Hersteller_Arturia
Test
5
20.08.2013

Fazit
(4.5 / 5)

Arturias Spark LE überzeugt konzeptionell und macht richtig Laune. Der stylische, kompakte, flache und überaus robuste Controller mit seinen anschlagdynamischen Pads und der Lauflichtprogrammierung ist die perfekte Trommelflunder, um in Kombination mit der Spark-Software Beats zu basteln und Live zu performen. Drei Sound-Engines (virtuell analog, Physical Modeling, Sample-basiert) mit über 1600 gut produzierten Einzelsounds bekommt man gleich mitgeliefert. Das Arrangement darf bis zu 64 Patterns mit jeweils maximal 64 Schritten umfassen. Die 100 Kits dürften für meinen persönlichen Geschmack ruhig abwechslungsreicher und inspirierender sein. Das Controller-Layout ist auf den ersten Blick schlüssig, die Lernkurve der Software ist wohl dimensioniert, sodass sich bereits nach wenigen Proberunden erste Ergebnisse erzielen lassen. Auch die Effekte klingen gut - der Looper und die Touchpad-FX bringen Abwechslung in die Live Performance, können aber nicht mit so manchem DAW- oder DJ-Beat-FX mithalten. Natürlich lasen sich die meisten Parameter auch im Sequenzer automatisieren und die Sounds individualisieren. Zwar gibt es durchaus Konkurrenten, bei denen zur Klangverformung und zum Arrangieren mehr Parameter zur Verfügung stehen, doch gerade darin liegt auch der Charme des Spark-Konzepts. Denn sieht man ihn eher als Groove-Tool und nicht als Music-Production Center, erfüllt er seine Aufgabe sowohl in der DAW als auch Stand-Alone souverän – Einzelspurenausgabe sowie Drag’n’Drop-Export von Patterns und Audio inklusive. Im Vergleich zum großen Bruder fehlt mir das Display am meisten, denn so schaue ich häufiger auf den Screen. Auch muss man einige Einschränkungen hinsichtlich des Direktzugriffs auf die Parameter in Kauf nehmen und ich hätte mir einige kosmetische Feinheiten, wie die Unterteilung des Step-Sequencers, der nun da liegt, wo er hingehört (danke dafür), einen Tap- und einen Accent-Button und dockbare Panels in der Software gewünscht. Bleibt noch der Preis von 249 Euro. Da kann ich nur sagen: Klasse!

  • PRO
  • Hoher Spaßfaktor
  • Schlankes und robustes Design
  • Intuitives Layout mit gutem visuellem Feedback
  • Plug & Play-System
  • Hochwertige Sounds
  • Integrierter Step-Sequencer
  • Software läuft auch ohne Controller
  • Looper, Channel- und Live-Effekte mit Direktzugriff
  • Multiple Klangsynthesen
  • Parameterautomation
  • Im- und Export von Audio- und MIDI-Files per Drag & Drop
  • MIDI-Controller-Funktion mit Editor-Softwarepanel
  • CONTRA
  • Größe des Touchpads
  • Song-Modus ohne Keyboard Shortcuts
  • Panels können nicht skaliert & an- oder abgedockt werden
  • Keine optische Beat-Unterteilung des Step-Sequencers
  • Rudimentärer Sample-Editor
  • Keine Standard MIDI-Schnittstelle
  • Sound-Kits etwas unspektakulär
  • Features
  • Hardware
  • 16-tastiger 64-Step-Sequenzer
  • 8 anschlagsdynamische und druckempfindliche Pads
  • berührungsempfindliches FX-Pad
  • frei zuweisbare Endlosregler
  • als universeller MIDI-Controller einsetzbar
  • USB-Bus-powered
  • Software
  • Klangerzeugung TAE Analog-Synthese
  • Multilayer-Sampling und Physical-Modeling
  • FX-Pad mit Repeat, Tape, Reverse, Strobe, Pan, Mix, 3-Mode-Filter und Roller
  • Advanced-Loop-Modus
  • Parameter-Automatitionen in Echtzeit
  • 16-Spur-Mixer mit 14 Effekten
  • Song-Modus
  • Library mit über 1500 Instrumenten und 100 Kits
  • Formate: Stand alone/VST/AU/RTAS
  • für WIN XP/Vista/7 und 8/MAC OSX ab 10.5
  • UVP: 249,- Euro
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