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Test
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09.03.2017

Apogee Element 46 Test

Thunderbolt Audiointerface

simple black box

Apogee ist für seine schick konzipierten und hochwertigen Lösungen für Audiointerfaces am Mac bekannt. Die portablen Systeme Duet und Quartet erfreuen sich noch immer großer Beliebtheit, genau wie die Flaggschiffe Ensemble und Symphony. Sie alle sind aber nicht ganz billig.

Hier setzt die neue Element-Serie an, die eine neue Control-Software mit sich bringt. Dadurch lassen sich alle Interfaces kombinieren und auch gemeinsam nutzen. Der Clou: Die Hardware wird auf das Nötigste reduziert und kommt gänzlich ohne Bedienelemente aus.

Dadurch wird das Ganze nicht nur günstiger, sondern auch „remote“ einsetzbar. Das in etwa vergleichbare Element 46 kostet rund ein Drittel weniger als das Quartet und die Bedienung erfolgt am Rechner mittels Software. Gesteuert werden kann das Gerät mit einer Fernbedienung, direkt aus den Logic-Kanalzügen oder drahtlos per iPad und iPhone.

Details

Elementar reduziert

Das Wichtigste zuerst: Apogee bleibt „Mac only“. Zur neuen, hardwarereduzierten und auf Thunderbolt basierenden Element-Serie gehören neben unserem heutigen Testkandidaten Element 46 das kleine Element 24 und das große Element 88 sowie die Element Control Remote genannte Fernbedienung. Die Ziffern der Produktnamen beziehen sich auf deren Anzahl an Ein- und Ausgängen. Das Element 46 verfügt also über 4 Eingänge und 6 Ausgänge.

Vier Eingänge mit Preamp, sechs analoge Ausgänge

Für das Apogee Element 46 heißt das konkret: vier Vorverstärker mit Combo-Buchse für Mic-, Instrument- und Line-Signale sowie sechs Line-Outs. Die Ausgänge sind dabei in einen symmetrischen XLR Main-Out (2x1) und zwei unabhängige Kopfhörerausgänge (2x2) aufgeteilt. Hinzu kommen ein Optical I/O für ADAT, S/PDIF und SMUX sowie ein BNC Word Clock-I/O.

75 db Gain Preamps mit allen Schikanen

Ferner besteht die Möglichkeit, Stereo-Submixe von und zu der Steuersoftware zu schicken, sodass sich das Interface insgesamt auf 16 Ins und 18 Outs beläuft.

Die Preamps sind in typischer Apogee-Tradition äußerst potent und liefern mit bis zu 75 dB Gain reichlich Verstärkungsleistung. Der Gain lässt sich dabei präzise und digital einstellen. Ferner bieten die Preamps einen Low-Cut, Phasenumkehr, 48V-Phantompower, Impedanzanpassung für Instrumente und einen Stereo-Link (G) sowie den allseits bekannten Apogee Soft-Limiter.

Das Ganze wird von einem mitgelieferten 100 V bis 240 V Netzteil befeuert, das jedoch über keine Verriegelung verfügt. Die Anbindung zum Rechner erfolgt via Thunderbolt 2 und mit einer maximalen Auflösung von 24 Bit und 192 kHz. In einigen Pressemitteilungen war die Rede davon, dass die Interfaces auch Thunderbolt-Bus-Powered betrieben werden können – dies ist aber nicht der Fall.

Lieferumfang

Genau wie die Verpackung ist auch das Interface äußerst pragmatisch verarbeitet. Es verzichtet auf jeglichen Schnörkel und ist sehr solide gefertigt. Schicke Alu-Seitenteile heben das Stahlblech-Gehäuse ein wenig vom Boden und sorgen so für ausreichend Zirkulation, denn warm wird die kompakte Kiste schon. Ein Thunderbolt-Kabel ist leider – wie bei fast alle Thunderbolt-Gerätschaften – nicht Teil des Bestandteils. Mehr gibt es zum Gerät selbst nicht zu sagen.

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