind Parallelen zu bereits erwähnten vergleichbaren Produkten aus dem Hause Vox nicht von der Hand zu weisen. Auch sie besitzen ein rechteckiges Kunststoffgehäuse im Ampdesign und einen justierbaren Klinkenstecker. Aber auch die Abmessungen sowie das Gewicht sind quasi identisch.

Bedienung:

Die Bedienung des Blackstar amPlug2 Fly ist denkbar einfach. Eingeschaltet wird der Kopfhörerverstärker an der linken Seite mithilfe eines Tasters, der über die drei Funktionen On, Standby und Mode verfügt. Zu letzterem komme ich noch im Laufe des Tests. Dieser Schalter dient auch zur Anwahl der bereits erwähnten drei Kanäle. Eine LED bestätigt den aktiven Betriebszustand und je nachdem, in welchem Kanal man sich gerade befindet, wechselt sie ihre Farbe - sehr praktisch!

Bei den drei Kanälen handelt es sich um:

  • Clean (grün) - hier soll laut Hersteller ein glockiger Klang zustande kommen.
  • Crunch (orange) - klassischer 'hot-rodded' Crunch-Sound
  • Lead (rot) - In den Mitten geboosteter Overdrive

Auf der gegenüberliegenden Seite des amPlug2 befindet sich der Anschluss für den Kopfhörer. Der verlangt nach einer Mini-Stereoklinke. Die Oberseite beherbergt drei Regler für Gain, ISF und Volume. Gain regelt natürlich den Zerrgrad und Volume entsprechend die Lautstärke. Den ISF-Regler kennt man von den Blackstar-Verstärkern, wobei die Abkürzung ISF für "Infinite Shape Feature" steht und die Grundcharakteristik des Amp beeinflusst. So sollen amerikanische wie auch britische Soundwelten möglich sein. Eine Mini- Klinkenbuchse mit Aux-In Aufschrift ermöglicht den Anschluss eines MP3-Players, eines Computers, Smartphones etc., wobei dieser Eingang keinen eigenen Lautstärkeregler besitzt, was aber leicht zu verschmerzen ist, da diese sich normalerweise am Abspielgerät regulieren lässt.

Auch Effekte wurden dem kleinen Kopfhörerverstärker mit auf den Weg gegeben. Zur Auswahl stehen ein Reverb, ein Delay und ein Chorus, jeweils mit drei Presets. Angewählt werden diese mit dem On/Standby/Mode-Schalter, dabei muss auch der FX-Schalter auf der Oberseite gedrückt werden. Ein Piepton gibt zusätzliche akustische Kontrolle darüber, welcher Effekt gerade aktiv ist.
Da ein Netzteilbetrieb nicht möglich ist, liegen der Blisterpackung neben einer faltbaren Bedienungsanleitung auch zwei AAA-Batterien bei, die rückseitig in das Gehäuse eingelegt werden und eine maximale Spielzeit von bis zu 17 Stunden ermöglichen sollen.
Wird innerhalb von 30 Minuten kein Regler betätigt oder geht in dieser Zeit kein Signal ein, schaltet sich der kleine Verstärker in den Standby-Modus, was die Lebensdauer der Batterien verlängern soll.

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