Hersteller_Beyerdynamic
Test
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02.02.2018

Praxis

Verwendungszweck

Als Kopfhörer geschlossener Bauart und der damit verbundenen Dämmung ist der Beyerdynamic DT 240 Pro für den Einsatz in einer lauten Umgebung geeignet. Damit bietet er sich neben dem mobilen Musikkonsum und Podcast-Anwendungen beispielsweise auch zum Recording als Monitorkopfhörer im Studio an.

Tragekomfort

Dank der horizontal und vertikal beweglichen Ohrmuscheln, passt sich der Beyerdynamic DT 240 Pro optimal an meine Ohren an, wobei die kreisrunden und als ohrumschließend deklarierten Ohrmuscheln meine nicht besonders großen Ohren allenfalls sehr knapp umschließen. Der Anpressdruck ist relativ kräftig, wodurch der DT 240 zwar sehr sicher und stabil sitzt, doch der gesamte Tragekomfort ist im Vergleich zu meinen Monitoring-Kopfhörern Audio-Technica ATH-M50, Ultrasone Pro 580i und Superlux HD-660 spürbar eingeschränkt. Ebenfalls fällt die Polsterung der Ohrmuscheln und des Kopfbügels für mein Empfinden zu spärlich aus. Besonders die Polsterung der Ohrmuscheln hat innen weniger Substanz als es äußerlich den Anschein hat, obwohl das körperaufliegende Kunstleder keinen Anlass zur Kritik bietet.

Klang

Der Beyerdynamic-Kopfhörer wurde für diesen Test an den folgenden Kopfhörerausgängen oder Verstärkern betrieben:

iPhone SE

Lake People G93

UAD Apollo 8

SPL 2Control

Neben diversen akustischen Experimenten (Sinus Sweeps, übliche DAW-Tätigkeiten) habe ich einen stilübergreifenden Mix eigener und fremder Produktionen über den DT 240 Pro angehört und analysiert.

Frequenzgang

Die Frequenzwiedergabe des Beyerdynamic DT 240 Pro kann man als ausgewogen bezeichnen. Neben einer maßvollen und verzeihbaren Resonanz im Bassbereich sind keine negativen Ausprägungen zu vernehmen. Das Höhenband ist im Vergleich zu den genannten Vergleichskopfhörern spürbar bedeckt. Für Monitoringanwendungen ist dies jedoch nicht von Nachteil und begünstigt sogar das laute Abhören in einer lauten Umgebung, doch zum unterstützenden Einsatz während des Mixdowns gibt es Kopfhörer in der gleichen Preisklasse, die sich besser für diese Aufgabe eignen und ein differenziertes Bild des Frequenzspektrums liefern. Als mobiler Kopfhörer zum Musikkonsum bietet der Beyerdynamic eine zufriedenstellende Wiedergabe. In dieser Sparte gibt es deutlich teurere Kopfhörer mit einer ziemlich fragwürdigen Frequenzabbildung.

Impulsverhalten

Die Darstellung von Impulsen und Transienten ist beim DT 240 Pro nicht besonders ausgeprägt, sie muss es auch nicht sein! Das Impulsverhalten entspricht vollkommen den Anforderungen, die an einen Kopfhörer zum Künstler-Monitoring, Podcasting und dem mobilen Musikkonsum gestellt werden. Wer ein kritisches Abhörwerkzeug zum Editing und für ambitionierte tontechnische Eingriffe sucht, sollte aber zu einem anderen Kopfhörer greifen.

Räumliche Abbildung

In dieser Kategorie agiert der Beyerdynamic mit einer durchaus gelungenen räumlichen Darstellung. Viele Kopfhörer geschlossener Bauart liefern hier ein überbreites und unnatürliches Bild, was beim DT 240 Pro absolut nicht der Fall ist. Die Stereobühne wirkt lebendig und hat dabei eine geschmackvoll balancierte Phantommitte. Übersetzung: Leadvocals oder andere Ereignisse der Stereomitte wirken weder übermäßig plakativ noch gehen sie im restlichen Geschehen unter. Betrachtet man die Tiefenstaffelung und räumliche Separierung einzelner Instrumente/Mixelemente im Stereobild, gibt es durchaus Kopfhörer in der gleichen Preiskategorie, die hier ein etwas besseres Ergebnis abliefern. Dem Einsatzzweck entsprechen bietet der DT 240 Pro aber ein zufriedenstellendes Gesamtbild.

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