Bass Hersteller_Ampeg
Test
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25.07.2017

Ampeg Classic Analog Bass Preamp Test

Vorverstärker für E-Bass

Großer Sound aus kleiner Kiste!

Die amerikanische Ampschmiede Ampeg brachte im Jahre 2015 eine kompakte Preamp/Di-Lösung auf den Markt, die den klassischen Ampeg-Sound im Gigbag-kompatiblen Format liefert und unkompliziert im Studio, auf der Bühne oder zu Hause als Übetool eingesetzt werden kann. Der Ampeg SCR-DI Preamp - so der Name des Pedals - ist zweifellos eine flexible Box, aber scheinbar hat nicht jeder Tieftöner Verwendung für sämtliche Features.

Daher beschlossen Ampeg, ihr populäres Pedal in zwei Einzelteile zu zerlegen und sowohl den Preamp als auch die Scrambler-Zerre als separate Bodentreter anzubieten. Die beiden Ampeg-Neuzugänge für 2017 hören auf die Namen "Classic Analog Bass Preamp" und "Scrambler Bass Overdrive". Heute knöpfen wir uns den Preamp mit seinem klassischen Ampeg-Tone-Stack vor.

Details

Der neuen Ampeg-Preamp ist mit den Maßen von 56 x 66 x 114 mm in etwa so groß wie ein Standard-Pedal von MXR oder BOSS und passt damit auch problemlos auf kleinere Pedalboards. Die Konstruktion wirkt super stabil und roadtauglich, wie man es vom größeren SCRI-DI kennt, und sämtliche Komponenten inklusive der Regler machen einen sehr hochwertigen Eindruck.

In Sachen Funktionalität wurde der Classic Preamp auf das Wesentliche reduziert und bietet den klassischen Ampeg-Equalizer und die bei Bodentretern üblichen Input- und Output-Klinkenbuchsen an den Seiten. Der Netzanschluss (9 Volt, Minuspol innen) sitzt an der Stirnseite, für das passende Netzteil muss man allerdings noch einmal das Portemonnaie zücken, denn mitgeliefert wird es leider nicht.

Das Pedal kann jedoch wahlweise auch mit einer 9V-Batterie betrieben werden - zum Einlegen muss lediglich die Bodenplatte mit vier Schrauben entfernt werden. Die Batterie sitzt lobenswerterweise sehr straff in einer Gummiumrandung und rappelt nicht - wie bei vielen anderen Bodentretern - im Gehäuse.

Im Inneren des Pedals gibt es außerdem eine Möglichkeit, den Eingangspegel um 15dB abzusenken, falls man sehr laute, aktive Bässe mit dem Pedal verwenden möchte. Die Absenkung funktioniert mittels eines kleinen Jumpers, der eigentlich nur umgesetzt werden muss. Das Umsetzten entpuppt sich allerdings als ziemlich fummelig und erfordert durchaus Feingefühl. Mit einem kleinen Schraubenzieher und etwas Geduld kommt man schließlich ans Ziel - ein simpler Switch wäre aber deutlich bedienungsfreundlicher!

Auf der Oberseite des mattschwarzen Metallgehäuses sitzen vier Potis mit kleinen Chickenhead-Knöpfen, zwei Taster, und natürlich der obligatorische Fußtaster samt Betriebs-LED. Drei der Potis sind für den klassischen Ampeg-Equalizer des Preamps zuständig. Der Bassregler greift bei tiefen 40Hz (+7/-20 dB), mit dem Mittenregler kann das Spektrum bei 500Hz (+5/-11 dB) justiert werden, und der Höhenregler bearbeitet den oberen Bereich des Sounds bei 4kHz (+10/-10 dB).

Mit dem vierten Poti, dem Volumen-Regler, wird schließlich die Lautstärke des bearbeiteten Signals in Relation zum Bypass-Signal eingestellt. Natürlich haben Ampeg ihr neues Preamp-Pedal auch mit den altbekannten EQ-Presets "Ultra-Lo" und "Ultra-Hi" ausgestattet. Wenn man den Ultra-Lo-Taster drückt, werden die Bässe bei 40Hz um zwei dB geboostet und die Mitten gleichzeitig bei 500Hz um satte zehn Dezibel für den klassischen Ampeg-Scoop-Sound abgesenkt. Wer es transparent mag, aktiviert den Ultra-Hi-Taster und boostet damit die Höhen bei 8kHz um sieben Dezibel.

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