Hersteller_Akai
Test
5
30.01.2015

Fazit
(4 / 5)

Darf man AKAI mit dem AMX und AFX zu einem geglückten Einstieg in die Welt Controller für Serato DJ gratulieren? - Ich denke: Man darf! Denn die Kommandozentralen sind jeder für sich und auch als Gespann eine ziemlich runde Sache. Das beginnt bei der Verarbeitung und Bedienfreundlichkeit des im Battlemixer-Layout antretenden Moduls AMX, das ganz klassisch mit einem Dreiband-EQ und einer Fader-Sektion nebst Kurvenanpassung und Reverse Switch für den Mini Cross Innofader antritt. Zudem ermöglicht das Gerät noch die Transportsteuerung inklusive Autosync und ebenso die Navigation durch die Library. An der Rückseite können Turntablisten zwei Plattenspieler für das kostenpflichtige DVS-Plugin anschließen, um mit Timecode-Medien aufzulegen. Auch herkömmliche Vinyls dürfen über die Through-Funktion in den Mix integriert oder mit Effekten bearbeitet werden, allerdings muss man in dieser Preisklasse Zugeständnisse bei der Klangqualität der Phono-Preamps machen. Ausgangsseitig stellt der AMX einen unsymmetrischen Summenausgang und einen Kopfhörerverstärker bereit. Ein Booth Out ist nicht vorhanden, was ich unter Berücksichtigung des kompakten Formfaktors und der Zielgruppe nicht schlimm finde. Die Leistungsreserven des Audiointerface gehen in Anbetracht einer reinen USB-Speisung in Ordnung. Wer den AMX als Mixer einsetzen möchte, sollte bedenken, dass er keinen Eingang für ein Mikrofon anbietet und nicht stand alone funktioniert. Der Add-on Controller AFX widmet sich den kreativen Seiten der Software und dirigiert auf kompetente Weise die Effektabteilungen und diverse Features, die in Serato über Pad-Modi realisiert werden. Das visuelle Feedback ist zudem ausgezeichnet. Parameteränderungen erfolgen über einen großen Encoder nebst zweistelligem Display. Dazu gesellt sich ein multifunktionaler Touchstrip zum Pitchbending, Spulen und als „Superknob“ für die Effekte. AKAI AFX ist ein ausgezeichneter Live Remix Controller für Serato DJ und genau wie der AMX, der alles hat, was es braucht, um als Kompaktmixer für den digitalen DJ und DVS-User durchzugehen, ebenso ein interessanter Kandidat für manch andere DJ-Applikation, zumal beide auch in preislicher Hinsicht recht attraktiv sind.

  • Pro
  • Kompakte Bauweise und gute Verarbeitung
  • Intuitives Bedienkonzept
  • Nahtlose Integration in Serato DJ
  • Berührungssensitive Regler
  • Solide Performance
  • Innofader (AMX)
  • Serato DVS-kompatibel (AMX)
  • 2 FX-Units nebst flexibler Pad-Matrix (AFX)
  • Multifunktionaler Parameter-Encoder mit Display (AFX)
  • Serato Flip - Gutschein inklusive (AFX)
  • Contra
  • Teilweise nur 1 Deck bedienbar (AFX)
  • Kein Mikrofoneingang (AMX)
  • Phono Preamps klingen ein wenig matt (AMX)
  • Serato DVS-Plugin kostet 99 Euro
  • AKAI AMX
  • Umfangreiche Mixing-, Transport- und DVS-Funktionalität für Serato DJ
  • Serato DJ Vollversion im Lieferumfang enthalten
  • Erweitert die Steuerungsmöglichkeiten für DJ-Setups
  • 2 Linefader mit Gain-Reglern und dreifarbiger LED-Anzeige
  • Mini innoFADER mit Reverse-Schalter
  • 2 Line/Phono-Eingangspaare für Serato DJ Timecode-Signale
  • 1x Stereo-Cinch-Masterausgang
  • 9 berührungsaktive Regler für EQ-Kills und Filter-Sweeps
  • Dreiband-EQ pro Kanal mit Filterregler
  • Cue-Mix-Regler und Cue-Gain-Regler
  • Search/Browser-Encoder
  • Lade-, Such-, Transport-, Cue- und Sync-Tasten für jedes Deck
  • USB-Stromversorgung
  • Flaches Design
  • Abmessungen: 42 mm x 271 mm x 134 mm
  • UVP: 289,- Euro
  • AKAI AFX
  • FX-, Cuepoint-, Loop- und Pad-Mode-Controller für Serato DJFX
  • Unterstützt Serato Flip zur Automation von Cuepoint-Ereignissen
  • Inklusive Serato Flip und Back Pack FX
  • Steuerung von bis zu 4 Decks
  • 9 berührungsaktive Regler für EQ-Kills und Filter-Sweeps
  • 8 anschlagdynamische Pads mit mehrfarbiger Hintergrundbeleuchtung
  • 10 Pad-Modi zum Triggern von Hot Cues, Loops und Slices
  • Wählbare DVS-Modi: Absolut, Relativ sowie Internal Playback
  • Touchstrip mit LED-Positionsanzeige zur direkten Anwahl von Songparts
  • Touchstrip lässt sich als Pitchregler und zur Steuerung von Effekten einsetzen
  • Hintergrundbeleuchtete Digitalanzeige stellt Parameterwerte dar
  • Flaches Gehäuse
  • Stromversorgung über USB
  • Abmessungen: 42 mm x 271 mm x 134 mm
  • UVP: 239,- Euro
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