Test
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17.04.2012

AIAIAI TMA-1 Test

DJ-Kopfhörer

Druckvolles aus Dänemark

Die dänische Firma AIAIAI ist ein noch recht junges Unternehmen, das sich auf die Fertigung hochwertiger, trendiger Audio-Produkte für den täglichen Gebrauch spezialisiert hat. Aktuell vornehmlich Kopfhörer. Das Produktportfolio umfasst zum Testzeitpunkt vier Modelle, darunter die beiden In-Ear-Monitore Pipe und Swirl, sowie Street-Modell Tracks und meinen heutigen Testkandidaten TMA-1, der zusätzlich als Fool-Gold und in Bälde auch als Beatport-Edition mit anderer Farbgebung angeboten wird. Der TMA 1 wird im Webshop für 200 Euro zzgl. Steuern angeboten, ist aktuell aber bei hiesigen Internet-Händlern preiswerter zu erstehen.

Bei der Namensgebung stand eine magnetische Anomalie eines Tychokraters (Tycho Magnetic Anomaly-1 = TMA1) aus Stanley Kubricks „2001- Odysee im Weltall“ Pate. Ein Zitat aus dem Handbuch: Die Monolithen sind extrem langlebige und verlässliche Maschinen, die Zerstörungsprüfungen über den theoretisch möglichen Rahmen von Materialfestigkeit überstehen. Wir fanden, dass dieser Name zu unserem robusten, komplett schwarzen Kopfhörer passt. Bei so viel Einfallsreichtum lassen wir natürlich den Vorschlaghammer im Keller.

DETAILS

Lieferumfang und Verarbeitung
Der TMA-1hat sich zum Ziel gesetzt eine professionelle Performance mit einem modernen Look zu kombinieren. Bei der Konzeption konnte das Entwicklerteam auf renommierten DJ-Beistand wie James Murphy, A-Trak oder Seth Troxler zurückgreifen. Dementsprechend groß war die Vorfreude, als der Postbote mir das Paket aus Dänemark überreichte. Dem schlichten Karton entnehme ich einen gut gegen Transportschäden geschützten TMA-1 mit aufgesteckten Lederpads. Unter der Schaumstoff-Einlage kommen ein weiteres paar synthetische Ersatz-Ohrpolster und eine trendige graue Transporttasche mit leuchtend gelbem Netz-Futter zum Vorschein, das mich spontan an ein T-Shirt der 70er Jahre erinnert. Ferner finde ich ein einseitig abgewinkeltes 1,2 Meter langes Standardkabel und ein 1,7 Meter langes Spiral-Modell. Beide sind als Miniklinke ausgeführt, wobei Letztgenanntes über ein Schraubgewinde für den beigelegten 6,3 Millimeter-Adapter verfügt.

Der TMA-1 wirkt auf den ersten Blick gut verarbeitet und legt ein sehr schlichtes Design an den Tag. Der Wiedererkennungswert eines Kopfhörers in der DJ-Kanzel mag aus Absatz- oder Marketing-Aspekten vielleicht eine Rolle spielen, hier jedoch gibt es für die Crowd kein sichtbares Emblem oder Logo. Einzig der innen in den Kopfhörerbügel eingestanzte AIAIAI-Schriftzug gibt einen Hinweis auf das, was man auf dem Kopf hat. Doch der ist wie gesagt innen. Skandinavisch puristisches Understatement mit einem Hang zur Reduktion aufs Wesentliche.

Techspecs
Beim TMA-1 handelt es sich um ein supra-aurales, geschlossenes Kopfhörermodell mit 40 Millimeter Titanium Treibern, die nach dem dynamischen Prinzip arbeiten. Der Frequenzgang beträgt 20-20000 Hertz, der Schalldruck ist mit 112 dB angegeben, die maximale Eingangsleistung mit 0,1 Watt, womit er das Schlusslicht in dieser Disziplin bildet. Die Impedanz liegt bei 32 Ohm, was den TMA auch als Kopfhörer für mobile Geräte mit niedrigem Ausgangspegel empfehlen könnte.

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