Gitarre Hersteller_AMT
Test
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04.04.2021

AMT E-Drive Mini Test

Distortion-Pedal für Gitarre

Böses Engl-chen

Mit dem AMT E-Drive Mini bringt der russische Hersteller ein kompaktes und preisgünstiges Distortion-Pedal auf den Markt, das sich, wie alle Pedale der Drive-Serie, an den großen Vorbildern der Röhrenamp-Historie orientiert. Das "E" im Namen steht in diesem Fall für die oberbayerische Verstärkerschmiede Engl, die in erster Linie für ihre üppig ausgestatteten High-Gain-Amps bekannt ist.
Im Gegensatz zu vielen anderen Designs im Herstellerkatalog von AMT sind die Pedale der Drive-Serie bewusst simpel und übersichtlich gehalten, mit einer einfachen Klangregelung und zwei Voicing-Modes in einem kompakten Format. Dass dies keinesfalls von Nachteil sein muss, hat uns bereits das M-Drive Mini gezeigt  und wir werden sehen, ob das kleine Engl-chen uns mit High-Gain made in Germany überzeugen kann.

Details

Das AMT E-Drive Mini sitzt in einem stabilen schwarzen Metallgehäuse und wird in einer Pappschachtel ohne weiteres Zubehör geliefert. Eine kurze Bedienungsanleitung gibt es auf der Herstellerseite, ansonsten erklärt sich das Pedal aber von selbst. Mit den Maßen (BxHxT) 45 x 52 x 95 mm reiht es sich ein in die typischen Abmessungen eines Mini-Pedals, ist jedoch durch den auf der Oberseite angebrachten Schutzbügel zwischen Fußschalter und Potis etwas höher als andere Pedale. Das Pedal wiegt 195 g und ist auf den ersten Blick tadellos verarbeitet.

Auf der vorderen Pedalhälfte befinden sich mit Level (Lautstärke), Drive (Verzerrung) und Tone (Höhenanteil) die typischen Parameter eines Overdrive-Pedals und auf der hinteren Hälfte sitzt getrennt durch den Schutzbügel der True-Bypass-Fußschalter nebst roter LED. Die Ein- und Ausgangsbuchsen liegen, wie bei Mini-Pedalen üblich, leicht versetzt an den Seiten und die Stromzufuhr erfolgt von der rechten Seite.

Das E-Drive Mini kann mit einem Standard-Netzteil zwischen 9 und 12 Volt betrieben werden und hat eine Stromaufnahme von 4 mA. Auf der linken Seite befindet sich vor der Ausgangsbuchse als kleine Besonderheit noch ein Mini-Wahlschalter für zwei verschiedene Voicings. Die vordere Stellung ist dabei der Standard-Sound des Pedals und die hintere beschneidet die Mitten für etwas modernere Klänge. Wie schon beim M-Drive Mini gibt es beim äußeren Eindruck und der Verarbeitung nicht zu beanstanden.

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