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05.08.2021

Behringer TM1 Complete Vocal Recording Test

Großmembran-Kondensatormikrofon-Set

Für einen Hunni (fast) wie die Großen

Für erstaunlich kleinen Preis gibt es viele verschieden Mikrofone in Großmembran-Kondensatortechnik. Dass Budget-Ausstatter Behringer in diesem Sektor mit von der Partie ist, erscheint da schon quasi selbstverständlich. Konzeptionell und optisch ähnelt das Behringer TM1 Complete Vocal Recording Set deutlich dem australischen Rode NT-1A Bundle, dessen Markterfolg enorm ist. Behringer fertigt in seinem eigenen Werk in China und bietet sein Set für einen gerade noch zweistelligen Preis an.

Details

Mit Spinne und Poppschutz

Als echtes Mikrofon-Bundle kommt das Set nicht nur mit dem reinen Kondensatormikrofon TM1, sondern auch mit einer elastischen Halterungen, um die Übertragung von Schall über den Weg des Stativs zu verringern und einem Poppschirm, der verhindert, dass es bei einigen Konsonanten, darunter in erster Linie dem [P], zu kräftigem Krachen kommt. Auch ein Stoffbeutel zur Aufbewahrung und sogar ein sechs Meter langes Kabel zum Anschluss werden mitgeliefert.

Kein Gemogel: Großmembran

Das Herzstück eines Kondensatormikrofons sst die namensgebende Kondensatorkapsel, bei der die bewegliche, dünne Membran einen Teil des Kondensators bildet, an dem über den sich ändernden Abstand zum starren Rückteil die Spannung abgegriffen wird, die den weitestgehend den Luftbewegungen entspricht. Bei einigen sehr preiswerten Mikrofonen mit “großer Optik” versteckt sich dennoch hinter dem Gitter eine Kleinmembrankapsel mit einem akustisch wirksamen Ring, was ein wenig preiswerter in der Herstellung sein kann. Das TM1 benutzt aber eine echte Großmembrankapsel von einem Zoll Durchmesser. Diese ist vorne am empfindlichsten, rückseitig am unempfindlichsten und bildet daher die Richtcharakteristik Niere.

1% statt 0,5

Das Signal wird von einer Elektronik hochverstärkt und in der Impedanz verändert. Die JFET-Schaltung erzeugt auffällig niedrige 4,5 dB(A) Eigenrauschen. Für ein Mikrofon mit einer Empfindlichkeit von 20 mV/Pa liest es sich erstaunlich, dass der maximale Schalldruckpegel it 138 dB SPL gleichzeitig recht hoch erscheint. Allerdings ist dieser nicht wie eher üblich für 0,5% Verzerrungsanteile im Signal angegeben, sondern für 1%. Für Stimmenaufnahmen sind diese Werte auf dem Papier aber dennoch gut.

Um die Elektronik betriebsfähig zu machen ist es notwendig, dass das TM1 mit Phantomspeisung versorgt wird, die die meisten Mikrofonvorverstärker bereitstellen – auch die meisten derjenigen, die in Einsteiger-Audio-Interfaces verbaut sind.

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