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Test
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26.03.2018

Adam Audio T7V Test

Aktiver 2-Wege-Nahfeldmonitor

7-Zoll-Tieftöner plus AMT-Hochtöner für den kleinen Geldbeutel

Der 2-Wege-Nahfeldmonitor T7V des Berliner Herstellers Adam Audio ist neben dem T5V die größere Variante der neuen „T-Modelle“, welche das Produktsortiment des Lautsprecher-Spezialisten nach unten abrundet. Ein aktiver Studio-Monitor mit 7-Zoll-Tief- und AMT-Hochtöner für knapp unter 200 Euro Straßenpreis ist definitiv eine Kampfansage an andere Hersteller sowie ein krasser Gegenpol zur elitären und vielfach teureren „S-Klasse“, deren Modelle S3H und S3V ich vor wenigen Monaten ebenfalls testen durfte. Ob das neue „Schnäppchen“ auf ähnliche Weise überzeugen kann, welche Kompromisse man gegebenenfalls eingehen muss und für welche Klientel sich der Adam Audio T7V eignet, soll der folgende Testbericht klären. Was haben wir herausgefunden?  

Details

Bauweise

Beim stückweise angebotenen Adam Audio T7V Monitor handelt es sich um einen aktiven 2-Wege-Nahfeldmonitor, welcher mit einem 7-Zoll-Tieftöner aus Polypropylen und einem 1,9-Zoll-U-ART-Hochtöner bestückt ist. Beide Membrane werden jeweils von einem Class-D-Verstärker angetrieben, deren Leistung mit 50 (Tieftöner) und 20 Watt (Hochtöner) angegeben ist. Der neue U-ART-Hochtöner, eine vermutlich etwas kostengünstigere Variante des Adam-typischen AMT-Hochtöners aus Polyimid-Folie, ist im gleichen Waveguide der S-Serie verbaut. Dadurch wird das Abstrahlverhalten oberhalb der Crossover-Frequenz von 2,6 kHz begünstigt. Entgegen allen anderen mir bekannten Modellen des Herstellers befindet sich der Bassreflex-Port auf der Rückseite des Gehäuses, was unter Umständen die Problematik einer wandnahen Positionierung erhöht. Der 7,1 kg schwere Monitor hat die Maße von 347mm (h) * 210mm (b) * 293mm (t), wodurch er in Relation zur Gehäusegröße kein besonderes Schwergewicht ist.

Verarbeitung

Der in China gefertigte Monitor wirkt äußerlich absolut seriös und präsentiert sich mit seinen abgeschrägten Gehäusekanten im gewohnten Adam-Look. Angaben zum Material des Gehäuses sucht man vergeblich, vermutlich handelt es sich um einen Materialmix aus Holzfaserplatten und Kunststoff, was das moderate Gewicht im Vergleich zu meinen deutlich kompakteren Neumann KH 120 A erklären würde. Konkrete Verarbeitungsmängel lassen sich nicht ausmachen, lediglich der rückseitige Pegelregler sitzt bei beiden Test-Monitoren nicht so bombenfest, wie man es von anderen, teilweise deutlich teureren Modellen des Herstellers gewohnt ist. Preisbezogen erscheint mir dieser Umstand tolerierbar und nicht wirklich problematisch, da rückseitige Bedienelemente nur äußerst sporadisch mechanisch beansprucht werden. 

Lieferumfang

Im Lieferumfang des Adam Audio T7V Monitors befindet sich neben einem Kaltgerätekabel der mehr- und auch deutschsprachige Quick Start Guide in Druckform mit einem Hinweis auf die online verfügbare Bedienungsanleitung der T-Serie.

Funktionen

Anschlüsse / Bedienelemente

Auf der Rückseite des T7V Monitors befindet sich der Power-Schalter unmittelbar neben der Kaltgerätebuchse. Die Anpassung an die regionale Stromversorgung erfolgt automatisch über das integrierte Schaltnetzteil, welches zum Betrieb des Monitors Spannungen von 100 bis 240 Volt (AC, 50/60Hz) akzeptiert, wodurch ein manuelles Umschalten nicht erforderlich ist. Eine LED oberhalb des rückseitigen HF-Schalters signalisiert, dass der Monitor eingeschaltet ist, auf der Vorderseite existiert leider keine optische Rückmeldung über den aktuellen Power-Status des T7V. Als Eingang stehen sowohl symmetrische XLR- als auch unsymmetrische RCA-Buchsen zur Auswahl, welche mittels eines korrespondierenden Umschalters (+4 dBu/-10 dBV) aktiviert werden. Der stufenlose Pegelregler dient der Lautstärkenanpassung über einen weiten Bereich von -60 bis +18 dB, was die präzise Anpassung eines Boxenpaares zur filigranen Feinarbeit macht.

Weiterhin gibt es zwei Schiebeschalter zur Klanganpassung des Monitors, den HF- und den LF-Schalter, welche mit den Einstellmöglichkeiten -2 dB, 0 und +2dB einen begrenzten Zugriff auf die Höhen- und Basswiedergabe erlauben, wobei nirgends eine konkrete Angabe bezüglich der Einsatzfrequenzen zu finden ist.

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