Test
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25.07.2017

Praxis

Durch meine zusätzlich aufgebrachte Auflage in Form einer massiven Gummimatte trägt der leichtfüßige Aluminimum-Platter nun relativ viel Gewicht, was ihn hinsichtlich seines Start- und Stoppverhaltens ein wenig träger erscheinen lassen sollte. Das ist aber erfreulicherweise gar nicht der Fall. Der Motor hat zum Auflegen ein genügend starkes Drehmoment. Heimischen DJ-Mixen steht definitiv nichts im Weg, auch private Events kann ich mir bei nicht allzu großen Strapazen ebenso gut vorstellen. Professionell damit auflegen steht aber wiederum auf einem anderen Blatt. Dafür ist der LP120 zu leichtfüßig und damit resonanzanfällig. Die Gerätefüße funktionieren zwar sehr gut, mechanische Schwingungen werden wirkungsvoll absorbiert, bei vereinzelten Stößen vor die Unterlage wird’s dann aber haarig, weil die Nadel springt, auch das Erhöhen der Auflagekraft auf vier Gramm kann dem nicht genügend entgegenwirken.

Sound

Audio-Technica hat dem LP120 einen integrierten, schaltbaren Phono-Preamp mit auf den Weg gegeben. Der verbaute Preamp kann gut mit Konkurrenzprodukten mithalten. Sein Klang ist genügend druckvoll und durchaus durchsichtig. Einzig die Hochtonauflösung könnte ein wenig feiner sein.

Auch der mitgelieferte Audio-Technica Tonabnehmer weiß zu überzeugen. Zwar ginge hier erheblich mehr, vor allem wieder hinsichtlich der Auflösung im Hochtonbereich, dennoch klingt er insgesamt recht ausgewogen. Hier nervt nichts, weil sich kein Sound aufdrängen will und kein Frequenzbereich überbetont ist. „Unaufgeregt, aber homogen“ trifft es wohl am besten.   Die Aufnahme per USB ist auch weit besser, als ich das erwartet hätte. Klingen tut unser Testkandidat angesichts des Straßenpreises gut.

Die Konkurrenz ist groß

... insbesondere in dem Preissegment zwischen 280 und 380 Euro tummeln sich viele drehende "Zeitgenossen". Der TT-250 USB von Numark ist nahezu gleich ausgestattet und auch die Ausführung der Bedienelemente und die Materialauswahl beim Chassis ähneln stark der des LP120-USB und das bei einer UVP von 299 Euro (Straße: 250 Euro). Für derzeit etwa 350 Euro erhält man zudem noch den „Kleenen“ von Pioneer, den DJ-Turntable PLX-500, der genauso ausgestattet ist wie unser Testproband und hinsichtlich der DJ-Performance dem Audio-Technica in nichts nachsteht.

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