Hersteller_Alesis 2013_Jahresrueckblick
Test
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22.07.2013

Praxis

Mit dem TransActive Wireless System zum Gig zu reisen macht wirklich Spaß. In der Größe des üblichen Handgepäcks und mit einem Gewicht von 12,7 kg ist der Alesis nämlich extrem mobil. Ein Mikrofon anschließen, Verstärker einschalten und aufdrehen und schon geht’s los. Nach maximal sechs Stunden Ladung des Akkus kann die Aktivbox rund 50 Stunden ihren Betrieb aufrechterhalten. Das ist wirklich ein enormer Wert für diesen kleinen „Brüllwürfel“.

Das eingebaute Netzteil ermöglicht ein gleichzeitiges Laden der Batterie und den Betrieb der aktiven Box mit einer Netzspannungsversorgung. Netz- und Batteriebetrieb liefern subjektiv die gleiche Lautstärke und auch den gleichen Sound. Sprache und Gesang klingen schön rund und haben kein nerviges Zisseln in den Höhen. Akustische Instrumente mit eingebauten Pickup können laut und deutlich gemacht werden, auch wenn gleichzeitig ein Gesangsmikrofon am Amp aktiv ist. Keyboards klingen ebenfalls klar, dürfen aber nicht zu viel Bassanteile im Sound haben. Richtige tiefe Bässe klingen etwas topfig. Der Amp und der Speaker gehen da nicht tief genug und es mangelt zudem an Druck. Der Hörversuch mit einem elektrischen Bass scheiterte gänzlich, da nicht wirklich richtige Bässe, sondern nur topfige Mitten wiedergegeben wurden.

Eine Kopplung der aktiven Box mit einem Telefon oder einem Table-PC ist kinderleicht. Der Alesis sendet durchgehend ein „sichtbares“ Bluetooth-Signal und man muss auf dem Verbundgerät nur das „TransActive Wireless Signal“ auswählen und verbinden. Schon steht eine zusätzliche Stereo-Quelle zur Verfügung, die beispielsweise ein Playback oder gewünschte Unterhaltungsmusik einbindet. Alle Stereoinformationen in der Musik werden in ein kompatibles Monosignal gewandelt und es kommt zu keiner Phasenschweinerei in Form einer Auslöschung von Informationen aus dem Klangbild. Da der Audiofluss in dieser Betriebsart drahtlos erfolgt, kann sich der Beschallungsverantwortliche bis zu 45 Metern von der Box entfernen, ohne dass es zu Übertragungsabbrüchen kommt. Eine Latenz bei der Signalübertragung lässt sich hörbar nicht ausmachen, ist aber technisch sicherlich vorhanden. Die Trennung der Bluetooth-Verbindung über den vorderseitigen Taster ist genau so einfach wie das Verbinden. Ein Knacken oder irgendein anderes Störgeräusch konnte ich dabei nicht ausmachen. Erstaunlicherweise ist mit diesem Gerät eine Wiedergabe von Bluetooth und Miniklinke gleichzeitig über den Stereo-Aux-Eingang möglich. Da es für beide Geräte nur einen gemeinsamen Regler gibt, müssen die Pegel an den externen Wiedergabegeräten getrennt abgeglichen werden.

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