Test
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13.11.2017

Amphion One12, One15, One18 und Amp100 Test

Passive Nahfeldmonitore

Gutes aus Finnland!


Im HiFi-Bereich ist Amphion kein Geheimtipp mehr und „Passive“ sind sowieso angesagt. Im modernen Studiosektor sind Lautsprecher mit passive Frequenzweichen aber eher selten anzutreffen – das muss aber nichts heißen. Im Gegenteil, denn zusammen mit One12, One15 und One18 bietet der finnischer Hersteller gleich die passenden Endstufen an und somit auch eine äußerst überzeugende Systemlösung.

Details

Passives 2-Wege-Design 

Bei der Amphion-One-Serie handelt es sich um passive Nahfeldmonitore in drei verschiedenen Größen, namentlich One12, One15 und One18. Allen gemein ist ein ziemlich ähnliches 2-Wege-Design sowie die geschlossene Bauweise mit einer rückseitigen Passivmembran. Alle Amphions werden in Finnland handgefertigt.

Drei Amps für alle Lebenslagen

Passende Endstufen hat der Hersteller auch im Programm: Amp100 mono, Amp100 und Amp500. Den Amp100 gibt es also in zwei verschiedenen Ausführungen. Zum einen als Stereovariante im gewohnten 19-Zoll-2HE-Formfaktor und zum anderen in einer deutlich kompaktere Mono-Block-Variante. Pro Kanal leisten beide jeweils 100 Watt an 8 Ohm. 

Der Amp500 hingegen leistet zweimal 330 Watt an 4 Ohm oder zweimal 500 Watt an 2 Ohm – und ist damit für die One-Serie schon überdimensioniert. Mit 5,5 kg (Amp500) und 4,1 kg (Amp100) sind die Verstärker relativ leicht, was durch den Class-D-Betrieb und das Aluminiumgehäuse ermöglicht wird. Im Inneren der Gehäuse ist somit relativ viel Platz. Brücken lassen sich die Amps allerdings nicht.

Drei Engel für Charlie

Die One-Series-Speaker sind grundsätzlich gleich aufgebaut und bestechen durch eine sehr gute Verarbeitung mit schwarzen Finish sowie ein auffälliges, weißes Waveguide um den 1-Zoll-Titanium-Tweeter. Die Trennfrequenz ist identisch und liegt bei allen drei Modellen bei 1,6 kHz.

Die Unterschiede sind damit in der Größe des Aluwoofers und der resultierenden Gehäusegröße zu suchen. Der passive Radiator auf der Rückseite hat dabei die gleiche Größe wie der Woofer und sorgt für eine „virtuelle Volumenvergrößerung“. Das ermöglicht eine tiefere Abstimmung relativ zur Gehäusegröße – wie bei einem Bassreflexgehäuse – allerdings ohne deren typischen Nachteile wie Strömungsgeräusche und Eigenresonanzen.

Daraus ergeben sich folglich unterschiedliche untere Eckfrequenzen, wobei ich diese der Übersichtlichkeit zuliebe gemeinsam mit der Woofergröße, dem Gewicht pro Box und den Maßen in einer kleinen Tabelle zeigen möchte.

Modell 

Woofergröße

 Gewicht

  Größe HBT in cm 

 Freifeld ±3dB

One12

4,5 Zoll  

  6kg

25,9 x 13,2 x 22,0

 78 Hz bis 20 kHz

One15

5,25 Zoll

  7,5 kg

31,6 x 16,0 x 26,5

 49 Hz bis 20 kHz

One18

6,5 Zoll 

  10 kg

38,0 x 19,1 x 30,5

 45 Hz bis 20 kHz

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