Test
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11.01.2016

Aspen Pittman Designs PFM+ Poppfilter Test

Metall-Poppschutz

Heilig’s Blechle!

Es mag ungewöhnlich erscheinen, einen Testbericht über Poppfilter zu veröffentlichen, doch ist ein Helferlein wie der PFM+ von Aspen Pittman Designs ein wichtiges Werkzeug beim Recording. Auf den zweiten Blick wird das deutlich: Schließlich wird der Signalquelle Stimme auf dem Weg zur Membran ein zusätzliches Hindernis in den Weg gelegt, das die Aufgabe erfüllen soll, Popplaute nicht entstehen zu lassen, ansonsten jedoch so unauffällig wie möglich sein muss.

Prinzipiell gibt es zwei Materialien, mit denen die durch P-, B- und andere Laute, die einen starken Luftstoß generieren können, abrupt eintreffende Schallwelle so weit entschärft werden kann, dass kein fieses Rumpeln die Aufnahme zerstört. Entweder wird die heute verbreitete Stoffbespannung verwendet oder, wie eben beim Testobjekt PFM+, ein Lochblech.

Details

Magneto

John Lennons und Paul McCartneys Speichel und Popplaute wurden einst von recht kleinen Metallgazen von den edlen M7-Kapseln der Neumann-Mikrofone ferngehalten, heutzutage ist eher Stoffbespannung Standard. Dies gipfelt im aktuell edelsten Produkt, dem „Pauly“ für ambitionierte 150 Tacken (zu sehen hier im Einsatz in unserem Testmarathon). Aspen Pittmans Poppschutz ist bedeutend preiswerter und besticht mit durchaus pfiffigen Details. Gut, ein flexibler Schwanenhals, der den Unterschied von PFM und PFM+ ausmacht, ist auch bei vielen anderen Filtern zu finden, die man in Ladengeschäften und Onlineshops erwerben kann. Der Fuß des Metallgitters allerdings ist durchaus besonders, denn aufgrund kleiner Magneten lässt sich der PFM nicht nur am Schwanenhals, sondern auch an Mikrofonstativen oder Spinnen befestigen. Plock – dran, plock – ab. Gute Idee.

Membran schützen

Habt ihr im vorigen Absatz echt das Wort „Speichel“ gelesen? Ja, ganz recht: Besonders die metallbeschichteten oder aus Metall bestehenden Kondensatorkapseln müssen vor Feuchtigkeit geschützt werden, da man sonst unbeabsichtigtes „Pre-Aging“ durchführt, indem man die Korrosion fördert. Diese Gefahr ist allerdings recht gering und umso geringer, je schlechter man die Membran durch die Metallgitterstruktur des Mikrofonkorbs erkennen kann. Und je weniger feucht die Aussprache des Sängers… ok, keine Details.

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